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Montag, 11. Juni 2018

„Fantastisch, wenn man sowas erleben darf" Christian Ehrhoff über die Ehrung mit der DEB-Ehrenmitgliedschaft und die Entscheidung zum Karriereende

<p>Wurden vergangenes Wochenende offiziell aus der Nationalmannschaft verabschiedet: Patrick Reimer, Christian Ehrhoff und Marcel Goc.<br/>Foto: DEB<br/></p>

Wurden vergangenes Wochenende offiziell aus der Nationalmannschaft verabschiedet: Patrick Reimer, Christian Ehrhoff und Marcel Goc.
Foto: DEB

Christian Ehrhoff wurde zusammen mit den anderen Silbermedaillen-Gewinnern vergangenes Wochenende auf der DEB-Mitgliederversammlung die Ehrenmitgliedschaft des DEB verliehen. Im Interview spricht er unter anderem über die Ehrungen, seine Entscheidung zum Karriereende und den DEL-Standort Krefeld.

Herr Ehrhoff, ist Olympia 2018 immer noch so präsent und nimmt es immer noch viel Platz im Kopf ein?

Christian Ehrhoff: "Ja, absolut. Ich hatte auch die ganze Zeit Gänsehaut, als ich die Bilder wieder gesehen habe. Das ist nach wie vor eine tolle Sache."

Werden Sie auch weiterhin darauf angesprochen?

Ehrhoff: "Klar! Wir sind ja auch immer noch bei diversen Ehrungen, letztens erst in Berlin bei der Verleihung des Silbernen Lorbeerblatts. Das war eine riesige Ehre im Schloss Bellevue. Fantastisch, wenn man sowas erleben darf. Vergangenes Wochenende mit der DEB-Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet zu werden, war natürlich auch eine super Sache. Deswegen wird man immer wieder darauf angesprochen, mir erzählen die Leute immer noch, wo sie am Sonntag um fünf Uhr morgens während des Finales waren. Ich denke, dieses Erlebnis wird uns noch lange begleiten."

Kommt jetzt schon ein bisschen Wehmut auf, nachdem Sie Ihre Karriere ja beendet haben oder sind Sie mit dieser Entscheidung nach wie vor zufrieden?

Ehrhoff: "Ich bin mit der Entscheidung absolut im Reinen und habe dabei noch nicht einmal meine Zweifel gehabt. Ich freue mich jetzt auf neue Herausforderungen und versuche jetzt erstmal, den Kopf ein bisschen frei zu kriegen und mich meinen Hobbys zu widmen. Außerdem habe ich ein Projekt in Moers mit einer Physiotherapie beziehungsweise einem Fitnesszentrum am Laufen, das ich mit anschieben werde und da meine Ideen mit einbringe. Da bin ich auf jeden Fall gut beschäftigt."

Zeit für die Familie wird momentan auch eine große Rolle spielen, oder?

Ehrhoff: "Definitiv! Ich habe ja drei Töchter und da ergibt sich aus dem normalen Tagesablauf schon, dass man da sehr beschäftigt ist. Schön ist es natürlich auch, die Wochenenden daheim sein zu können und mit den Kindern verbringen zu können. Das wird dann auch zum August und September hin der größte Unterschied sein, wenn es für die Jungs wieder aufs Eis geht. Ich kann dann fürs Wochenende einfach mal was planen."

Man hat ja auch beim Empfang nach der Landung aus Südkorea gesehen, dass sich Ihre Töchter mächtig gefreut haben...

Ehrhoff: "Ja, absolut. Für die ist das natürlich eine schöne Sache, obwohl ich eingestehen muss, dass sie nicht ganz einverstanden mit meinem Karriereende waren. Die sind richtig gerne mit zu den Spielen gegangen und vor allem nach den Siegen mit aufs Eis, da haben die sich immer besonders drauf gefreut. So gesehen wird das für die drei auch eine kleine Umstellung."

Sie haben schon mal angedeutet, dass in einem halben Jahr bis einem Jahr was kommt mit Ihnen in Verbindung. In welchem Bereich können wir Sie dann voraussichtlich sehen?

Ehrhoff: "Das weiß ich noch nicht. Ich will mir das auch offen lassen und nicht in irgendeine Richtung einschränken."

Wie denken Sie generell über den Standort Krefeld? Gerade auch dahingehend, was dort im Moment so passiert...

Ehrhoff: "Dazu möchte ich eigentlich nur sagen, dass Krefeld als Eishockey-Standort unbedingt erhalten werden muss. Eishockey gehört einfach zu Krefeld."

Interview: Michael Bauer


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Kurznachrichtenticker

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  • Routinier Esbjörn Hofverberg hat seinen Vertrag bei den EXA IceFighters Leipzig nochmals um ein Jahr verlängert. Der 47-jährige Verteidiger steht seit 2014 für den Nord-Oberligisten auf dem Eis. In 52 Spielen kam Hofverberg in der Saison 2017/18 zu drei Torerfolgen und 22 Assists.
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  • Die deutsche U17-Nationalmannschaft hat auch das zweite Spiel beim 5-Nationen-Turnier in Piešťany (Slowakei) für sich entschieden. Einen Tag nach dem 7:5-Erfolg gegen den Gastgeber setzte sich die Mannschaft von Honorartrainer Thomas Schädler gegen die Schweiz mit 3:1 durch.
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  • Die deutsche U17-Nationalmannschaft ist erfolgreich in das 5-Nationen-Turnier in Piešťany (Slowakei) gestartet. Die Mannschaft von Honorartrainer Thomas Schädler besiegte den Gastgeber aus der Slowakei zum Turnierauftakt mit 7:5 (3:0, 3:3, 1:2).
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  • Süd-Oberligist SC Riessersee hat sich mit Stürmer Leon Müller verstärkt. Der gebürtige Schweinfurter verbrachte die letzten Jahre in der Nachwuchsabteilung beim SC Bietigheim-Bissingen und kam in der abgelaufenen Saison auch zu 36 Einsätzen (ein Tor, eine Vorlage) bei den Steelers in der DEL2.

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