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Dienstag, 16. Juni 2015

Erster Cup für Timonen, Keith Playoff-MVP Chicago Blackhawks sind Stanley-Cup-Sieger 2015

Stanley-Cup-Sieger 2015: Chicago Blackhawks
Foto: imago

Die Chicago Blackhawks sind Stanley-Cup-Sieger 2015. Die Blackhawks besiegten in der Nacht zum Dienstag den Tampa Bay Lightning in Spiel sechs der Finalserie vor eigenem Publikum mit 2:0. Das Siegtor gelang Verteidiger Duncan Keith in der 38. Spielminute. Er wurde nach dem Spiel auch mit der Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs ausgezeichnet. Es ist der dritte Stanley-Cup-Sieg für die Blackhawks nach 2010 und 2013. Niklas Hjalmarsson, Marian Hossa, Patrick Kane, Duncan Keith, Brent Seabrook, Patrick Sharp und Kapitän Jonathan Toews waren bei allen drei Titelgewinnen dabei.

Toews ("Das fühlt sich nicht real an, sondern wie ein Traum. Es wird jedes Mal besser, ein unglaubliches Gefühl") durfte aus den Händen von Commissioner Gary Bettman den Cup entgegennehmen und konnte es schon beim obligatorischen Foto mit dem Ligaboss kaum erwarten, ihn in die Luft zu strecken. Nach einem kurzen Kuss und einem längeren Jubelschrei rief er nach Kimmo Timonen, der im Alter von 40 Jahren seinen ersten Cup gewinnen konnte: "Komm her Timo und nimm ihn", schrie er und forderte ihn auf, eine Runde mit dem Pokal zu drehen.

Timonen war während der Saison aus Philadelphia nach Chicago gekommen und hatte 2010 im den Blackhawks unterlegenen Team der Flyers gestanden. "Es ist unbeschreiblich", sagte er. "Davon habe ich die letzten 17 Jahre geträumt." Er hatte vor seinem Wechsel die gesamte Saison mit einer Verletzung verpasst. Nun beendet er seine Karriere. Antoine Vermette, der ebenfalls zur Trade Deadline verpflichtet worden war, und das Siegtor in Spiel fünf erzielt hatte, erhielt als Dritter den Stanley Cup.

Auch 2010 und 2013 hatten die Blackhawks den Cup jeweils im sechsten Spiel gewonnen - allerdings auswärts. 2010 erzielte Patrick Kane in der Overtime gegen Philadelphia das 4:3. 2013 gelang Dave Bolland 59 Sekunden vor dem Ende in Boston der Treffer zum 3:2-Sieg. Keith stand im Finale erneut 30 Minuten auf dem Eis, war mit drei Toren (alles Game Winning Goals) und 18 Vorlagen punktbester Verteidiger der Playoffs und ist nach Toews und Kane der dritte Spieler der Blackhawks des aktuellen Teams, der die Conn Smythe Trophy gewann. Insgesamt wurde seit 1965 zehnmal ein Verteidiger mit der Trophäe ausgezeichnet, zuletzt 2007 Scott Niedermayer.

Bilder von den Feierlichkeiten (8 Einträge)

 

Für die Mannschaft aus Chicago ist es der insgesamt sechste Titelgewinn nach 1934, 1938, 1961, 2010 und 2013. Damit ziehen sie in der Liste mit den Boston Bruins gleich, die ebenfalls sechs Titel gewonnen haben - zuletzt 2011. Drei Titel in sechs Jahren waren zuletzt den Detroit Red Wings (1997, 1998 und 2002) gelungen.

Die Blackhawks waren als siebtbestes der 30 Teams nach der Vorrunde in die Playoffs gegangen (102 Punkte). In der ersten Runde hatten sie Divisionsrivale Nashville Predators in sechs Spielen besiegt. Dabei hatte Goalie Scott Darling die Nummer eins Corey Crawford kurzzeitig verdrängt, nachdem dieser in den ersten beiden Spielen neun Gegentore kassiert hatte. In Runde zwei gegen Minnesota (4:0-Sweep) kehrte Crawford dann aber wieder zurück und feierte unter anderem einen Shutout. In der dritten Runde eliminierten die Hawks die Anaheim Ducks mit 4:3.

Für Tampa Bay war es nach 2004 die zweite Finalteilnahme. Nach dem Spiel wurde bekannt, dass Playoff-Top-Scorer Tyler Johnson mit einem gebrochenen Handgelenk gespielt hatte und Goalie Ben Bishop, der in der Serie zwischendurch von Andrei Vasilevskiy vertreten werden musste, eine Leistenverletzung erlitten hatte.


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Kurznachrichtenticker

  • vor 32 Minuten
  • Die Hammer Eisbären gehen mit den Stürmern Kevin Trapp und Thomas Lichnovsky (beide 22) in die Oberliga Nord. Angreifer Toni Lamers (19) kommt von den Moskitos Essen, für die er 2019/20 zwei Tore und acht Vorlagen in 34 Spielen erzielte, nach Hamm.
  • vor 36 Minuten
  • Marlon Wolf wird auch die Saison 2020/21 in der RB Hockey Akademie Salzburg verbringen. Der 17-jährige gebürtige Ingolstädter wechselte zur abgelaufenen Saison vom ERCI nach Deggendorf und absolvierte elf Spiele (ein Tor) im Oberliga-Team des DSC, ehe er per Leihe nach Salzburg wechselte.
  • vor einer Stunde
  • Christoph Kabitzky hat nach seinem Abschied bei Süd-Oberligist Selb in den Hannover Scorpions einen neuen Arbeitgeber gefunden. Der 26-Jährige hat neben bisher 115 Spielen in der Oberliga auch 201 DEL2-Partien absolviert. Für die Wölfe markierte er 2019/20 in 40 Partien 19 Tore und 30 Vorlagen.
  • vor 4 Stunden
  • Die vormalige EBEL hat ihren neuen Namen und heißt zukünftig bet-at-home ICE Hockey League. Der Saisonstart ist für den 25. September vorgesehen, als neues Ligamitglied sind die Bratislava Capitals mit dabei. Damit spielen nunmehr elf Teams aus vier verschiedenen Ländern in der multinationalen Liga.
  • vor 4 Stunden
  • Neu-Oberligist Herford hat Nico Schnell (21) vom zukünftigen Ligakonkurrenten Hannover Scorpions verpflichtet. 2019/20 legte der Verteidiger in 36 Partien sieben Tore für seine Teamkollegen auf. Insgesamt stand Schnell bisher 141-mal in der Oberliga auf dem Eis (zwei Treffer, 20 Assists).

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