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Freitag, 26. April 2019

Die Wachablösung ist perfekt: München wehrt sich nach Kräften, aber Larkin schießt Mannheim in der Overtime erstmals seit 2015 wieder zum Titel

Erstmals seit 2015 gewinnt Mannheim nach dem Sieg in Spiel 5 der Finalserie gegen München wieder einen Meistertitel.

Foto: City-Press

Eine Ära ist beendet: Nach drei Meisterschaften in Folge hat der EHC Red Bull München in Mannheim sozusagen seinen Meister gefunden. Die Adler gewannen am Freitag auch Spiel fünf in einer an Dramatik kaum zu überbietenden Partie mit 5:4 nach Verlängerung, beendeten damit die Serie gegen München mit 4:1 Siegen und sicherten sich damit nach 2015 erstmals wieder den Titel - den insgesamt achten der Vereinsgeschichte.

Nach einer komfortablen Führung von 3:0 und 4:1, zeigte München tolle Moral, kam im Schlussdrittel nach Treffern von Hager und Ehliz zum Ausgleich und damit fiel die Entscheidung erst in der Overtime. Dort schoss letztlich Verteidiger Thomas Larkin die Adler nach glänzender Vorarbeit von Marcel Goc zum Titel.

Einer der Sieggaranten war auch in Spiel 5 der Finalserie Adler-Torhüter Dennis Endras, der am Ende zurecht zum wertvollsten Spieler der Playoffs (MVP) gewählt worden war: In den fünf Finalspielen musste Endras nur sieben Gegentore hinnehmen, außerdem feierte er zwei Shutouts. Endras' Nationalmannschaftkollege Danny aus den Birken kassierte hingegen allein im Finale insgesamt 17 Gegentore. Auch das war neben der schwächelnden Offensive der Roten Bullen und den verletzungsbedingten Ausfällen mehrerer Leistungsträger ausschlaggebend für die letztlich klare Niederlage gegen den neuen Champion.

Das Spiel im Stenogramm (1 Einträge)

 

Schon im ersten Abschnitt lief für die Adler am Freitag alles nach Plan. Routinier Marcel Goc brachte sein Team im Nachschuss bereits in der sechsten Minute in Führung, Verteidiger Cody Lampl legte mit seinem zweiten Tor im zweiten Playoff-Spiel in der 12. Minute nach einem Konter das 2:0 nach. Mannheim spätestens ab diesem Zeitpunkt stärker, effizienter und ganz einfach besser als München. Im zweiten Drittel schien das frühe 3:0 durch Plachta (herrlicher Direktschuss nach Vorlage von Wolf) schon eine Vorentscheidung zu sein, doch Parkes hauchte den Gästen mit seinem Powerplaytor zum 1:3 wieder Leben ein. Auch das 4:1 durch Huhtala beantwortete der dreimalige Meister durch Andi Eder (auf Vorlage von Bruder Tobi) mit dem 2:4.

So gesehen war auch im Schlussdrittel noch für Spannung gesorgt. Die steigerte sich spätestens nach dem dritten Tor aus Münchner Sicht durch Hager in der 46. Minute noch einmal. Und als Ehliz knapp zwei Minuten später gar der Ausgleich gelang, war im Mannheimer Publikum plötzlich Zittern angesagt. Die Gäste nun unverkennbar im Aufwind und auch läuferisch auf Augenhöhe. Der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt für die Gäste verdient, eine Entscheidung in der regulären Spielzeit fiel aber nicht mehr.

In der Verlängerung boten beide Mannschaften erstklassiges Hockey, suchten die Entscheidung mit offensiven Aktionen. Doch zunächst ließen beide Torhüter keinen Gegentreffer zu. Erst nach einer unermüdlichen Einzelaktion von Adler-Kapitän Marcel Goc sorgte Verteidiger Larkin für die Entscheidung zugunsten Mannheims.


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Notizen

  • vor 3 Stunden
  • Mit Mark Waldhausen (36) verlässt die Erding Gladiators. Seit 2019 stand der Deutsch-Kanadier im Team. In der vergangenen Saison kam er in 52 Spielen auf zwei Tore und elf Vorlagen. Er soll noch einen „gebührenden Abschied“ erhalten, heißt es von Seiten des Clubs.
  • vor 4 Stunden
  • Im ersten Playoff-Spiel gegen die Lindau Islanders zog sich Klavs Planics von den Füchsen Duisburg, der erst kürzlich sein Comeback gefeiert hatte, nach einem Zweikampf an der Bande eine schwere Verletzung zu. Für ihn ist die Saison damit vorzeitig beendet.
  • vor 20 Stunden
  • Mit 18 Stichen ist Linus Wernerson Libäck nach seiner foulbedingten Verletzung beim Spiel in Bad Tölz genäht worden. Es gehe ihm den Umständen entsprechend so weit gut, teilen die Hammer Eisbären mit. Der Stürmer muss sich nach der Rückkehr nach Hamm weiteren Untersuchungen unterziehen.
  • vor 3 Tagen
  • Jake Ustorf, Stürmer der Nürnberg Ice Tigers, fällt bis Saisonende aus. Grund ist eine Handverletzung.
  • vor 3 Tagen
  • Berlins Verteidiger Korbinian Geibel, der auch im Februar Olympia-Luft schnupperte, fällt aufgrund einer Schulterverletzung, die er sich am Mittwoch in Dresden zuzog, für den Rest der Saison aus. Der 23-Jährige wird zeitnah operiert.
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