Freitag, 19. Mai 2017

„Es war ein Eishockeyfest“ Reindl lobt sein Team, verteidigt Zuschauerzahl gegen Kanada und will Vertrag mit Sturm bald verlängern

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DEB-Präsident Franz Reindl.
Foto: Huebner

"Wenn man sich so aus dem Turnier verabschiedet, ins Viertelfinale kommt und gegen den Weltmeister ausscheidet - bei der Spielweise, die die Kanadier gezeigt haben - kann man einfach nur stolz sein." DEB-Präsident Franz Reindl hatte am Donnerstag nach dem Aus der Nationalmannschaft gegen Kanada viel Lob für seine Mannschaft parat. "Ich habe deutlich gespürt, dass die Mannschaft ins Halbfinale wollte, aber Kanada war sehr stark, sie sind eine Klasse für sich."

Dass es nicht mit der Überraschung klappte, lag vor allem an der fehlenden Offensive. Zwar gelangen 20 Torschüsse, qualitative waren aber nur sehr wenige dabei. "Wir haben es einfach über weite Strecken des Spiels verpasst, die nötige Offensive zu kreieren", sagte Moritz Müller.

Die Zuschauer feierten die Mannschaft dennoch, verabschiedeten sie mit stehenden Ovationen. Dass das Spiel nicht ausverkauft war - 16.653 Fans kamen und damit waren rund 2.000 Plätze frei - störte Reindl da nicht. "Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass auch dieses Spiel ausverkauft ist, aber wenn ich über 16.000 Fans im Stadion habe, ist das toll. Wir wissen, wie schwer Viertelfinalspiele zu verkaufen sind. Keiner kann planen. 25.000 Zuschauer an einem Tag muss man erstmal haben. Ich war stolz auf die Kulisse."

Es sei ein Eishockeyfest gewesen, das man bisher in Köln erlebt habe. Auch die deutsche Mannschaft beigetragen habe. "Elf Punkte in dieser Gruppe zu schaffen und dann ins Viertelfinale zu kommen, ist schon viel. Ich bin stolz darauf, welche Leidenschaft die Mannschaft gezeigt hat." Deutschland beendet das Turnier als Achter und wird nun auch Achter in der Weltrangliste sein.

Reindl kündigte auch an, den Vertrag mit Bundestrainer Marco Sturm bald verlängern zu wollen. Dieser läuft noch bis nach der WM in Dänemark im kommenden Jahr: "Allein die Fakten sprechen für ihn", sagte Reindl und sprach damit die beiden Viertelfinalteilnahmen in Folge sowie die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Pyeongchang an. "Es ist toll, was er aus dem Gebilde Nationalmannschaft wieder gemacht hat. Er hat Emotionen geweckt. Es ist toll zu sehen, wie die Spieler sich freuen, in der Kabine zu sein. Er hat eine Trainerstab geformt, der es schafft, dass es eine optimale Betreuung im Team gibt, dass jeder gerne kommt."

Michael Bauer



Kurznachrichtenticker

  • vor 10 Stunden
  • Die Eispiraten Crimmitschau müssen voraussichtlich rund zwei Wochen lang auf Verteidiger Andre Schietzold verzichten: Der Kapitän des Tabellenachten der DEL2 musste sich bereits am Montag wegen einer Entzündung am Arm einem kleinen operativen Eingriff unterziehen.
  • vor 14 Stunden
  • Verteidiger Marc Kohl vom DEL2-Club EC Bad Nauheim weilt in dieser Woche für ein Probetraining beim Liga-Konkurrenten Lausitzer Füchse. Der 26-Jährige, der zuletzt wegen einer Knieverletzung seit Mitte November pausieren musste, bestritt bislang 306 Zweitligapartien mit 44 Scorer-Punkten.
  • vor 15 Stunden
  • Vertragsauflösung: Stürmer Juuso Rajala (29) verlässt die Dresdner Eislöwen aus der DEL2 endgültig. Der Finne (71 Punkte in 71 DEL2-Partien) war von den Sachsen bereits Mitte Dezember freigestellt worden und hatte seitdem auf Tryout-Basis für den schwedischen Zweitligisten IF Troja-Ljungby gespielt.
  • vor 19 Stunden
  • Die Hannover Indians aus der Oberliga Nord haben den Vertrag mit ihrem Kapitän Branislav Pohanka frühzeitig um drei weitere Jahre verlängert. In der laufenden Spielzeit kam der 33-jährige Angreifer bisher auf 30 Einsätze, in denen er 26 Tore erzielte und 21 Assists lieferte.
  • vor 19 Stunden
  • Süd-Oberligist EC Peiting hat sich kurz vor dem Beginn der Meisterrunde am Freitag nochmals personell verstärkt und Angreifer Valentin Kopp verpflichtet. Der 20-jährige Flügelstürmer kommt aus der AlpsHL vom EC Red Bull Salzburg II. Letzte Saison stand Kopp für den EV Landshut auf dem Eis.

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