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Artikel vom Montag, 10. Dezember 2012

Der DEL-Sonntag im Rückblick: Titel, Ausraster, Show und Rauswurf des Tages

Daniel Pietta (Zweiter von links) traf an seinem Geburtstag dreimal.<br/>Foto: Digitalfoto Matthias<br/>

Daniel Pietta (Zweiter von links) traf an seinem Geburtstag dreimal.
Foto: Digitalfoto Matthias

Wechsel an der Spitze und im Keller, die erste Trainerentlassung der Spielzeit, eine Two-Man-Show zweier NHL-Stars, ein Geburtstagskind, das sich selbst beschenkte, und ein bitterer Ausraster und ein Saisonrekord: Der DEL-Sonntag hatte es in sich. Das bewegte am 26. Spieltag, mit dem das Oberhaus die erste Hälfte der Hauptrunde abschloss.

Titel des Tages: Im vergangenen Jahr sicherte sich Mannheim auf den letzten Drücker die Halbzeit-Meisterschaft, nun verspielten die Adler Platz eins zur Hauptrunden-Mitte . Auf eigenem Eis gingen die Kurpfälzer gegen München trotz 2:0-Führung noch mit 2:5 unter. Köln ließ sich diese Chance nicht nehmen, gewann gegen Augsburg mit 5:2 und steht dank des besseren Torverhältnisses nach dem 26. Spieltag wieder an der Spitze. Und das obwohl die Haie drei Spiele weniger absolviert haben als Mannheim.

Show des Tages: Seit dem 26. Oktober hatte München nur ein Auswärtsspiel gewonnen. Die NHL-Stars Blake Wheeler und Paul Stastny beendeten diese Durststrecke des EHC im Alleingang. Dass Sturmpartner und Torjäger Martin Buchwieser früh eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erhalten hatte, störte das Duo wenig. Wheeler verbuchte beim 5:2 einen Hattrick und eine Vorlage, Stastny erzielte ein Tor und bereitete zwei Treffer vor. Gegen die Two-Man-Show waren die Adler hilflos.

Geburtstagskind des Tages: Daniel Pietta wurde am Sonntag 26 Jahre alt. Wie man sich am Ehrentag selbst beschenkt, zeigte Krefelds Angreifer in Düsseldorf. Drei Treffer erzielte der Nationalspieler beim 4:1 gegen die DEG und führte die Pinguine zum achten Sieg nacheinander. Es ist die längste die Siegesserie der Saison in der DEL. Bislang hatte Köln mit sieben Erfolgen die Bestmarke gehalten.


Enttäuschung des Tages: Auch wenn das Wetter und die Straßenverhältnisse schlecht waren: 3.083 Zuschauer beim Nordderby zwischen Hannover und Hamburg waren eine ernüchternde Kulisse. Dabei gehören die Scorpions neben Krefeld zu den Überraschungen der Spielzeit. Vor allem zuhause trumpft das Team von Igor Pavlov mittlerweile auf. Und das war in der verkorksten vergangenen Saison ja noch ganz anders. Die Scorpions hätten mehr Unterstützung und Zuspruch verdient.

Die Bilder des 26. Spieltags (10 Einträge)

      


Serie des Tages: Drei Monate mussten die Grizzly Adams warten, ehe sie zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele in Folge gewannen. Am Sonntag war es mit dem 4:1 gegen Iserlohn soweit. Schöner Nebeneffekt des erst dritten Heimsieges: Die Niedersachsen reichten die rote Laterne an Düsseldorf weiter.

Ausraster des Tages: 48 Minuten trieb Sébastien Caron die Grizzlys zur Verzweiflung. Dank der Paraden des Goalies lagen die Roosters zwölf Minuten vor Schluss mit 1:0 in Front. Doch binnen neun Minuten musste der Franko-Kanadier noch vier Gegentore schlucken. Das brachte ihn derart in Rage, dass er nach dem 1:4 Christioph Höhenleitner mit Faustschlägen traktierte und in der 58. Minute eine Matchstrafe kassierte. Ein herber Verlust für die Sauerländer. Back-up Tim Siekmann kam in der DEL erst achtmal als Notnagel zum Zug. Gesamt-Einsatzzeit: 179 Minuten.

Statistik des Tages: 3 - 4 - 6: Was auf den ersten Blick wie ein Auszug der Lottozahlen aussieht, sind die Torschüsse, die Düsseldorf zuhause beim 1:4 gegen Krefeld nur auf das Gehäuse von Scott Langkow in den drei Dritteln abgab. Dass Daniel Kreutzer auch noch einen Penalty vergab, passte ins Bild. Acht der jüngsten neun Partien verlor die DEG. Und mit nur 13 Abschlussversuchen wird man diese Negativserie wohl kaum beenden können.

Rauswurf des Tages:
Gäbe es nicht die Thomas Sabo Ice Tigers, in dieser und der vergangenen Spielzeit hätte erstmals in der DEL-Historie kein Trainer bis zur Halbzeit seinen Hut nehmen müssen. Nachdem Nürnberg im Vorjahr Andreas Brockmann nach nur drei Partien gefeuert wurde, erwischte es am Sonntag Jeff Tomlinson. Nach 25 Spielen riss Eigner Thomas Sabo der Geduldsfaden. Zu enttäuschend waren die Darbietungen der im Sommer für viel Geld verstärkten Mannschaft.


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