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Artikel vom Sonntag, 19. März 2017

DEL2-Playoffs und Playdowns am Sonntag

Bietigheim schießt Bayreuth mit 9:0 aus der Halle – Löwen und Steelers feiern je den dritten Sieg im Viertelfinale

Traumhafte Kulisse in Frankfurt zu Spiel drei.
Foto: Hübner

Die Löwen Frankfurt haben auch das dritte Spiel der Viertelfinalserie gegen den EHC Freiburg gewonnen und haben somit am Dienstag die erste Chance, die Serie zu beenden und ins Halbfinale einzuziehen. Am Ende hieß es 4:2 für die Hessen, die nach einem 1:2-Rückstand zurückkamen. Einen 9:0-Kantersieg fuhren die Bietigheim Steelers gegen Bayreuth ein und führen nun ebenfalls mit 3:0 in der Serie. Den ersten Erfolg verbuchte derweil Dresden gegen Kaufbeuren, während Titelverteidiger Kassel in der Serie gegen die Lausitzer Füchse wieder in Führung ging. In den Playdowns sicherten sich unterdessen die Starbulls Rosenheim sowie der EC Bad Nauheim in dramatischer Manier wichtige Siege.

Ausgerechnet Clarke Breitkreuz, der schon am Freitag mit einem Hattrick zum Matchwinner für die Löwen avancierte, brachte die Hausherren vor der Traumkulisse von 5.285 Zuschauern nach nur knapp fünf Minunte in Führung. Doch die Wölfe ließen sich diesmal nicht schocken, bestimmten in der Folge bisweilen das Spielgeschehen. Marc Wittfoth und Ex-Löwe Marton Vas drehten die Partie im zweiten Abschnitt zu Gunsten der Gäste. Doch erneut Clarke Breitkreuz brachte Frankfurt mit dem 2:2-Ausgleich 13 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels wieder zurück ins Spiel.

Und mit dem Schlussdrittel waren die Löwen wieder im Power-Modus angelangt. Matt Pistilli, Spieler des Monats Februar in der DEL2, stellte auf 3:2 für die Hausherren und das Team von Trainer Paul Gardner belagerte in der Folge das Gehäuse von Gäste-Goalie Lukas Mensator. Eine Strafe gegen Pistilli wegen Bandenchecks kurz vor dem Ende machte das Geschehen noch einmal spannend. Die Wölfe nahmen Mensator vom Eis und riskierten mit einem zusätzlichem Spieler alles, um zum Ausgleich zu kommen. Doch es kam anders: Nils Liesegang traf ins verwaiste Gehäuse der Wölfe und die Löwen gewannen mit 4:2. Der dritte Sieg in der Serie sicherte den Hessen am Dienstag den ersten Matchpuck in Freiburg.

Eine ganz deutliche Angelegenheit wurde Spiel drei der Serie zwischen Hauptrunden-Meister Bietigheim und Aufsteiger Bayreuth. Am Ende hieß es 9:0 für den Gastgeber und beinahe wäre es zweistellig geworden. Bereits nach der Hälfte der Spielzeit stand es 5:0 für die Steelers, bei denen Benjamin Zientek und Matt McKnight jeweils doppelt getroffen hatten. Bayreuths Goalie Tomas Vosvrda wurde erlöst, Johannes Wiedemann kam. Er hatte jedoch nicht viel mehr Glück als sein Vorgänger und musste vier weitere Gegentreffer hinnehmen. McKnight kam am Ende auf einen Hattrick und zwei Vorlagen. Zientek und Justin Kelly verbuchten je zwei Tore und zwei Assists.

DIE SPIELE IN DER STATISTIK: (6 Einträge)

      


Wieder in Führung liegt in seiner Viertelfinalserie unterdessen nun auch Titelverteidiger Kassel Huskies: Die Nordhessen holten sich im Duell gegen die Lausitzer Füchse mit einem deutlichen 6:1 ihren zweiten Heimerfolg und führen in der Best-of-seven-Serie jetzt mit 2:1. Dabei stand es in Spiel drei nach dem ersten Drittel noch 0:0, doch im zweiten Abschnitt bog Kassel durch gleich drei Tore von Braden Pimm (27.), Carter Proft (35.) sowie Manuel Klinge (36.) auf die Siegerstraße ab. Letzterer erzielte im Schlussabschnitt dann noch zwei weitere Treffer für die Huskies, die drei ihrer sechs Powerplay-Möglichkeiten ausnutzten, und avancierte mit insgesamt fünf Scorer-Punkten zum erfolgreichsten Punktesammler der Partie.

Den ersten Sieg der Serie konnten die Dresdner Eislöwen am Sonntag im Duell mit dem ESV Kaufbeuren unter Dach und Fach bringen. Kevin Nastiuk hielt seinen Kasten diesmal sauber und so stand es am Ende 3:0 für die Sachsen vor 3.682 Zuschauern. Getroffen hatte für das Stewart-Team drittelweise Verteidiger Sebastian Zauner, Stürmer Arturs Kruminsch und der Finne Teemu Rinkinen. Alle Tore fielen bei fünf gegen fünf Spielern auf dem Eis. In der Serie führen die Allgäuer weiterhin 2:1, aber der Heimsieg gibt den Eislöwen Hoffnung vor der schweren Aufgabe am Dienstag in Kaufbeuren.

In dramatischer Manier sicherten sich derweil die Starbulls Rosenheim eine 2:1-Serienführung in der Best-of-seven-Playdown-Serie gegen die Heilbronner Falken: Eine Sekunde (!) vor dem Ende der ersten Verlängerung verwandelte Tyler Scofield einen Penalty zum 3:2-Erfolg für die Oberbayern. Zuvor hatten während der regulären Spielzeit zweimal Joseph Lewis (7., 54.) für Rosenheim sowie Tyler Gron (16.) und Rylan Schwartz (53.) für Heilbronn getroffen. Für die Starbulls war es der bereits zweite Overtime-Heimsieg der Serie.

Ähnlich dramatisch lief es am Sonntagabend indes auch in der zweiten Playdown-Serie: Erst 114 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit schoss Kapitän Nick Dineen den EC Bad Nauheim zu einem 2:1-Heimerfolg über die Eispiraten Crimmitschau. Zuvor hatte Mark Lee (29.) die erste Führung der Roten Teufel durch Radek Krestan (20.) noch ausgleichen können. Der ECN führt in der Best-of-seven-Serie nun bereits mit 3:0, benötigt also nur noch einen Sieg zur Sicherung des Klassenerhalts.

Sebastian Groß/Stefan Wasmer

Die besten Bilder vom Sonntag aus der DEL2 (10 Einträge)

      

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