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Freitag, 12. April 2019

Ex-Bundestrainer übt harsche Kritik Marco Sturm fordert radikales Umdenken und deutliche Reduzierung der Ausländerstellen in der DEL

Ex-Bundestrainer Marco Sturm fordert ein radikales Umdenken in Sachen Nachwuchsarbeit und eine Reduzierung der Ausländerstellen in der DEL.

Foto: City-Press

Marco Sturm, langjähriger NHL-Profi und ehemaliger Bundestrainer hat (wieder einmal) den Finger in die Wunde gelegt. Im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) fordert der Landshuter ein radikales Umdenken sowie eine deutliche Reduzierung der Ausländerstellen in der DEL, um die Zukunft des deutschen Eishockeys zu sichern.

Marco Sturm sagte dem sid: "Mit der einen oder anderen kleinen Änderung wird man den großen Fisch nicht fangen. Es muss mehr passieren. Wenn wir so weitermachen, haben wir nie die Möglichkeit, in der Welt unter den Top Acht zu bleiben."

Sturm, der im November 2018 nach rund drei Jahren als Bundestrainer zurücktrat und dann als Co-Trainer zu den Los Angeles Kings in die NHL wechselte, fordert zudem eine deutliche Reduzierung der Ausländerstellen. Gegenüber dem Sport-Informations-Dienst sagte er: "Es müssen mehr deutsche Spieler Möglichkeiten bekommen. Die anderen Nationen schlafen nicht, sondern werden immer besser. Irgendwann sagen wir - hätten wir es doch gemacht."

Die Ansätze zu Verbesserungen im deutschen Nachwuchsbereich gehen Sturm aber nicht weit genug. Der ehemalige NHL-Profi sagt: "Die verstärkte Nachwuchsarbeit beim DEB geht in die richtige Richtung, aber im Profibereich kommen wir ohne klare Regeln absolut nicht weiter. Am Ende des Tages ist es nicht ausreichend, was wir in Deutschland machen, um international unter den ersten Acht zu bleiben. Es gibt Clubs, die willig sind, etwas zu verändern. Aber es müssen alle mitmachen. Dafür braucht es ein Agreement, dem alle zustimmen."


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Notizen

  • vor einer Stunde
  • Verteidiger Moritz Kukuk fällt der Düsseldorfer EG (DEL2) für voraussichtlich drei Wochen aus. Der 20-Jährige hatte sich bei einem Schussblock im Bauchbereich verletzt.
  • vor 2 Stunden
  • Mehr Fans bei den Heimspielen der Dresdner Eislöwen: Anstatt bislang 4.412 dürfen künftig 4.576 Besucher in die Joynext Arena. Gutachten und eine Überprüfung des Brandschutzkonzepts sorgten für Grünes Licht.
  • vor 7 Stunden
  • Stürmer Teemu Pulkkinen steht den Starbulls Rosenheim (DEL2) bis nach dem Wochenende nicht zur Verfügung. Er ist nach Clubangaben in die finnische Heimat gereist, seine Frau erwartet ein Kind. Rosenheim tritt am Freitag in Ravensburg an und hat am Sonntag Freiburg zu Gast.
  • vor 3 Tagen
  • Im Spiel um Platz 3 beim Turnier in Pardubice gewann am Sonntag Köln gegen Straubing mit 5:1. Gregor MacLeod, Louis-Marc Aubry, Veli-Matti Vittasmäki, Nate Schnarr und Jan Luca Sennhenn trafen für die Haie. Marcel Brandt erzielte das Tor der Tigers.
  • vor 4 Tagen
  • Die Dresdner Eislöwen haben ihr Testspiel am Samstag im tschechischen Litvinov mit 4:2 gewonnen. Die Tore für den abstiegsgefährdeten DEL-Club erzielten Travis Turnbull, Tomas Sykora, Rourke Chartier und Tomas Andres.
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