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Artikel vom Sonntag, 30. Dezember 2012

Lockout-Tagebuch, Teil 107: Bryzgalov verlässt Russland „weil der Lockout zu Ende geht“

Ilya Bryzgalov hat ein Angebot aus Wladiwostok vorliegen.<br/>Foto: imago

Ilya Bryzgalov hat ein Angebot aus Wladiwostok vorliegen.
Foto: imago

Ilya Bryzgalov ist ein Mann der kurzen und prägnanten, aber dafür umso bedeutungsvolleren Worte. Wer erinnert sich nicht an seinen in gebrochenem Englisch gesagten Satz "I am only afraid of bear in forest" (Ich habe nur Angst vor Bären im Wald) oder an seine philosophischen Meinungen zur Menschheit: "Unser Solarsystem ist doch so groß und unsere Galaxie im Vergleich zum großen Ganzen nur ein winziges Pünktchen. Und wir auf Erden hier haben Probleme? Ach komm! Don't worry, be happy!"

Der 32-jährige Goalie der Philadelphia Flyers, der vor Kurzem auch einen russischen Kosmonauten-Anzug anprobieren durfte und den sein Coach Peter Laviolette als "ein wenig anders" beschreibt, hat nun seinen Lockout-Club CSKA Moskau verlassen, wie die Philadelphia Daily News berichtet. Der Grund: "Ich verlasse CSKA, weil der Lockout zu Ende geht." Via Twitter-Account hat der Goalie aber seine Aussage zwischenzeitlich dementiert

Zwölfmal kam er für den Armeeclub zum Einsatz. Dabei kassierte er im Schnitt 2,13 Tore pro Spiel bei einer Fangquote von 91,3 Prozent. Wegen schlechter Leistungen war er zwischenzeitlich zum dritten Torhüter im Team von Manager Sergei Fedorov degradiert worden.

Jochen Hecht nahm am Sonntag übrigens den entgegen gesetzten Weg: Der 35-Jährige sieg ins Flugzeug Richtung Deutschland, nachdem er die Weihnachtsfeiertage gemeinsam mit seiner Familie in Buffalo verbracht hatte. "Wir hatten ein paar ruhige Tage. Es war schön, mit meiner Frau und den Kindern Bescherung zu feiern", erklärte der Stürmer der Adler Mannheim kurz vor dem Abflug.

Am späten Sonntagabend wurde zudem bekannt, dass es am Sonntag kein Treffen zwischen NHL und NHLPA gab. Dieses könnte allerdings noch am Montag stattfinden. Die NHL rechnet auch mit einem Gegenangebot der Spielergewerkschaft.

Michael Bauer


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