Haie unter Zeitdruck, Insolvenz ist kaum noch abzuwenden
„Unsere Gesellschafter tun sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten schwer, die durch fehlende Einnahmen entstandenen Lücken zu decken“, erklärte Geschäftsführer Thomas Eichin am Montag im Gespräch mit Eishockey NEWS die wirtschaftlich kritische Lage bei den Kölner Haien. „Irgendwann muss ich die Notbremse ziehen und Insolvenz anmelden, um nicht persönlich haftbar gemacht zu werden.“
Die Zeit wird für Eichin knapp, denn wenn ein Insolvenzantrag nicht spätestens zwei Wochen vor Ende der Vorrunde zurückgezogen wird, darf ein Club nicht an den Play-offs teilnehmen, zudem droht die Kündigung der Lizenz seitens der Liga. Die Vorrunde endet am 21. März, bis 7. März müsste ein Insolvenzantrag folglich schon wieder vom Tisch sein. In der vergangenen Saison hatten die Nürnberg Ice Tigers trotz Insolvenzantrag an der Endrunde teilnehmen dürfen. Das hatte bei einigen Clubs zu Verstimmungen geführt, woraufhin die Liga im Sommer ihre Statuten änderte.
Die Haie benötigen sofort 500.000 Euro, um den Gang zum Insolvenzverwalter abzuwenden. Insgesamt braucht Eichin sogar 1,5 Millionen Euro, um den Club zu retten.
Artikel vom 22.02.2010