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Montag, 4. November 2013

Der 17. DEL-Spieltag im Rückblick Schwenningens Hang zum Besonderen, ein fast historisches Debakel und schlechte Nachrichten für fünf Clubs

Schwenningen gewann am Sonntag auch gegen den Zweiten Nürnberg.
Foto: imago

Mit aufsehenerregenden Ergebnissen verabschiedete sich die DEL am Sonntag in die Länderspielpause. Berlin schlitterte in Wolfsburg nur knapp an einem historischen Debakel vorbei, Schwenningen etablierte sich mit dem Erfolg gegen Nürnberg endgültig als Favoritenschreck, für Kölns Moritz Müller waren Freud und Leid in Straubing nur wenige Minuten getrennt und Krefeld sorgte gegen Hamburg spät für ein Novum in dieser Saison. Die Geschichte hat zudem noch schlechte Nachrichten für fünf Clubs parat. Der 17. DEL-Spieltag im Rückblick.

Sieg des Tages: Mit 4:1 setzten sich die Schwenninger Wild Wings gegen Nürnberg durch und gewannen damit am Wochenende auch das zweite Spiel gegen eines der Top-Teams. Überhaupt haben die Schwarzwälder bislang einen Hang zum Besonderen. Zwei der sieben Erfolge waren Kantersiege (8:1 gegen Wolfsburg, 8:0 gegen Augsburg), vor einer Woche zierten die Schwarzwälder mit einem positiven (!) Torverhältnis das Tabellenende und durch das 3:0 in Köln am Freitag hat der DEL-Rückkehrer genauso oft gegen den Spitzenreiter gewonnen wie der Rest der Liga - zweimal.

Demütigung des Tages: Mit 8:0 fertigten die Grizzly Adams Wolfsburg ihren eigentlichen Angstgegner Berlin ab und stellten damit den Clubrekord für den höchsten DEL-Erfolg ein. Für den Titelverteidiger war es die höchste Pleite seit dem 5. Januar 1997. Vor mehr als 16 Jahren waren die Eisbären im Derby bei den Berlin Capitals 2:10 untergegangen. Überhaupt verloren die Hauptstädter in der DEL-Geschichte nur zweimal noch deutlicher (1994/95 4:13 gegen Krefeld und eine Saison später 3:12 gegen Köln). Damals waren die Eisbären aber noch weit vom Glanz des Serienmeisters entfernt, der in dieser Spielzeit schon mehr als eine Schramme abbekommen hat.


Statistik des Tages: Schlechte Nachrichten für Schwenningen, München, Düsseldorf und Iserlohn. Die Erfolgsaussichten dieser vier Clubs die Playoffs zu erreichen, liegen nur noch bei 30 Prozent - zumindest wenn man die vergangenen fünf Jahre als Maßstab nimmt. Nur sieben Teams, die zur Deutschland-Cup-Pause in diesem Zeitraum nicht unter den Top Ten zu finden waren, schafften am Ende noch den Endrunden-Einzug. Noch schlechter stehen übrigens die Chancen, dass die Haie auch am späten Abend des 7. März 2014 noch auf Platz eins liegen. In den zurückliegenden fünf Spielzeiten verteidigte nur Berlin 2009/10 die Führung aus dem November bis zum Schluss.

Pechvogel des Tages: Erst erzielte Moritz Müller ein Traumtor, dann musste Kölns Verteidiger ins Krankenhaus. Zunächst hatte der Nationalspieler Straubings Abwehrspieler Sebastian Osterloh ganz alt aussehen lassen, ihm den Puck durch die Beine geschoben und dann eiskalt per Rückhand in den Winkel vollstreckt. Kurze Zeit später bekam Müller aber einen Puck ins Gesicht und zog sich bei der Aktion einen Kieferbruch zu. Überhaupt war der 6:1-Sieg der Haie von Verletzungen geprägt. Tigers-Stürmer Sandro Schönberger sowie die Haie John Tripp und Ales Kranjc schieden ebenfalls während der Begegnung aus. "Ein teuer erkaufter Sieg", meinte anschließend Kölns Trainer Uwe Krupp wenig begeistert.


Novum des Tages: Das hatte es in dieser Saison noch nicht gegeben. Gleich zwei Empty-Net-Goals markierten die Krefeld in der letzten Minute der Partie gegen Hamburg. Mitja Robar und Mark Voakes trafen ins von Sébastien Caron verlassene Gehäuse der Freezers. Zuvor hatten die 4.703 Zuschauer nur einen Treffer gesehen - David Fischers Siegtreffer bei doppelter Überzahl in der 14. Minute.

Bilder des Spieltags (7 Einträge)

 

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Notizen

  • gestern
  • Geschäftsführer Roland Schmid verlässt die Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) auf eigenen Wunsch und persönlichen Gründen. Alexander Fuchs, der während Schmids Amtszeit als weiterer Geschäftsführer in die Stuttgart Rebels Spielbetriebs-GmbH gekommen ist, wird die Geschicke nun allein weiter steuern.
  • gestern
  • Neues im Tor-Streit in der Oberliga Süd: Die Selber Wölfe haben ihren Widerspruch zurückgezogen, fordern aber eine bessere Aufarbeitung und fixe Videobeweis-Standards. Ein Tor in Deggendorf war nicht gegeben worden - ob den Unparteiischen ein funktionabler Videobeweis parat stand, bleibt unklar.
  • vor 2 Tagen
  • Paul Mayer ist U21-Förderspieler des Monats Januar in der DEL2. Mayer stand im Januar 22:21 Minuten pro Spiel auf dem Eis. Das war nicht nur der Höchstwert aller U21-Spieler, sondern auch der Bestwert seines Teams. Zudem war der Defender im Januar an zwei Treffern des ESVK beteiligt.
  • vor 3 Tagen
  • Geldstrafe für Dallas Eakins: Der Trainer der Adler Mannheim hat sich nach Ansicht des DEL-Disziplinarausschusses in der Partie vor der Pause gegen München unsportlich gegenüber den Spieloffiziellen verhalten.
  • vor 4 Tagen
  • Für Weidens Torhüter Felix Noack (Unterkörperverletzung) ist die DEL2-Saison voraussichtlich vorzeitig beendet. Zudem laborieren die Kontingentstürmer Zach Tsekos und Tyler Ward an kleineren Verletzungen.
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