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Dienstag, 5. Dezember 2017

Pressekonferenz in Mannheim Für Hopp war Zäsur unumgänglich, neuer Adler-Trainer Stewart formuliert sofort ambitioniertes Ziel

Handschlag: Adler-Chef Daniel Hopp (links) mit Bill Stewart.<br/>Foto: Binder<br/>
Handschlag: Adler-Chef Daniel Hopp (links) mit Bill Stewart.
Foto: Binder

"Ich habe keinen anderen Weg gesehen, als diesen radikalen Schritt zum Wohle des Vereins zu gehen." So begründete Mannheims Gesellschafter Daniel Hopp am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Trainers Bill Stewart die Entlassung von Manager Teal Fowler, Coach Sean Simpson und dessen Assistenten Colin Muller einen Tag zuvor. Die 2:4-Pleite bei Schlusslicht Straubing am Sonntag habe "das Fass zum Überlaufen gebracht", so der Adler-Chef. Weder Ergebnis noch Auftreten der Mannschaft hätten gepasst und letztlich die "Zäsur" (Hopp) unumgänglich gemacht. Mit nur 15 Siegen aus 28 Spielen sind die Kurpfälzer derzeit nur Tabellensiebter - viel zu wenig für die Ansprüche des Clubs.


Nun soll ausgerechnet Stewart, der Mitte Oktober nach nur wenigen Wochen in Straubing entlassen worden war, die Wende herbeiführen und die Saison retten. "Es ist surreal, zurück zu sein", erklärte der 60-jährige Kanadier, der von 2000 bis 2004 schon einmal hinter der Bande stand, die Adler einmal zum Titel führte, allerdings auch durch zahlreiche Eskapaden für Schlagzeilen sorgte. "Man kann nichts ungeschehen machen", sagte Stewart in Bezug auf einen vorgetäuschte Ohnmachtsanfall, eine Schlägerei mit dem heutigen Wolfsburger Coach Pavel Gross oder einen Bierflaschenwurf durch eine Scheibe des eigenen Mannschaftsbuses. "Ich habe absolut daraus gelernt. Ich bin jetzt zurück und kann es besser machen." Seine neue Mannschaft sei "ein gutes Hockey-Team", so Stewart und formulierte deshalb gleich mal ein ambitioniertes Ziel: "Ich will jedes Spiel gewinnen." Unterstützung soll er dabei vom langjährigen Adler-Manager Marcus Kuhl erhalten, der auf Wunsch von Stewart als Teamleiter dem Coach den Rücken freihalten soll.


Derweil suchen die Adler mit Hochdruck einen neuen Sportlichen Leiter. Diese Personalie habe eine extrem wichtige und strategische Bedeutung. Hopp betonte aber: "Wir wollen den Bestmöglichen, aber nicht den Schnellstmöglichen." Bis dahin sollen die alten Weggefährten Stewart, der nur einen Vertrag bis Saisonende unterschrieb, und Kuhl die Adler zurück auf Kurs bringen. Erste Chance: Am Freitag beim ebenfalls kriselnden ERC Ingolstadt.


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Kurznachrichtenticker

  • gestern
  • Routinier Esbjörn Hofverberg hat seinen Vertrag bei den EXA IceFighters Leipzig nochmals um ein Jahr verlängert. Der 47-jährige Verteidiger steht seit 2014 für den Nord-Oberligisten auf dem Eis. In 52 Spielen kam Hofverberg in der Saison 2017/18 zu drei Torerfolgen und 22 Assists.
  • gestern
  • Die deutsche U17-Nationalmannschaft hat auch das zweite Spiel beim 5-Nationen-Turnier in Piešťany (Slowakei) für sich entschieden. Einen Tag nach dem 7:5-Erfolg gegen den Gastgeber setzte sich die Mannschaft von Honorartrainer Thomas Schädler gegen die Schweiz mit 3:1 durch.
  • gestern
  • Angreifer Jordan George verlässt den ERC Ingolstadt wieder. Wie der DEL-Club am Donnerstag mitteilte, wurde der Vertrag des 27-Jährigen auf dessen Wunsch hin aufgelöst. George war erst diesen Sommer von den Fischtown Pinguins Bremerhaven nach Ingolstadt gewechselt.
  • vor 2 Tagen
  • Die deutsche U17-Nationalmannschaft ist erfolgreich in das 5-Nationen-Turnier in Piešťany (Slowakei) gestartet. Die Mannschaft von Honorartrainer Thomas Schädler besiegte den Gastgeber aus der Slowakei zum Turnierauftakt mit 7:5 (3:0, 3:3, 1:2).
  • vor 2 Tagen
  • Süd-Oberligist SC Riessersee hat sich mit Stürmer Leon Müller verstärkt. Der gebürtige Schweinfurter verbrachte die letzten Jahre in der Nachwuchsabteilung beim SC Bietigheim-Bissingen und kam in der abgelaufenen Saison auch zu 36 Einsätzen (ein Tor, eine Vorlage) bei den Steelers in der DEL2.

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