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Dienstag, 13. Februar 2018

Eine Rückkehr in die Heimat „Es ist so ein bisschen wie nach Hause kommen“ – Sean Backman kehrt mit den Eisbären nach Ontario zurück

<p>Sean Backman und seine Frau bei ihrer Ankunft in Berlin vergangenen Sommer .</p><p>Foto: City-Press</p>

Sean Backman und seine Frau bei ihrer Ankunft in Berlin vergangenen Sommer .

Foto: City-Press

Die Eisbären Berlin bereiten sich während der Olympiapause in Kalifornien auf die restlichen DEL-Spiele und die anschließenden Playoffs vor. In der Nacht zum Mittwoch treffen sie dort in einem Testspiel auf das AHL-Team Ontario Reign. Das Spiel wird auf Sprade TV ab 04:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit live zu sehen sein. Für einen Berliner, nämlich Angreifer Sean Backman ist die Partie eine Rückkehr in die Heimat und zum alten Club. Eishockey NEWS sprach in Los Angeles vorab mit dem 31-jährigen US-Amerikaner.


Herr Backman, wie fühlt es sich an, mit den Eisbären nach Ontario zurückzukehren?

Sean Backman: "Es ist so ein bisschen, wie nach Hause kommen. Ich haben vier Jahre in der Organisation der Los Angeles Kings gespielt. Von daher ist das Spiel gegen die Reign etwas ganz Besonderes für mich."

Werden die Familie und auch Freunde in der Arena sein?

Backman: "Meine Frau ist aus Berlin mitgekommen, ihre ganze Familie ist mit da. Von mir sind beide Schwestern dabei. Die leben in Kalifornien, denn mein Schwager Matt Moulson spielt seit dieser Saison für Ontario, der andere Schwager Jonathan Quick bei den Kings. Mein Großvater ist ebenfalls da und meine Mutter kommt extra aus Connecticut eingeflogen. Aber nicht nur wegen des Spiels. Sie sieht zum ersten Mal ihren kleinen Enkel Bo Richard, der am 7. September kurz vor dem Saisonstart in Berlin zur Welt kam.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit ihrer Zeit in Ontario?

Backman: "Ich habe die Zeit hier sehr genossen. Wir hatten als Team viel Spaß miteinander und ich habe noch sehr viele Kumpels dort. Mit den ganz engen Freunden stehe ich noch regelmäßig im Kontakt."

Gab es dabei auch Nachfragen zu den Eisbären, was man von dem deutschen Team erwarten muss?

Backman: "Es ist schon ein bisschen komisch. Beide Teams gehören zur gleichen Organisation. Keiner weiß so richtig, was er von dem Spiel erwarten soll. Uns geht es genauso, vor allem die deutschen Spieler haben ja bis auf einige Ausnahmen noch nie auf der kleineren Eisfläche gespielt. Dennoch glaube ich, dass uns allen die Partie sehr viel Spaß machen wird."

Nach einem halben Jahr in Deutschland, wie groß sind die Unterschiede zwischen der DEL und der AHL?

Backman: "Offensichtlich eigentlich nur die unterschiedlich großen Eisflächen. Ansonsten ist es doch so, dass viele ehemalige AHL-Spieler in die DEL gewechselt sind. Von daher ist das Niveau und der Spielstil sehr ähnlich."

Einen Unterschied gibt es aber doch - die Fans. Werden die Ontario-Fans von der lautstarken Unterstützung der 150 mitgereisten Berliner Anhängern überrascht sein?

Backman: "Es wird tatsächlich sehr spannend zu beobachten sein, wie die Reign-Anhänger auf die Eisbären-Fans mit ihren Gesängen reagieren. Obwohl ich aber auch sagen muss, dass die Fans in Ontario sehr begeisterungsfähig sind. Die Heimspiele waren zu meiner Zeit mit 8.000 bis 9.000 Zuschauern immer sehr gut besucht."

Abschließend, wie finden Sie die Idee, während der Olympiapause in Kalifornien zu trainieren?

Backman: "Es ist eine Abwechslung. Das Wichtigste aber ist, überhaupt aufs Eis gehen zu können. Denn eine lange Pause einzulegen wäre nicht gut. Und auch das Spiel gegen Ontario hilft, um die Sinne wach zu halten."

Interview: Michael Lachmann


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Kurznachrichtenticker

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  • Routinier Esbjörn Hofverberg hat seinen Vertrag bei den EXA IceFighters Leipzig nochmals um ein Jahr verlängert. Der 47-jährige Verteidiger steht seit 2014 für den Nord-Oberligisten auf dem Eis. In 52 Spielen kam Hofverberg in der Saison 2017/18 zu drei Torerfolgen und 22 Assists.
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  • Die deutsche U17-Nationalmannschaft ist erfolgreich in das 5-Nationen-Turnier in Piešťany (Slowakei) gestartet. Die Mannschaft von Honorartrainer Thomas Schädler besiegte den Gastgeber aus der Slowakei zum Turnierauftakt mit 7:5 (3:0, 3:3, 1:2).
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  • Süd-Oberligist SC Riessersee hat sich mit Stürmer Leon Müller verstärkt. Der gebürtige Schweinfurter verbrachte die letzten Jahre in der Nachwuchsabteilung beim SC Bietigheim-Bissingen und kam in der abgelaufenen Saison auch zu 36 Einsätzen (ein Tor, eine Vorlage) bei den Steelers in der DEL2.

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