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Artikel vom Donnerstag, 10. Januar 2013

Bettman entschuldigt sich, Toronto feuert Brian Burke

Gary Bettman bei der Pressekonferenz am Mittwoch<br/>Foto: imago<br/>

Gary Bettman bei der Pressekonferenz am Mittwoch
Foto: imago

Die NHL ist in heller Aufruhr. Noch vor der offiziellen Bekanntgabe des Spielplans, des Saisonstarttermins oder jeglichen Transfers haben die Toronto Maple Leafs den ersten Schachzug gemacht und Manager Brian Burke durch Dave Nonis ersetzt. Das sorgte für riesige Überraschung unter den Experten, Burke selbst zeigte sich in einer ersten Reaktion sprachlos.

Damit stellten die Maple Leafs sogar Gary Bettman in den Schatten der nach dem Eigner-Treffen, wo der neue Tarifvertrag mit 30:0 Stimmen ratifiziert wurde, vor die Presse trat. "An alle Spieler, die lieber auf dem Eis gestanden wären als Arbeitsverträge ausgehandelt haben, an alle unsere Partner, die uns finanziell und persönlich unterstützen und vor allem an unsere Fans, die Eishockey lieben und es vermisst haben: Es tut mir Leid!"

Bettman bestätigte den Zehn-Jahres-Vertrag mit der NHLPA, erklärte aber gleichzeitig, dass dieser nicht offiziell werde, bevor nicht die Gewerkschaft ebenfalls ihr OK gegeben hätte. Dies soll nun Medienberichten zufolge am Freitag oder Samstag passieren. Die Trainingscamps sollen dann am Sonntag starten. Weiterhin ist kein Spielplan veröffentlicht worden.

Schlagzeilen aus der NHL (7 Einträge)

      

"Am Ende haben beide Seiten nicht das bekommen, was sie wollten", sagte Bettman nachdenklich. "Alle haben kurzfristig verloren. Aber NHL und NHLPA haben nun einen langfristigen Vertrag, der für beide Seiten gut ist und den zukünftigen Erfolg unserer Sportart garantieren wird." Bettman sagte weiter, er wisse, dass "eine Entschuldigung die Gefühle der letzten Monate nicht auslöschen kann. Ich habe alle Meinungen, alle Tweets gelesen."

Er kündigte an, dass die NHL Dinge unternehmen werde, das Ganze wieder gut zu machen. Die Fans fordern beispielsweise eine Senkung der Eintrittspreise oder einen freien Zugang zum Center-Ice-Paket, bei dem Live-Spiele angesehen werden können. Spekulationen über seine Person verwies er ins Reich der Fabel. Er denke nicht ans Aufhören und wolle stattdessen das Wachstum der Liga weiter nach vorne bringen.

In Toronto blickte man dagegen erst einmal auf die eigene Situation. Die Leafs sind die einzige Mannschaft, die seit dem vergangenen Lockout nicht in der Endrunde war. Ex-Manager Burke war vier Jahre bei dem Club. Von Seiten des Clubs hieß es, kein bestimmter Vorfall habe zur Entlassung geführt. Nonis wird der 14. Manager in der Geschichte der Maple Leafs

Michael Bauer


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