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Donnerstag, 14. März 2019

Aktuelles Interview "Das ist ein Erfolg der ganzen Mannschaft" – Nikola Gajovsky über seine Wahl zum Spieler des Jahres der Oberliga Süd

<p>Nikola Gajovsky wurde zum zweiten Mal zum Spieler des Jahres in der Oberliga Süd gewählt.<br/></p><p>Foto: Feldmeier<br/></p>

Nikola Gajovsky wurde zum zweiten Mal zum Spieler des Jahres in der Oberliga Süd gewählt.

Foto: Feldmeier

Bereits zum zweiten Mal in seiner vierten Saison in Deutschland ist Nikola Gajovsky von den Eisbären Regensburg der Spieler des Jahres der Oberliga Süd. Der Höhenflug des Teams aus der Domstadt ist eng mit dem 31-jährigen Tschechen verbunden, der in der Hauptrunde hinter dem Selber Ian McDonald der zweitbeste Scorer der Liga war.

Herr Gajovsky, nach Ihrer Premierensaison in Deutschland 2015/16 sind Sie zum zweiten Mal Spieler des Jahres der Oberliga Süd. Was bedeutet Ihnen dieser Erfolg?

Nikola Gajovsky: "Eishockey ist ein Teamsport ... also nichts (lacht). Es bedeutet, dass ich mit guten Spielern zusammenspiele. Allein kann ich nichts machen. Das ist ein Erfolg der ganzen Mannschaft."

Bei der Wahl durften die Trainer von allen Ligakonkurrenten abstimmen. Ist es eine Ehre für Sie, dass auch die Trainer der Konkurrenz Sie als besten Spieler sehen?

Gajovsky: "Die gegnerischen Trainer sehen uns als Mannschaft spielen. Ich bin Center in der besten Reihe und somit häufig an der Scheibe und in Aktion. Da kann es natürlich sein, dass die den Gajovsky besonders häufig sehen. Aber nochmal: Es ist ein Erfolg des ganzen Teams und nicht von mir alleine."

Sie sind bereits die vierte Saison in Regensburg und haben ihren Vertrag kürzlich bis 2024 verlängert. Warum gefällt es Ihnen in Regensburg so gut?

Gajovsky: "Ich bin hier sehr zufrieden. Die großen Entscheidungen mache ich auch nicht alleine, sondern die ganze Familie. Also mit meiner Frau, die hier auch sehr glücklich ist. Außerdem brauchen wir nur zweieinhalb Stunden nach Prag oder in unsere Heimatstadt Pisek. Zudem ist Regensburg einfach auch die schönste Stadt in der Oberliga. Das Stadion und die Fans sind top. Es passt also alles. Warum sollte ich daran etwas ändern? Es gibt keinen Grund."

Im Vergleich zur Vorsaison läuft es für die Eisbären dieses Jahr deutlich besser: Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe dafür?

Gajovsky: "Die Qualität bei uns in der Mannschaft hat sich extrem geändert. Die jungen Spieler wollen alle und sind sehr ehrgeizig. Zudem trainieren wir deutlich mehr und spielen immer mit vier Reihen. Eine große Rolle spielen auch die Verletzungen. Das hat uns letzte Saison schon viele Spiele gekostet. Wenn man vorne steht, hat man auch das Glück, enge Spiele zu gewinnen."

Was gibt Ihnen die Hoffnung, dass es dieses Jahr mit dem Aufstieg klappt?

Gajovsky: "Ich hoffe, dass wir verletzungsfrei bleiben. Die Playoffs sind eine eigene Liga. Da ist es egal, ob man zuvor Zweiter oder Sechster ist. Die aktuelle Form muss passen. Dann spielt auch das Glück eine Rolle. Zudem kann niemand sagen, ob die vielen jungen Spieler bei uns in den Playoffs ein Vor- oder ein Nachteil sind. Einerseits haben sie zwar nicht die Erfahrung in solchen Extremsituationen, anderseits ist aber auch der Druck für sie nicht so hoch. Sie können befreiter aufspielen und müssen sich keinen so großen Kopf machen."

Mit Richard Divis, Petr Heider und Tomas Gulda spielen sie in einer sehr tschechisch geprägten Reihe. Macht diese Tatsache das Verständnis und die Kommunikation auf und neben dem Eis einfacher?

Gajovsky: "Ja, wir haben alle unsere Ausbildung im tschechischen Nachwuchs gemacht. Die tschechische Spielweise ist nicht so mit Vollgas nach vorne, wie das in Nordamerika oder auch in Deutschland gespielt wird. In Tschechien dagegen liegt der Fokus mehr auf Scheibenbesitz und technisch versiertem Eishockey. "

Interview: Sebastian Saradeth

Das komplette Interview mit Nikola Gajovsky finden Sie auch in unserem Playoff-Sonderheft, das seit der vergangenen Woche am Kiosk erhältlich ist oder jederzeit gerne in unserem Online-Shop bestellt werden kann.


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Kurznachrichtenticker

  • vor 7 Stunden
  • Die Krefeld Pinguine haben mit Tom-Eric Bappert ihren ersten Neuzugang für die Spielzeit 2019/20 verkündet. Der 20-jährige Verteidiger wechselt von den Iserlohn Roosters zu den Seidenstädtern und erhält dort einen Vertrag über mehrere Jahre. 2018/19 blieb Bappert in 20 DEL-Spielen ohne Punkt.
  • vor 9 Stunden
  • Die Sonthofen Bulls aus der Oberliga Süd haben den 19-jährigen Angreifer Robert Hechtl verpflichtet. Er kam 2018/19 in 15 Spielen für Ligakonkurrent Höchstadt zum Einsatz und verbuchte dort vier Tore und zwei Vorlagen. Für die U20 des ERC Ingolstadt kam er in 32 Partien auf 47 Tore und 33 Vorlagen.
  • vor 2 Tagen
  • Hannes Albrecht hat seinen Vertrag bei den EXA IceFighters Leipzig nochmals um ein Jahr verlängert. Der 29-jährige Angreifer hatte erst im Februar sein Comeback gegeben, nachdem er seine aktive Karriere ursprünglich vergangenen Sommer für beendet erklärt hatte.
  • vor 2 Tagen
  • Der DEL-Disziplinarausschuss hat Münchens Yannic Seidenberg für ein Spiel gesperrt. Der Verteidiger fehlt damit am Sonntag in Spiel 3 gegen Berlin. Weiterhin erhielt John Mitchell eine Geldstrafe. Ein weiteres Verfahren gegen Andreas Eder wurde eingestellt.
  • vor 3 Tagen
  • Jens Meilleur (EC Kassel Huskies) beendet seine aktive Karriere mit erst 26 Jahren, um auf der Farm seiner Eltern in Kanada zu arbeiten. Meilleur war zur DEL2-Saison 2014/15 aus der kanadischen Jugend-Liga WHL zu den Huskies gestoßen und gewann einmal die Meisterschaft.

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