Anzeige
Anzeige
Donnerstag, 18. April 2019

DEL-Finale, Spiel 1: München legt gegen Mannheim vor und siegt auswärts mit 2:1 nach Verlängerung – Ex-Adler Frank Mauer der Matchwinner

<p>Frank Mauer (Bildmitte) lässt sich von seinen Teamkollegen nach seinem entscheidenden 2:1 feiern.<br/>Foto: City-Press<br/></p>

Frank Mauer (Bildmitte) lässt sich von seinen Teamkollegen nach seinem entscheidenden 2:1 feiern.
Foto: City-Press

Der EHC Red Bull München hat sich in einem hart umkämpften und von Physis geprägten Spiel 1 des DEL-Finals den ersten Sieg gesichert und die Adler Mannheim auswärts mit 2:1 bezwungen. Damit ging auch das insgesamt fünfte Aufeinandertreffen der beiden Top-Teams der Hauptrunde an die Gästemannschaft. Mannheim präsentierte sich dabei vor ausverkauftem Haus vor allem in den ersten 40 Minuten besser, brachte aber gegen Danny aus den Birken (insgesamt 40 Saves) nur einen Treffer zustande und musste im Schlussdrittel den Ausgleich in Überzahl hinnehmen. In der ersten Verlängerung entschied dann Ex-Adler Frank Mauer die Begegnung. Spiel 2 findet am Samstag um 20 Uhr in München statt.

Die Partie hatte es von Beginn an in sich, die Adler kamen aggressiv aus der Kabine und hatten bereits in den ersten 20 Sekunden zwei Möglichkeiten. Spätestens, nachdem Garrett Festerling bei einem Zwei-auf-eins-Konter zusammen mit Phil Hungerecker an Danny aus den Birken scheiterte, war das optische Übergewicht der Hausherren nicht mehr zu leugnen. Für den ersten Aufreger in Sachen Härte sorgte Münchens Top-Scorer Mark Voakes, der Mannheims Torjäger Markus Eisenschmid nahe der Spielerbank der Roten Bullen per Cross-Check zu Boden beförderte. Der 24-jährige Nationalspieler musste daraufhin kurz in die Kabine, kam aber nach wenigen Minuten wieder zurück. Auch einen harten Check von Defensivabräumer Keith Aulie (kurz darauf verletzt ausgeschieden) steckte Eisenschmid weg. Elf Sekunden vor der ersten Pause hatte der aufgerückte Adler-Verteidiger Brendan Mikkelson die große Chance auf das 1:0, vergab jedoch. Die letzte Aktion in Drittel eins gehörte David Wolf, der einen krachenden Open-Ice-Hit gegen Mads Christensen fuhr.

Gleich in der ersten Minute des Mittelabschnitts ließ Yasin Ehliz Mannheims Top-Verteidiger Mark Katic mit einem schönen Move stehen, konnte den Puck aber mit der Rückhand nicht mehr in Richtung Tor befördern. Das körperliche Element brachte Tommi Huhtala, der nach einem Spiel Pause sein Comeback feierte, mit einem harten Check gegen Seidenberg sofort zurück in die umkämpfte Partie. Kurz darauf stieß Jakob Mayenschein (für den verletzten Maxi Daubner ins Münchner Lineup gerückt) Luke Adam in die Bande. Im folgenden zweiten Adler-Powerplay erzielte Ben Smith neun Sekunden vor Ablauf der Überzahlsituation den ersten Treffer des DEL-Finals 2019, indem er den in die Luft gegangenen Puck herunterpflückte und per Rückhand im Münchner Gehäuse unterbrachte (24.). Der fünfte Endrunden-Treffer Smiths sorgte für noch mehr Selbstvertrauen und Ruhe im Spiel der Kurpfälzer, die in den folgenden Minuten wieder deutlich mehr von der Begegnung hatten. Das Schussverhältnis von 21:7 zugunsten der Hausherren zur Halbzeit der Partie kam nicht von ungefähr. Die beste Phase des amtierenden Meisters, der während der gesamten Finalserie auch auf Maximilian Kastner verzichten wird müssen (Hand-Operation), war im Mitteldrittel ein ungenutztes Powerplay (33.-35.). In den letzten Zügen der zweiten 20 Minuten nahm zunächst Mannheim wieder klar das Heft in die Hand, Matthias Plachta hatte Pech bei einem Pfostenschuss (38.). Adler-Torhüter Dennis Endras (bei Spielschluss 26 Saves) musste seinerseits bei Schüssen von Daryl Boyle und Seidenberg eingreifen.

