Die Frankfurt Lions sind dank ihres sechsten Sieges in Folge neuer Tabellenführer in der Deutschen Eishockey Liga. Die Hessen gewannen am Dienstag abend ihr Heimspiel gegen Hamburg mit 5:3 und haben nun zwei Punkte mehr auf dem Konto als der bisherige Spitzenreiter Berlin. Hamburg bleibt nach dieser Niederlage weiterhin auf dem vorletzten Platz.
Vor 4.900 Fans erwischten die Gäste einen Traumstart: Nach 20 Minuten hieß es nach Treffern von Tripp, Pielmeier und Ratchuk 3:0 für die Freezers. Im Laufe der Partie wachten die Lions aber auf und erzielten Tor um Tor. Gawlik gelang in der 47. Minute der Ausgleich, Ulmer und Schneider legten in der Schlussphase noch zwei Treffer nach.
Neuer Rangdritter sind nun die Grizzly Adams Wolfsburg, die nach zuletzt zwei Schlappen in Folge diesmal in Ingolstadt einen 8:3-Kantersieg landeten. Knackpunkt im Spiel war eine Spieldauer-Diszi gegen Panther-Verteidiger St. Jcques zu Beginn des Mittelabschnitts. In dieser Phase machten die Gäste aus einer 2:1-Führung ein 4:1. Laliberte und Green legten, bei einem Gegentreffer von Bellissimo, im Mitteldrittel noch zwei weitere Tore nach. Das muntere Toreschießen ging auch im Schlussabschnitt weiter. Ingolstadts Nationaltorhüter Pätzold verließ beim Stande von 3:8 nach knapp 44 Minuten entnervt sein Gehäuse.
Den Sprung auf Rang acht schafften die Kassel Huskies, die vor eigenem Publikum erneut sechs Tore schossen und damit Köln mit 6:5 in die Knie zwangen. Die Gäste aus der Domstadt musste allerdings kurzfristig auf Stammgoalie Weibel verzichten. Trotzdem führten die Haie nach 22 Minuten mit 2:0, doch die Huskies schossen in der 24. Minute innerhalb von 13 (!) Sekunden zwei Tore und drehten anschließend die Partie. Überragender Mann auf Seiten der Kasseler war der dreifache Torschütze Damon.
Ihre Talfahrt setzten die Augsburger Panther im Heimspiel gegen Hannover fort. Seit der Deutschland-Cup-Pause konnten die Panther keinen einzigen Punkt mehr holen. Diesmal hatte die Truppe von Cheftrainer Larry Mitchell gegen die glänzend eingestellten Scorpions keine Chance und gingen mit 1:4 unter. Augsburg bleibt dennoch mit 32 Punkten auf Rang sieben, Hannover ist nun Zwölfter.
Schlusslicht in der Tabelle bleiben die Krefeld Pinguine, die vor eigenem Publikum gegen Nürnberg mit 1:2 verloren. Nürnberg hat damit 14 von 18 möglichen Punkten aus den letzten Spielen geholt. Vor nur 2.000 Zuschauern stand es nach Toren von Brad Leeb für Nürnberg und Pavlikovsky für Krefeld lange Zeit 1:1. Das Game-Winning-Goal gelang Nürnbergs Ask in der 52. Minute. Nürnberg hat jetzt 29 Punkte auf dem Konto und steht damit auf Rang neun.