Anzeige
Anzeige
Freitag, 20. November 2020

Der 5. Spieltag der DEL2 am Freitag Kassel souverän, Frankfurt dreht Spiel gegen Ravensburg, Weißwasser überrascht in Bietigheim, Freiburg dreht im Schlussabschnitt auf

Beim Spiel Kassel gegen Dresden fielen drei Tore im ersten Abschnitt, zwei kurz vor Schluss. Die Partie endete 4:1 für die Hausherren.
Foto: Jan-Malte Diekmann

 

Große Erleichterung am Freitagabend bei den Löwen aus Frankfurt: Das vor der Saison zu den Top-Mannschaften der Liga gezählte Team hat im Top-Spiel der DEL2 gegen Spitzenreiter Ravensburg den zweiten Saisonsieg eingefahren. Die Löwen, die weiterhin auf zentrale Spieler wie Adam Mitchell oder Stephen MacAulay verzichten mussten, drehten eine verrückte Partie gegen die bis dato ungeschlagenen Towerstars. Schon auf dem Eis stand Löwen-Neuzugang Landon Ferraro. Der ehemalige NHL-Spieler trat direkt in der ersten Sturmreihe an, punktete bei seiner Premiere für die Hessen aber noch nicht. Ohnehin war der 5:2-Sieg ein hartes Stück Arbeit, zumal die Towerstars nach 29 Minuten mit 2:0 führten. Frankfurt hatte zwar keineswegs weniger Spielanteile, scheiterte aber im Abschluss. Zentrales Element für den Heimsieg war dann ein Doppelschlag binnen zwei Minuten gegen Ende des Mittelabschnitts, der den Hausherren im Schlussabschnitt somit alle Möglichkeiten offenhielt.  Marius Erk, Mike Mieszkowski und Martin Buchwieser stellten im dritten Drittel binnen zwei Minuten auf 5:2 und entschieden die Partie somit zu Gunsten der Löwen.

Etwa 200 Kilometer entfernt in Kassel unterlagen die Dresdner Eislöwen am Ende deutlich: Die von Rico Rossi trainierte Truppe ging mit einem 1:4 vom Eis. Dabei schafften es die Gäste, die Partie lange offen zu halten. Kassel hatte in den ersten beiden Abschnitten zwar jeweils klar mehr Schüsse aufs gegnerische Tor, lag aber nur mit 2:1 vorne. Ein Doppelpack von Lukas Laub manifestierte das Ergebnis in der Schlussphase der Partie.

Sehr enge Spiele fanden in Bietigheim (gegen Weißwasser), Heilbronn (gegen Freiburg) und Crimmitschau (gegen Bad Tölz) statt. In allen drei Stadien startete das Schlussdrittel entweder mit einem Remis oder der Ausgleich wurde unmittelbar nach dem Pausentee hergestellt. Letzteres geschah etwa in Crimmitschau. Dort leitete das Schiri-Duo Haupt/Fischer ein torloses erstes Drittel, ehe dann nach dem Seitenwechsel die Tore im Minuten-Takt fielen. Für die Eispiraten trafen Petr Pohl und Mathieu Lemay doppelt. Löwen-Trainer Kevin Gaudet freute sich im Schlussabschnitt mit seinem Torschützen Luca Tosto über den 4:4-Ausgleich, der den Bayern den Gang in die Overtime ermöglichte. Dort passierte nichts, sodass eine Entscheidung im Penalty-Schießen herbeigeführt werden musste. In diesem versenkte einzig Löwe Max French den Puck zum 5:4-Endstand in den Maschen, Bad Tölz nahm den Extra-Punkt mit.