Im dritten Drittel erwischten die Gäste den besseren Start, die Adler aber konterten mit einer dicken Möglichkeit für Chad Kolarik, der allerdings vor aus den Birken verzog. Die nächsten beiden großen Chancen auf das 2:0 hatte David Wolf, scheiterte aber jeweils am DEL-Spieler des Jahres. Als Akdag einen verunglückten tiefen Pass von Seidenberg unfreiwillig mit dem Schlittschuh für Voakes vorlegte, war das im Schlussabschnitt agiler als zuvor auftretende München dem 1:1 schon nah (46.). Zwei Zeigerumdrehungen später war es dann aber soweit: David Wolf konnte einen Pass von Katic in Überzahl im eigenen Drittel nicht verarbeiten, sodass Matt Stajan zuerst zu Ryan Button verlagern und danach seinen Schläger in dessen hartes Zuspiel am langen Eck hineinhalten konnte - perfekt war das 1:1 und das erste DEL-Playoff-Tor des langjährigen NHL-Akteurs (48.). In der 52. Minute zeigte Kolarik vor aus den Birken abermals Nerven und verpasste zudem die bessere Option des Querpasses auf den mitgelaufenen Eisenschmid. Auf der Gegenseite musste Endras nur Augenblicke danach gegen Ryan Button retten, um den zweiten Einschlag in seinem Gehäuse zu verhindern. Fast unfassbar dann, dass Luke Adam den Tip-in nach klasse Vorarbeit des auffälligen Matthias Plachta nicht im mehr oder weniger leeren Münchner Tor unterbrachte, als Trevor Parkes auf der Strafbank saß (54.). So blieb es beim 1:1 nach 60 Minuten.

Die Verlängerung bot unverändert hohes Tempo. Mannheim konnte sich zuerst festsetzen, brachte dabei allerdings nichts Zählbares zustande und ließ dann mehr Spielanteile für München zu. Gut fünf Minuten in der Extrazeit verlor Smith die Scheibe an Shugg, der aber per Rückhand an Endras scheiterte. Bei der direkt anschließenden kleineren Rangelei wurde der Playoff-Top-Torjäger von Red Bull (vier Treffer) von Smith unsanft in die Bande manövriert und verletzte sich an der Schulter. Sinan Akdag bereinigte eine Zwei-auf-eins-Situation kurz darauf mit beherztem Einsatz, Voakes prüfte Mannheims Goalie erneut. Dessen Pendant aus den Birken konnte sich gegen Adam und Thomas Larkin auszeichnen (68.). In der 70. Minute hatte dann Münchens Frank Mauer bereits den Sieg gegen seinen Ex-Club auf dem Schläger, traf den Puck aber freistehend mit seinem Onetimer nicht voll. Nur eine Minute danach musste Endras in höchster Not gegen Hager retten, im direkten Gegenzug blieb aus den Birken Sieger gegen Eisenschmid. Dass Mauer es besser kann, bewies er kurz vor Ablauf der ersten Verlängerung, als er bei einem Schuss von Boyle frei im Slot stand und zum Sieg abfälschte (79.).

Michael Bayer

Das Spiel im Stenogramm (1 Einträge)

 

Anzeige
Anzeige

Anzeige

Kurznachrichtenticker

  • vor 18 Stunden
  • Verteidiger Radek Havel (25) – zuletzt beim EHC Freiburg in der DEL2 unter Vertrag — spielt künftig für Piráti Chomutov in der zweiten tschechischen Liga. In 60 Einsätzen für die Breisgauer kam der Defensivspezialist auf elf Scorer-Punkte.
  • gestern
  • Nach insgesamt 289 Pflichtspielen für Heilbronn wird Richard Gelke in der kommenden Saison nicht mehr im Falkenkader stehen. Der 27-jährige Stürmer einigte sich mit den Verantwortlichen auf eine Vertragsauflösung und hat sich für einen Wechsel zu den Selber Wölfen (Oberliga Süd) entschieden.
  • gestern
  • Lubos Velebny hat seinen Vertrag beim EV Füssen (Oberliga Süd) nochmals um ein Jahr verlängert. Der 37-jährige Routinier kam in der Aufstiegssaison zu 35 Einsätzen. Dabei erzielte er 14 Treffer und lieferte 17 Assists.
  • vor 2 Tagen
  • Tobias Fuchs hat seinen Vertrag bei den EV Lindau Islanders (Oberliga Süd) um ein Jahr verlängert. In der Spielzeit 2018/19 kam der 33-jährige Verteidiger zu 54 Einsätzen (ein Tor, 15 Assists). Künftig nicht mehr für Lindau auf dem Eis stehen werden dagegen Martin Wenter und Christian Schmidt.
  • vor 2 Tagen
  • Petteri Kilpivaara und Niels Böttger bleiben als Assistenten von Cheftrainer Brad Gratton den Dresdner Eislöwen (DEL2) treu.

Die Eishockey NEWS-App

Lesen Sie jetzt alles über die schnellste Mannschaftssportart der Welt auf Ihrem Tablet oder Smartphone. Alle deutschen Ligen, die NHL und die europäischen Clubs finden Sie auf einen Klick. Mit allen Artikeln und Bildern.
Anzeige
Anzeige