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Mittwoch, 12. September 2018

Vertragswerk in Bietigheim offiziell unterzeichnet DEL und DEL2 haben formelle Hürde zu Auf- und Abstieg ab 2020/21 überwunden – Tripcke: „Eine Ausstiegsklausel gibt es keine“

<p>DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, DEL2-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Peter Merten und DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch bei der Vertragsunterzeichnung.<br/>Foto: Groß<br/></p>

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, DEL2-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Peter Merten und DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch bei der Vertragsunterzeichnung.
Foto: Groß

In einer dreigeteilten Pressekonferenz stimmte die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL2) am Mittwochmittag in Bietigheim auf die neue Spielzeit ein, die am Freitagabend beginnt. Höhepunkt war dabei die Unterzeichnung der Vereinbarung zu Auf- und Abstieg zwischen DEL und DEL2 nach der Saison 2020/21. DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch und DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke unterschrieben den Vertrag am Mittwochmittag in der EgeTrans Arena, der Heimstätte des amtierenden DEL2-Champions Bietigheim Steelers.

René Rudorisch zeigte sich erfreut mit dem Ergebnis: "Das gibt der Sportart und der Liga eine gewisse Perspektive und Entwicklungschance." Und auch die ambitionierten Clubs der DEL2 können jetzt an Visionen für die Zukunft arbeiten. "Speziell an den Standorten muss eine Meisterschaft belohnt werden", erklärt Rudorisch. Das kann dann ab 2021 erstmals seit 15 Jahren wieder der Fall sein. "In dieser Frage gibt es kein richtig und falsch. Wir haben eine gute Regelung und einen Konsens gefunden. Und wir haben dieses ewige Thema vom Tisch", so DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke zur Wiedereinführung von Auf- und Abstieg ab 2021 - und weiter: "Das Ziel muss sein, dass mittelfristig alle DEL2-Clubs auf dem Level sind, einen Aufstieg zu realisieren." Das wäre der Idealfall. Dr. Peter Merten, Aufsichtsratsvorsitzender der ESBG, spricht von "gut der Hälfte aller DEL2-Clubs", die in den nächsten Jahren bereit sein sollen, eine Meisterschaft mit dem möglichen Aufstieg in die DEL zu vergolden. So oder so heißt das: Vor den Clubs der DEL2 liegen große Aufgaben in den kommenden Jahren, um die Entwicklung der letzten Jahre noch weiter fortzusetzen.

"Eine Ausstiegsklausel gibt es keine", stellt DEL-Geschäftsführer Tripcke auf Nachfrage noch einmal klar. Wenn beide Parteien ihre Hausaufgaben bis zur Saison 2020/21 machen, wird der Vertrag in Kraft treten. Dann wird der Letzte der DEL-Hauptrunde 2020/21 der sportliche Absteiger aus der Eliteliga sein und der DEL2-Meister 2021 kann, sofern er 2020 vor der Saison die Bürgschaft hinterlegt hat und am Ende durch die Lizenzierung kommt, in der Spielzeit 2021/22 in der DEL spielen.

DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch blickte zudem auf die vergangene Saison und den Sommer zurück. Mit einem Rekordetat von 36 Millionen Euro hatten die 14 DEL2-Clubs die Spielzeit 2017/18 abgeschlossen. Und im Sommer hatte die Liga mit dem SC Riessersee ihren Vizemeister verloren. "Fakt ist, der SC Riessersee hat sich die letzte Saison sportlich gut präsentiert. Aber es hat sich herausgestellt, dass man wirtschaftlich angeschlagen ist", blickt Rudorisch zurück. Am Ende reichte es nicht für die Garmisch-Partenkirchener und der SC Riessersee zog sich in die Oberliga Süd zurück. Der SCR wurde vom Aufsteiger Deggendorfer SC ersetzt, der sportliche Absteiger aus Bayreuth durfte die Klasse halten.

Mit einer Planleistung der Clubs von 33,2 Millionen Euro geht die DEL2 in die neue Saison - und hat damit die Chance, auf einen ähnlichen Umsatz zu kommen wie in der abgelaufenen. Ca. 18,6 Millionen davon macht der Personaltetat aus, was etwa 56 Prozent entspricht. Ein "gesundes Maß", wie DEL2-Geschäftsführer Rudorisch festhält. Der Sommer wurde zudem genutzt, ein gemeinsames deutschsprachiges Regelbuch für DEL und DEL2 anzufertigen. "Wir wollen die beiden Profiligen angleichen auf dem Eis", so Rudorisch dazu. Eine neue Vereinbarung gibt es auch zwischen der DEL2 und SpradeTV, die über die nächsten drei Jahre läuft.

Zum Abschluss der Pressekonferenz blickten noch die Verantwortlichen der Bietigheim Steelers auf die Zukunft voraus. Mit dem Konzept "100 Prozent Bietigheim, 100 Prozent Steelers" wollen die Schwaben in den nächsten Jahren bei den Sponsoren der Region ankommen und eines der Teams sein, das sich 2021 im Rennen um den DEL-Aufstieg platziert. "Nach wie vor sind Frankfurt, Kassel, Dresden, Kaufbeuren und Ravensburg unsere schärfsten Konkurrenten", so Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch am Ende zum sportlichen Ausblick auf die kommende DEL2-Saison, in der sein Team als Titelverteidiger an den Start geht. Noch gelang es keinem Team seit der Einführung der eingleisigen 2. Liga, den Titel zu verteidigen.

Sebastian Groß


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  • Daniel Jun, jetzt Trainer der U20 in Kaufbeuren, wurde am Samstag von seinem ehemaligen Team, den Höchstadt Alligators, und Weggefährten mit einem Spiel in Höchstadt verabschiedet. Dabei siegte sein Team Jun mit 6:4 (1:1, 1:3, 4:0) gegen die Alligators. Jun selbst erzielte zwei Tore.
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