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Artikel vom Mittwoch, 14. November 2012

Lockout-Tagebuch, Teil 60: Crosby weiter frustriert und ein Spiel auf einem Hochhaus

Gruppenbild nach einem Spaß-Spiel auf einem Hochhaus in Winnipeg<br/>Quelle: Twitteraccount Mike Richards<br/>

Gruppenbild nach einem Spaß-Spiel auf einem Hochhaus in Winnipeg
Quelle: Twitteraccount Mike Richards

Am dritten Tag nach den letzten Verhandlungen zwischen NHL und NHLPA ist eine Wiederaufnahme der Gespräche bisher nicht in Sicht. Am Sonntag standen neben den finanziellen Themen auch die Vorschläge der NHL zu den Änderungen bei Spielerverträgen auf dem Programm. Diese sind nun zu einem großen Diskussionsthema geworden. Die NHL hat neue Vorschläge zu Free Agents (wann wird ein Spieler Free Agent), zur Maximallänge von Verträgen (fünf Jahre), Länge von Einstiegsverträgen für Rookies und Schiedsgerichtsverhandlungen.

Auf Spielerseite stößt dies auf wenig Zustimmung. "Es ist frustrierend", sagte Sidney Crosby der Pittsburgh Post-Gazette. "Nach den Gesprächen hört man immer dasselbe." Er ging noch einmal auf die Eigner ein, die "bisher keine Zugeständnisse" gemacht hätten. "Jetzt versuchen sie, uns die Vertragsrechte zu nehmen. Aber warum sollten wir die ändern wollen? Wir spielen in der stärksten Liga der Welt. Warum sollen wir etwas reparieren, das nicht kaputt ist. Es wird keine Einigung geben, wenn sie versuchen, uns unsere Vertragsrechte zu nehmen." Crosby ist nach wie vor der Meinung, dass die Spielerseite mit einem "widerwilligen" bzw. nicht gesprächsbereiten Partner verhandelt. "Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Aber momentan verlieren wir alle."

Das Lockout-Tagebuch (60 Einträge)

      

Crosby scheint nun doch nicht mehr einem Europa-Engagement abgeneigt zu sein. "Je länger der Lockout dauert, desto wahrscheinlicher ist es, dass ich doch noch in Europa spiele." Vor knapp zwei Wochen hatte sein Agent noch das Gegenteil gesagt. Crosby werde aufgrund der hohen Versicherungssumme und seiner Verletzungsvergangenheit nur trainieren.

Eine Trainingseinheit der besonderen Art absolvierten derweil Stanley-Cup-Sieger Mike Richards (Los Angeles) sowie Andrew Ladd, Jim Slater und Mark Stuart (alle Winnipeg). Auf dem Dach eines schneebedeckten Hochhauses in Winnipeg luden sie zu einem Streethockey-Match ein, zu dem viele Fans aller Altersklassen in Trikots kamen. Gemeinsam spielten die NHL-Stars dort mit Kindern. "Wir würden lieber im MTS Center spielen", sagte Stuart der Winnipeg Free Press. "Dies ist für uns alle ein einmaliges Erlebnis. Für viele von uns bringt es Kindheitserinnerungen zurück." Das Spiel wurde vom TV-Sender TSN gefilmt, zuvor hatten einige der Spieler via Twitter dazu eingeladen.

Michael Bauer


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