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Artikel vom Montag, 29. Oktober 2012

Ende einer einzigartigen Karriere: Sven Felski verkündet Rücktritt

Sven Felski hört auf.<br/>Foto: imago<br/>

Sven Felski hört auf.
Foto: imago

Das 1.000. Spiel für die Eisbären war gleichzeitig sein letztes. Am Montag beendete Sven Felski seine einzigartige Karriere als Eishockeyspieler. Bei einer Pressekonferenz in der O2 World Berlin gab der 37 Jahre alte Stürmer seine verletzungsbedingte Entscheidung bekannt. "Es ist heute der schwerste Tag in meiner Laufbahn als Sportler", konnte Felski nur mit Mühe seine Tränen unterdrücken.

Den Auslöser für seinen Rücktritt bezeichnete Felski als einen der schlimmsten Momente in seiner Karriere. "Bei der Weltmeisterschaft 2003 in Helsinki riss ich mir das Kreuzband im linken Knie", erinnert sich das Berliner Urgestein zurück. Es war nicht er einzige Unfall mit diesem Knie. "Innenband, Meniskus und das Kreuzband, alles war schon kaputt. Deswegen haben die Ärzte jetzt eine akute Instabilität im Knie festegestellt. Das Risiko, weiterhin Eishockey zu spielen, war einfach zu groß, da die Mediziner keine Folgeschäden ausschließen können", so Felski.

Die Pressekonferenz in Bildern (13 Einträge)

      


Auf 20 Jahren als Eishockeyprofi bei den Eisbären kann Felski zurückblicken. Nun stellt er den Stock in die Ecke, wird seinem Heimatclub aber erhalten bleiben. "Seit meinem vierten Lebensjahr gehe ich fast täglich ins Sportforum Hohenschönhausen. Auch nach meiner aktiven Zeit will ich davon etwas zurückgeben", erklärt der 159-fache Nationalspieler, der einst als Eiskunstläufer beim ehemaligen SC Dynamo seine Sportkarriere begann, ehe er mit 10 Jahren zum Eishockey wechselte. Am 13. November 1992 gab Felski sein Profidebüt im Trikot der Eisbären. Mit 233 Toren ist er nach der Ostberliner Eishockeylegende Joachim Ziesche (284) der zweiterfolgreichste Torschütze aller Zeiten des Hohenschönhauser Eishockeyclubs.

Eisbären-Geschäftsführer Billy Flynn weiß um die Strahlkraft des Aushängeschildes der Eisbären. "Sven ist Vorbild. Es gibt in meinen Augen keinen Spieler, der jemals mehr für einen Verein der Stadt Berlin getan hat, als Felle", mein der Eisbären-Boss. In der Zukunft werden Flynn sowie Manager Peter John Lee mit Felski täglich zusammenarbeiten. Im Rahmen einer Sportmanagement-Umschulung wird der ehemalige Stürmer nun die Seiten wechseln. "Während der Ausbildung werde ich sicherlich herausfinden, welche Position mir am besten liegt", blickt Felski seiner Zeit nach der Profikarriere erwartungsvoll entgegen.

Trotzdem wird der "Bürgermeister" noch einmal aufs Eis zurückkehren. "Es wird ein Abschiedsspiel im Wellblechpalast, meiner sportlichen Wurzel, geben", kündigt Felski an. Dann wird er zum letzten mal die legendäre Rückennummer 11 tragen, die fortan bei den Eisbären nicht mehr vergeben wird.

Michael Lachmann


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