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Sonntag, 2. November 2014

Ein sanierungsbedürftiger Reformfall Außerordentliche Mitgliederversammlung des DEB: Haushaltsplan für 2014 konnte nicht verabschiedet werden

Franz Reindl
Foto: Storch

Wen interessiert schon der Sport, wenn man sich auch trefflich um Satzungen, Einflüsse und Gelder streiten kann. Das deutsche Eishockey liegt sportlich am Boden, aber eine Außerordentliche Mitgliederversammlung des DEB ist nicht dafür da, dies zu diskutieren.

Vielmehr wird um einzelne Ein- und Ausgabeposten gestritten und an schnellen Lösungen scheint mancher nicht interessiert. Wer so manchen LEV-Vertreter bei der Außerordentlichen Mitgliederversammlung erlebt hat, der wundert sich nicht mehr, warum das deutsche Eishockey im Status Quo dort steht, wo es sich derzeit befindet. In Abwesenheit des bayerischen Landesfürsten Dieter Hillebrand tat sich natürlich einmal mehr Wolfgang Sorge aus Nordrhein-Westfalen hervor. Dass man mit solchen Personen niemals in der Lage sein wird, an den wahren Problemen des deutschen Eishockey zu arbeiten, dürfte jedem klar geworden sein. Der LEV Bayern mit seinem Boss Dieter Hillebrand glänzte bei dieser richtungsweisenden Versammlung gar durch Abwesenheit und fand es nicht für nötig, die Zukunft des deutschen Eishockeys persönlich zu diskutieren.

Immerhin, dass der DEB sanierungsbedürftig ist, beschloss die Versammlung bei einigen Enthaltungen ansonsten ohne Gegenstimme. Ebenso wurde das Präsidium einstimig beauftragt, Maßnahmen zur Sanierung einzuleiten. Und diese Maßnahmen sind vielfältig: So sollen die DEL- und DEL2-Clubs als Mitglieder in den DEB zurückkehren (eine entsprechende Erarbeitung einer Neufassung der Satzung wurde ebenso von den Mitgliedern auf den Weg gebracht) und sich im Gegenzug an der finanziellen Sanierung beteiligen. Desweiteren sollen die Mitgliedsbeiträge erhöht werden, zudem eine Lizenzgebühr von Spielern, Trainern und Schiedsrichtern im Bereich von 1 Euro pro Monat erhoben werden. Summasummarum sollen so in Zukunft pro Jahr mindestens 500.000 bis 600.000 Euro mehr im Jahr erlöst, da auch die LEV´s bereits sind auf Abgaben, zum Beispiel bei Länderspielen zu verzichten. Gemeinsam mit Charity-Veranstaltungen und erhöhten Vermarktungserlösen könnte der DEB so auf eine gesunde Basis gestellt werden, denn damit wäre die Größenordnung erreicht, die dem DEB derzeit strukturell Jahr für Jahr fehlt.

Allerdings: Der Haushaltsplan für 2014 wurde auch im zweiten Versuch nicht verabschiedet. Denn laut Satzung muss der Haushalt ausgeglichen sein, es ergibt sich aber ein Fehlbetrag von 233.600 Euro. Deshalb entschloss man sich, diesen Tagesordnungspunkt zu streichen. Eine Insolvenz steht dem Verband aber kurzfristig nicht bevor.

Deshalb wurden letztendlich auch die alten Präsidiumsmitglieder für die Jahre 2011 bis 2013 entlastet.


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Notizen

  • vor 4 Tagen
  • NHL in der Nacht: Die St. Louis Blues rücken immer näher an die Wild-Card-Plätze heran. Nach dem 6:2-Sieg (3:2, 2:0, 1:0) bei den Anaheim Ducks liegen sie nur nur drei Zähler zurück. Die Philadelphia Flyers landeten ebenso einen Auswärtssieg: Sie gewannen 4:1 bei den N.Y. Islanders (2:0, 1:1, 1:0).
  • vor 5 Tagen
  • Tim Lutz (25) hat seinen Vertrag bei den Eispiraten Crimmitschau (DEL2) um ein Jahr verlängert. Der Angreifer konnte in der abgelaufenen Saison verletzungsbedingt lediglich in der Endphase vier Matches bestreiten und verzeichnete dabei einen Assist.
  • vor 5 Tagen
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten der möglichen Spiele 7 in den noch nicht entschiedenen Viertelfinalserien festgelegt. Der Showdown zwischen München und Ingolstadt am Ostermontag würde um 16.30 Uhr beginnen, der zwischen Straubing und Berlin um 19 Uhr.
  • vor 6 Tagen
  • Wojciech Stachowiak (26) ist nach seinem Trade in die Organisation der Detroit Red Wings weiter in Topform. Der Nationalstürmer verzeichnete am Mittwoch beim 5:0-Sieg der Grand Rapids Griffins in Rockford ein Tor sowie zwei Assists und steht nun bei sieben Punkten in den jüngsten drei Matches.
  • vor 10 Tagen
  • Stürmer Roman Zap wird die Höchstadt Alligators nach einer Saison verlassen. Das gab der Oberligist bekannt. Der 22-Jährige suche eine neue Herausforderung. In 56 Spielen erzielte Zap 15 Tore und verbuchte zudem 19 Assists.
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