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Mittwoch, 15. Mai 2019

Vom Fußball- zurück ins Eishockeygeschäft Ralph Krueger als neuer Cheftrainer der Buffalo Sabres vorgestellt: „Werde danach streben, das Potenzial zu maximieren“

Ralph Krueger (links) mit Sohn Justin und Ehefrau Eva nach dem Gewinn der Schweizer Meisterschaft des SC Bern.
Foto: imago images/Pius Koller

UPDATE. Nun ist es auch offiziell: Ralph Krueger ist neuer Trainer der Buffalo Sabres. Der 59-Jährige tritt dort die Nachfolge von Phil Housley an und ist der 19. Coach der Clubhistorie. Die Sabres, die zwischenzeitlich (Ende November) das punktbeste Team der Liga waren, verpassten am Ende der Saison die Endrunde erneut deutlich - und das bereits zum achten Mal in Folge. Für Krueger wird es nach den Edmonton Oilers das zweite Engagement als Head Coach in der NHL sein.

"Ich bin aufgeregt und fühle mich geehrt, der Sabres-Familie beizutreten und werde danach streben, das Potenzial, das is diesem Team steckt, zu maximieren. Ich freue mich darauf, auf den vielen positiven Dingen aufzubauen, die in der Organisation eingeführt worden sind und ich bin besonders erpicht darauf, hinter die Bande zu gehen und diese leidenschaftliche Hockey-Stadt zu repräsentieren", lauteten die Worte Kruegers bei seiner Vorstellung.

"Während seiner ganzen Karriere hat Ralph die Fähigkeit gezeigt, sich auf eine Vielfalt von Umfeldern mit hohem Druck anzupassen und hat währenddessen manche der besten Spieler der Welt geführt. Seine ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten, seine Führungsqualitäten und sein facettenreicher Werdegang machen ihn zu einem einzigartig qualifizierten Kandidaten dafür, unser Team zukünftig zu führen", erklärt Jason Botterill, der General Manager der Sabres, warum die Wahl auf Krueger fiel.

Krueger war zuletzt im Fußball beschäftigt, war Vorstandsvorsitzender beim Premier-League-Club FC Southampton. Dort wurde sein Vertrag, der zum 30. Juni ausläuft, aber nicht verlängert. Der Club war bis 2017 ganz Eigentum der Schweizer Unternehmer-Familie Liebherr, dann übernahm eine chinesische Geschäftsfamilie 80 Prozent der Anteile.

Krueger, der von 1998 bis 2010 die Schweizer Nationalmannschaft trainierte, war auch immer wieder als deutscher Bundestrainer im Gespräch. Nach seiner Zeit in der Schweiz wechselte er aber in die Organisation der Edmonton Oilers und war dort zwei Jahre Assistenzcoach, bevor er in der Lockout-Saison 2012/13 die Oilers als Chef übernahm, jedoch nach nur einer Saison bereits wieder entlassen wurde.

Danach war er Berater von Hockey Canada, im Januar 2014 wurde er Berater und am 12. März 2014 Vorstandsvorsitzender des FC Southampton. Als Trainer agierte er zuletzt während des World Cups 2016, damals schaffte er mit Team Europa überraschend Rang zwei.

Kruegers Lebensmittelpunkt liegt in der Schweiz, erst vor Kurzem erhielten er, seine Frau und seine Tochter die Schweizer Staatsbürgerschaft, wie das Internetportal Blick berichtete. Krueger, geboren im kanadischen Winnipeg als Sohn deutscher Emigranten, bestritt 45 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft und spielte in Deutschland für Duisburg, Düsseldorf, Schwenningen, Riessersee, Iserlohn und Rosenheim. Er trainierte danach kurz in Duisburg und vor seiner Zeit als Schweizer Nationaltrainer insgesamt sieben Spielzeiten beim österreichischen Club VEU Feldkirch. Sohn Justin, der im Herbst vergangenen Jahres seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt gab, gewann gerade mit dem SC Bern seinen dritten Schweizer Meistertitel.

Michael Bauer/Michael Bayer


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Kurznachrichtenticker

  • vor 6 Stunden
  • Martin Davidek hat seinen Vertrag bei den Bayreuth Tigers um ein Jahr verlängert. Dies gab der Club aus der Zweiten Liga am Dienstag bekannt. Der Stürmer kam in der abgelaufenen Spielzeit in 33 Spielen auf zehn Tore und 15 Vorlagen.
  • vor 10 Stunden
  • Der Deggendorfer SC hat zwei Spieler von den EHF Passau Black Hawks (Bayernliga) zurückgeholt. Verteidiger Marius Wiederer erhält beim Süd-Oberligisten einen Kontrakt für die Spielzeit 2020/21, Angreifer Michel Limböck darf sich während der Vorbereitung im Tryout beweisen.
  • vor 17 Stunden
  • Dominik Piskor hat seinen Vertrag beim Herner EV um ein Jahr verlängert. Der 27-jährige Angreifer wechselte im Sommer 2019 vom ECDC Memmingen zum Nord-Oberligisten und kam in der Spielzeit 2019/20 in 44 Partien zu 23 Treffern sowie 13 Assists.
  • gestern
  • Der 22-jährige Defender Arne Uplegger hat seinen Vertrag bei den Dresdner Eislöwen verlängert. In der letzten Spielzeit absolvierte Uplegger 51 Partien für die Blau-Weißen. Dabei erzielte der Abwehrspieler zwei Tore und steuerte sieben Vorlagen bei.
  • gestern
  • Der EV Landshut (DEL2) hat Nicolas Sauer verpflichtet und mit einem Einjahresvertrag ausgestattet. Der 21-jährige Angreifer kommt von den Eisbären Regensburg, für die er in der Saison 2019/20 in 48 Oberligaspielen neun Treffer erzielte und 13 Assists sammelte.

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