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Dienstag, 19. November 2019

Paukenschlag beim DEL-Schlusslicht Schwenninger Wild Wings stellen Top-Scorer Jamie MacQueen frei – Defender Robak kommt, Sandner stellt sich vor das Trainerteam

Top-Torjäger und Top-Scorer Jamie MacQueen (31) wurde von den Schwenninger Wild Wings bis auf Weiteres freigestellt.
Foto: imago images/Jan Hübner

Paukenschlag bei den Schwenninger Wild Wings: Wie der Tabellenletzte der Deutschen Eishockey Liga am Dienstag mitteilte, wurde Flügelstürmer Jamie MacQueen nach ausführlichen Beratungen zwischen der Geschäftsleistung und den sportlich Verantwortlichen des Clubs ab sofort und bis auf Weiteres freigestellt. „Dies ist das Ergebnis intensiver Gespräche zur aktuellen Situation und der Entwicklung der Mannschaft in den letzten Wochen. Zu weiteren Details haben wir Stillschweigen vereinbart. Wir brauchen gerade in dieser Situation Mitarbeiter und Spieler, die sich zu 100 Prozent mit den Wild Wings identifizieren und neben sowie auf dem Eis als Leader und Vorbild vorangehen“, erläutert Geschäftsführer Christoph Sandner die Maßnahme.

MacQueen, der zur laufenden Saison vom Ligakonkurrenten Eisbären Berlin nach Schwenningen gewechselt war, ist mit elf Treffern bei bis dato 17 Einsätzen der mit Abstand erfolgreichste Torjäger der Wild Wings und der zweitbeste Goalgetter der gesamten DEL. Mit 19 Punkten ist der 31-jährige Kanadier zudem der Top-Scorer des Schlusslichts sowie der ligaweit vierterfolgreichste Punktesammler. Insgesamt stehen in der Vita des Linksschützen 205 DEL-Partien mit 80 Treffern und 61 Assists.

Neben MacQueens Freistellung vermeldeten die Wild Wings am Dienstag indes auch einen Neuzugang: Defender Colby Robak wechselt an den Neckarursprung. Der 29-jährige Kanadier, der seine Erfahrungen aus fast 500 AHL-Begegnungen sowie 47 NHL-Einsätzen (vier Vorlagen) für Florida und Anaheim nach Deutschland mitbringt, war zuletzt für Vaasan Sport aktiv. Im Trikot des finnischen Erstligisten verzeichnete Robak in der vergangenen Saison 2018/19 bei 29 Einsätzen neun Assists.

„Aufgrund der Unsicherheiten in unserem Spielaufbau haben wir auf der Verteidigerposition noch einmal reagiert. Mit Colby Robak bekommen wir einen läuferisch guten Spieler, der uns mit seiner Erfahrung mehr Stabilität und mehr Kreativität in der Offensive geben soll“, beschreibt Schwenningens scheidender Sportlicher Leiter Jürgen Rumrich den Linksschützen.

„Neben der Verpflichtung von Colby Robak sind wir aktiv auf der Suche nach einer weiteren Verstärkung im Sturm“, berichtet Geschäftsführer Sandner darüber hinaus – und stellt sich trotz der angespannten Situation bei den Wild Wings vor Head Coach Paul Thompson: „Wir möchten in aller Deutlichkeit betonen, dass das Verhältnis zwischen den Trainern und der Mannschaft absolut intakt ist und unser gesamtes Trainerteam das volle Vertrauen der Geschäftsleistung hat. Unser oberstes Ziel ist es nach wie vor, die erste Playoff-Runde zu erreichen, und das ist bei aktuell sieben Punkten Rückstand und einem Nachholspiel im Rücken nach 18 von 52 Spieltagen definitiv möglich“, so der 48-Jährige.


Mehr zur angespannten Situation bei den Schwenninger Wild Wings lesen Sie in unserer aktuellen Printausgabe, die seit dem heutigen Dienstag im Zeitschriftenhandel erhältlich ist und auch jederzeit in unserem Onlineshop bestellt werden kann!


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Notizen

  • gestern
  • Für Bayreuths Stürmer Lennard Habeck (32 Einsätze, vier Tore, sechs Vorlagen in der Oberliga Süd) ist die Saison vorzeitig beendet. Der 20-Jährige muss sich aufgrund einer Schulterverletzung einer OP unterziehen.
  • gestern
  • Maximilian Söll fällt den Bietigheim Steelers (DEL2) mit einer Unterkörperverletzung in den kommenden Wochen aus. Brett Kemp (Oberkörperverletzung) könnte etwaig am Wochenende ins Aufgebot zurückkehren.
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  • Die Eisbären Berlin (PENNY DEL) nehmen an der Jubiläumsausgabe des Dolomiten Cup teil. Sie treten vom 21. bis 23. August 2026 in Neumark/Südtirol zur 20. Ausgabe des Vorbereitungsturniers an. Die weiteren Teilnehmer sind noch nicht kommuniziert.
  • gestern
  • Neuer Co-Trainer für Leif Carlsson: Patric Wener (bis Ende November Cheftrainer des Oberligisten Leipzig) übernimmt die Rolle beim ESV Kaufbeuren. Nach Carlssons Berufung hatte Interimscheftrainer Andrew Donaldson (eingeplant als Co-Trainer) am Wochenende um Vertragsauflösung gebeten.
  • gestern
  • Yannick Veilleux wird den Eisbären Berlin am Freitag beim Spiel gegen den ERC Ingolstadt nicht zur Verfügung stehen. Der Stürmer ist nach seinem dritten Faustkampf der Saison automatisch für eine Partie gesperrt.
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