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Artikel vom Freitag, 11. Januar 2013

WM-Bewerbung 2017: DEB entscheidet sich für Köln als deutschen Standort

Franz Reindl, IIHF-Präsident René Fasel und Eric Ropert (von links).<br/>Foto: DEB

Franz Reindl, IIHF-Präsident René Fasel und Eric Ropert (von links).
Foto: DEB

Im Rennen um die Ausrichtung der WM 2017 wird der Deutsche Eishockey-Bund mit dem Standort Köln ins Rennen gehen. Das gab der Verband am Freitag bekannt. Zusammen mit Frankreich (Spielort Paris) will der DEB in vier Jahren die Titelkämpfe organisieren. Konkurrenten sind Dänemark und Lettland, die sich ebenfalls gemeinsam bewerben. Eine Entscheidung über die Vergabe fällt beim IIHF-Kongress im Mai während der WM in Stockholm.

"Mit dem Standort Köln haben wir in der Vergangenheit durchweg hervorragende Erfahrungen gemacht. Bereits seit vielen Jahren haben wir dort eine vertrauensvolle Partnerschaft mit der Stadt, der Arena und den handelnden Personen und schon einige Weltmeisterschaften und Länderspiele zusammen bewältigt", begründete DEB-Präsident Uwe Harnos die Entscheidung. Die Lanxess-Arena war bereits 2001 und 2010 WM-Spielort. Neben Köln war bis zum Schluss auch Berlin als Spielort in Erwägung gezogen worden.

"Leider dürfen wir nur eine der vielen guten Arenen in Deutschland nominieren. Am Schluss des Evaluierungsverfahrens war es eine sehr enge Entscheidung zwischen Köln und Berlin, aber den Ausschlag für Köln und Nordrhein-Westfalen haben letztlich die logistische Nähe und Nachbarschaft zum Zweitspielort Paris, das gemeinsame Einzugsgebiet von rund 32 Millionen Menschen im Umkreis von 100 Kilometern, die zentrale Lage für die Eishockey-Fans aus ganz Deutschland und dem Co-Gastgeberland Frankreich sowie die deutlich größere Kapazität der Arena gegeben", erklärte DEB-Generalsekretär Franz Reindl.

Standort Köln: Die richtige Wahl?

 


In Berlin ist man zwar enttäuscht, unterstützt aber dennoch weiterhin die Bewerbung: "Trotz langer, freundlicher und konstruktiver Verhandlungen hat sich der DEB letztlich nicht für Berlin und die O2 World entschieden. Obwohl wir sehr gerne der Gastgeber für dieses großartige Event gewesen wären, akzeptieren wir, dass der DEB bei der gemeinsamen Bewerbung mit Frankreich und dem dortigen Spielort Paris die größeren Aussichten mit einem deutschen Spielort Köln sieht. Wir hoffen immer noch, dass die Eishockey WM 2017 nach Deutschland kommt und wünschen dem DEB viel Erfolg beim weiteren Bewerbungsprozess", zitierte der DEB die Anschutz Entertainment Group (AEG) in einer Pressemitteilung.

Am Donnerstag gab Reindl in Zürich zusammen mit dem französischen Generalsekretär Eric Ropert das Bewerbungsbuch beim Weltverband ab. Im Februar folgt eine ausführliche Präsentation der Unterlagen, ehe im Mai die Entscheidung fällt.


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