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Donnerstag, 27. August 2020

Arbeitsgruppe für bundesweite Sportveranstaltungen Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsidenten der Länder beschließen: Großveranstaltungen bleiben bis Ende Dezember verboten

Bundeskanzlerin Angela Merkel bestätigte am Donnerstagnachmittag, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich sind, bis mindestens Ende Dezember verboten bleiben.
Foto: imago images/Bildgehege

UPDATE. Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich sind, bleiben aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis mindestens Ende Dezember grundsätzlich verboten. Dies bestätigte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstagnachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz. Die Verlängerung des bislang bis Ende Oktober gültigen Verbots ist das Ergebnis einer Videokonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

Dort wurde auch die Gründung einer Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien beschlossen, welche bis Ende Oktober Vorschläge hinsichtlich eines einheitlichen Umgangs mit Zuschauern bei bundesweiten Sportveranstaltungen erarbeiten soll. Inwieweit bereits zuvor beispielsweise in der Fußball-Bundesliga – abhängig von Hygienekonzepten und dem regionalen Infektionsgeschehen – begrenzte Zuschauermengen in den Stadien gestattet werden könnten, blieb bei der Pressekonferenz allerdings offen. „Corona ist wieder voll da in Deutschland", erklärte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen in der Bundesrepublik. Es sei daher ein „falsches Signal, wenn wir jetzt sagen würden, wir geben alles frei".

Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte sich dagegen vor dem Beginn der Videokonferenz um 11 Uhr dafür ausgesprochen, Fans zumindest in begrenztem Umfang in die Stadien der Fußball-Bundesliga zu lassen. "Die Bevölkerung versteht es nicht, wenn im Nahverkehr viele Menschen auf engem Raum unterwegs sein dürfen, aber ein Fußballspiel mit wenigen Zuschauern und großen Abständen nicht möglich sein soll“, erklärte Seehofer in einem Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen. Man müsse an "konstruktiven Lösungen arbeiten, wie wir die Bundesliga und die Zweite Liga wieder mit Publikumsbeteiligung realisieren können", so Seehofer, der als Innenminister auch für den Sport zuständig ist, weiter.

Die Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen, welche neben Sport-Events auch Konzerte, Festivals oder Stadtfeste betrifft, lässt die geplanten Saisonstarts von DEL (13. November) und DEL2 (6. November) weiter wackeln. Allerdings bleibt abzuwarten, wie der Begriff Großveranstaltung letztlich definiert wird und ab welcher Zuschauerzahl das Verbot greifen würde. Dass das Verbot zudem womöglich nicht zwingend bestehen bleibt, wenn im konkreten Fall eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen gewährleistet werden können, lässt dem deutschen Eishockey vorerst Türen geöffnet.

Die Reaktionen aus dem Eishockeysport auf die neuen Beschlüsse finden Sie hier!

Kurznachrichtenticker

  • vor 5 Stunden
  • Der Herner Eissportverein aus der Oberliga Nord hat mit dem EV Duisburg (Regionalliga West) einen weiteren Kooperationspartner gefunden. Die langjährigen Rivalen gehen in der Saison 2020/21 eine Partnerschaft ein. Die HEV-Stürmer Noah Bruns und Maximilian Herz erhalten eine Förderlizenz für den EVD.
  • vor 6 Stunden
  • Torhüter Nico Henseleit und Verteidiger Robin Maly verlassen die Höchstadt Alligators (Oberliga Süd) mit unbekanntem Ziel.
  • gestern
  • Steven Stamkos (30) kann im laufenden Stanley-Cup-Finale gegen die Dallas Stars nicht mehr in das Geschehen eingreifen. Der Kapitän der Tampa Bay Lightning hatte sein Comeback nach einer Unterkörperverletzung in Spiel 3 der Serie nach nicht einmal drei Minuten Eiszeit abbrechen müssen.
  • gestern
  • Chris Stewart hat seine Karriere nach insgesamt 707 NHL-Einsätzen (333 Scorer-Punkte) im Alter von erst 32 Jahren beendet. Der Flügelstürmer, der zuletzt bei den Philadelphia Flyers unter Vertrag stand, hatte während des Lockouts 2012/13 in 15 Zweitligapartien für Crimmitschau 20 Punkte verzeichnet.
  • gestern
  • Der EV Füssen musste in seinem dritten Testspiel seine erste Niederlage einstecken. Der Süd-Oberligist unterlag dem Bayernligaaufsteiger VfE Ulm/Neu-Ulm trotz einer Aufholjagd im Schlussdrittel mit 4:6 (0:3, 0:1, 4:2).
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