CHL: Absage durch einige Ligen eine herbe Enttäuschung
Die Fortsetzung und Wiederbelebung der Champions Hockey League kommt nicht zustande. Wie der Internationale Eishockeyverband IIHF und das Schweizer Online-magazin hockeyfans.ch melden, konnte mit einigen der beteiligten Ligen keine Einigung erzielt werden. Hauptgrund der Absage ist, dass sich die Verhandlungspartner nicht über die Vertragsdauer von drei Jahren plus sechs Jahre einigen konnten. Einige Ligen hätten, wie hockeyfans.ch berichtet, eine uneingeschränkte Ausstiegsklausel gefordert.
Ein enttäuschter IIHF-Präsident René´Fasel sagte auf IIHF-com: „Wir bedauern zutiefst, dass wir die Entscheidung treffen mussten, die Bestrebungen einer Neulancierung der CHL einzustellen mangels eines klaren, langfristigen Engagements der Ligen und Clubs, welche die Voraussetzung für den Erfolg der Liga gewesen wäre. Es ist unmöglich eine internationale Liga mit wirtschaftlicher Nachhaltigkeit aufzubauen ohne einen stabilen Rückhalt zu haben. Obwohl der Vorschlag bezüglich Risiko und Ertrag für alle Parteien ausgeglichen war, haben einige wenige Mitglieder der europäischen Eishockey-Familie unsere langfristige Vision nicht geteilt." Und das, obwohl 75 Prozent der Einnahmen an die Clubs und Verbände geflossen wären.
Philippe Reuter Präsident und CEO von Infront Sports und Media sagte ebenfalls auf iihf.com unter anderem: „Infront hat sein Versprechen gehalten, ein realisierbares CHL-Format zu entwickeln und war bereit das finanzielle Hauptrisiko zu tragen. Jetzt ist eine große Chance verpasst worden. Wir hatten zudem einen neuen Hauptinvestor zugesichert und wir hatten klare Anzeichen dafür, dass weitere Sponsoren und TV-Anstalten bereit waren, in die CHL zu investieren. Mit der heutigen Entscheidung steht fest, dass Millionen von Euros nicht in das europäische Clubeishockey investiert werden.“
Artikel vom 09.03.2010