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Mittwoch, 28. Oktober 2020

„Wir leben Eishockey" „Wollen die Politik erreichen": Petition setzt sich für finanzielle Hilfe für das Eishockey ein

„Es geht nicht mehr primär um Zuschauerzahlen, sondern darum, Eishockey finanziell am Leben zu erhalten“, sagt Harald Wagner, einer der zwei Initiatoren der Aktionsseite wir-leben-eishockey.de. Dort zu finden ist eine Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags, welche angesichts der Corona-Krise die wirtschaftliche Unterstützung des Eishockeysports zum Ziel hat.

„Wir wollen die Politik und deren zuständige Stellen erreichen. So wie sich derzeit die Bedingungen darstellen, die ein Verein erfüllen muss, um die Fördergelder zu beantragen, ist es fraglich, ob diese Gelder jemals ankommen“, glaubt Wagner, der selbst Anhänger der Schwenninger Wild Wings ist. „Es geht hier auch um Arbeitsplätze in den Clubs, bei den Dienstleistern und Lieferanten.“

Die Webseite sollte Eishockeyfans ursprünglich die Möglichkeit bieten, eine Selbstverpflichtung zur Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen in den Stadien zu unterzeichnen. Angesichts der derzeit hohen Infektionszahlen und der damit verbundenen sinkenden Wahrscheinlichkeit größerer Zuschauermengen in den Hallen sei jedoch stattdessen zunehmend die finanzielle Belastung der Sportart in den Fokus der Initiatoren gerückt. „Des Weiteren ließ sich die Selbstverpflichtung datenschutzrechtlich nur schwer darstellen. Wir haben uns daraufhin entschlossen, den jetzigen Weg einzuschlagen und für die Sicherung des Eishockeysports zu plädieren“, erläutert Wagner.

 

 

Bis Mittwochvormittag unterzeichneten knapp 7.500 Unterstützer aus Deutschland die Petition, welche am 07. Oktober über die Internetplattform openPetition gestartet wurde. 50.000 Unterschriften sind nötig, damit openPetition von den zuständigen Entscheidungsträgern eine Stellungnahme einfordert. Die derzeit noch bis Mitte November laufende Petition kann gegebenenfalls jedoch verlängert werden.

„Wir setzen alles daran, die Zahlen innerhalb des Zeitrahmens nach oben zu kriegen und suchen täglich Unterstützer, die uns dabei helfen, die Petition in die Öffentlichkeit zu tragen“, berichtet Wagner. Die PENNY DEL, die DEL2, Clubs wie die Augsburger Panther, Schwenninger Wild Wings oder Löwen Frankfurt und auch die Spielervereinigung SVE haben die Initiative unter dem Motto „Gemeinsam zurück. Mach Eishockey laut!“ bereits in den sozialen Medien geteilt. „Es ist erstaunlich, wie viele Leute noch nichts mitbekommen haben“, kämpft Wagner indes um noch mehr Aufmerksamkeit für die Aktion.


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Notizen

  • vor 3 Tagen
  • Stürmer Roman Zap wird die Höchstadt Alligators nach einer Saison verlassen. Das gab der Oberligist bekannt. Der 22-Jährige suche eine neue Herausforderung. In 56 Spielen erzielte Zap 15 Tore und verbuchte zudem 19 Assists.
  • vor 4 Tagen
  • Matthew Pistilli bleibt bei den Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) – und das gleich doppelt! Auch in der neuen Saison steht der 37-Jährige für das Team aus Baden-Württemberg auf dem Eis und geht gleichzeitig in sein zweites Jahr als Sportlicher Leiter des Clubs.
  • vor 6 Tagen
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten für die möglichen Spiele 5 und 6 im Viertelfinale festgelegt. Am 2. April würde ab 19.30 Uhr gespielt. Am 4. April würde so gestartet: 14 Uhr Ingolstadt - München, 15 Uhr Köln - Schwenningen, 16.30 Uhr Berlin - Straubing, 19 Uhr Bremerhaven - Mannheim.
  • vor 6 Tagen
  • Die Erding Gladiators und Stürmer Marc Schmidpeter gehen zur kommenden Saison getrennte Wege. Der 31-Jährige kam in der vergangenen Saison auf 18 Tore und 20 Vorlagen in 42 Spielen.
  • vor 7 Tagen
  • Don Granato trainiert die US-Männer bei der bevorstehenden A-Weltmeisterschaft in der Schweiz (15. bis 31. Mai). Der 58-Jährige folgt auf Ryan Warsofsky (San Jose Sharks), der die USA 2025 zu WM-Gold geführt hatte. Granatos bis dato letzte Station als Chef waren die Buffalo Sabres von 2021 bis 2024.
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