Die Spiele im Stenogramm (5 Einträge)

 

In Bietigheim, wo die Steelers zunächst leicht überlegen waren, hat ein in Überzahl von Füchse-Youngster Bennet Roßmy erzieltes Tor den Unterschied gemacht. Es fiel gut acht Minuten vor dem Ende, Bietigheim hatte danach keine passende Antwort mehr. Stattdessen ging es für René Schoofs frühzeitig zum Duschen, er hatte einen Lausitzer in die Bande gecheckt. Die folgende Überzahl nutzten die Füchse zum Ausbau ihrer Führung. Das Match endete 5:3 für die Gäste aus Weißwasser.

Das Spiel zwischen Heilbronn und Freiburg, das mit 4:7 aus Sicht der Hausherren endete, wurde erst vor wenigen Tagen festgezurrt. Beide Teams hätten eigentlich gegen Mannschaften spielen sollen, die aktuell in Quarantäne sind. In einem ausgeglichenen Match agierte zunächst Freiburg auffälliger, Heilbronn hatte dann im Mittelabschnitt mehr Spielanteile. Zwei Powerplay-Tore binnen drei Minuten brachten die Freiburger letztlich zu den drei Zählern, wenngleich der vierte Falken-Treffer des Abends acht Minuten vor Schluss nochmal für erhöhten Puls bei den Fans beider Lager sorgte. Logisch, dass die Heilbronner ihren Goalie vom Eis nahmen, was Freiburg zwei weitere Empty-Net-Treffer binnen 81 Sekunden ermöglichte.

Vier Mannschaften der DEL2 waren am Freitagabend bekanntlich nicht im Einsatz. Wegen aufgetretener Coronafälle befinden sich die Teams aus Bayreuth, Kaufbeuren und Landshut in Quarantäne. Bad Nauheim hätte gegen Landshut gespielt und hatte in Ermangelung eines Gegners somit einen spielfreien Freitagabend.

Manuel Weis


Kurznachrichtenticker

  • vor 42 Minuten
  • Die Straubing Tigers (PENNY DEL) haben Marco Eisenhut verpflichtet und damit ihr Goalie-Trio für die Saison 2020/21 komplettiert. Der 26-Jährige stand in den vergangenen drei Spielzeiten für die Dresdner Eislöwen in der DEL2 im Tor und sammelte zuvor in Ingolstadt bereits DEL-Erfahrung als Backup.
  • vor 16 Stunden
  • Die Kölner Haie (PENNY DEL) haben Center Marcel Barinka unter Vertrag genommen. Der 19-jährige Deutsch-Tscheche war in den vergangenen beiden Spielzeiten für die Halifax Mooseheads in der kanadischen Juniorenliga QMJHL aktiv (35 Punkte in 110 Partien) und wurde zuvor in der RB Akademie ausgebildet.
  • vor 17 Stunden
  • Angreifer Matthew Neal von den Heilbronner Falken aus der DEL2 ist nach einem Stocktisch in der Sonntagspartie bei den Eispiraten Crimmitschau für zwei Begegnungen gesperrt worden. Der 29-Jährige hatte für das Foul eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erhalten.
  • vor 17 Stunden
  • Die Heilbronner Falken (DEL2) haben auf ihre Personalsituation reagiert und Aron Reisz verpflichtet. Der ungarische Nationalstürmer kommt von Fehérvár AV19. Für den ungarischen Club bestritt der 25-Jährige seit der Saison 2015/16 219 Partien (39 Punkte) in der multinationalen ICE HL (Ex-EBEL).
  • vor 23 Stunden
  • Erik Betzold von den Dresdner Eislöwen aus der DEL2 beendet seine Karriere als Eishockey-Profi. Der 20-Jährige wird sich auf sein Medizin-Studium in Homburg konzentrieren.
Anzeige

Die Eishockey NEWS-App

Lesen Sie jetzt alles über die schnellste Mannschaftssportart der Welt auf Ihrem Tablet oder Smartphone. Alle deutschen Ligen, die NHL und die europäischen Clubs finden Sie auf einen Klick. Mit allen Artikeln und Bildern.
Anzeige