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Artikel vom Montag, 17. Dezember 2012

Ein Spitzenspiel mit Nachspiel: Bremerhaven verliert Goalie Jaeger mit Gehirnerschütterung

Bietigheim jubelt: 7:2 gegen Bremerhaven und Sprung an die Spitze.<br/>Foto: Drack<br/>

Bietigheim jubelt: 7:2 gegen Bremerhaven und Sprung an die Spitze.
Foto: Drack

12 Minuten lang wurde das Spitzenspiel zwischen Bietigheim und Bremerhaven sehr fair ausgetragen, dann kamen sich Doug Andress und Jan Kopecky ins Gehege. Noch dachte niemand, dass am Ende insgesamt 80 Strafminuten auf der Uhr stehen würden, doch spätestens ab der 17. Minute änderte sich das Bild. Da krachte beim Stand von 1:1 Bietigheims Mark Heatley mit dem Knie in Bremerhavens Torhüter Brett Jaeger: Der Goalie wurde am Kopf getroffen, musste mit einer Gehirnerschütterung vom Eis und ins Krankenhaus, eine Strafzeit gegen Bietigheim blieb aus. "Ich bin verzweifelt. Ich kann diese Entscheidungen nicht verstehen. Ich verlange ein faires Spiel", so Gäste-Trainer Mike Stewart. Von da an war Gift in der Partie und die Gäste verloren die Linie: Bietigheim holte sich mit einem 7:2 die Tabellenführung. "Sie wollten einfach gewinnen", so Stewart zur aggressiven Spielweise der Steelers, die nach zwei deutlichen Niederlagen gegen Bremerhaven voll motiviert waren.

Der Spieltag in Bildern (17 Einträge)

      


12 Monate dauerte für Bietigheim der Weg von ganz unten nach ganz oben: Vor einem Jahr übernahm Kevin Gaudet die Steelers von Dany Held als Tabellenschlusslicht. In diesem Zeitraum machte der Kanadier die Bietigheimer wieder zu einem ernsthaften Anwärter auf die oberen Plätze. Auch, weil die Transfers wie Robin Just, Markus Sommerfeld oder die Rodman-Brüder voll einschlugen. Doch Gaudet warnt auch: "Das ist eine Momentaufnahme. Natürlich eine sehr schöne, über die sich die Fans zurecht freuen dürfen. Aber für uns heißt das nicht viel, wir dürfen nicht selbstzufrieden werden." Angesichts des kleinen Kaders darf ohnehin nicht viel passieren: Sieben Verteidiger und elf Stürmer hat man gerade einmal zur Verfügung - jede einzelne Verletzung fällt da ins Gewicht.

Mit dem Sieg und der Tabellenführung haben die Steelers aber auch die richtige Grundlage für den Umzug in die neue EgeTrans Arena geschaffen. "Wir freuen uns alle darauf", sagt Gaudet. "Das ist eine tolle Sache für den Verein, den Nachwuchs und die gesamte Region. Ein ausverkauftes Derby am Freitag gegen Heilbronn wäre natürlich top."

In Bremerhaven freilich zittert man nun um Brett Jaeger: Nach der zweiten Gehirnerschütterung droht der Torhüter für längere Zeit auszufallen. Etwas, das die Fischtown Pinguins am Ende sicher mehr schmerzen würde, als das 2:7.

Tobias Welck

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