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Donnerstag, 31. Dezember 2020

Erstmals im WM-Viertelfinale Deutsche U20-Nationalmannschaft besiegt die Schweiz mit 5:4 und wird Gruppendritter – Peterka und Stützle brillieren

John Jason Peterka (Nummer 24) und Tim Stützle (Nummer 8) sorgten für alle fünf deutschen Treffer.
Foto: IIHF Media/ Matt Zambonin

Nach einem 5:4-Erfolg im vierten und letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz hat die deutsche U20-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Kanada das Viertelfinale erreicht. Da zuvor die Slowakei in ihrem letzten Vorrundenspiel gegen Finnland mit 0:6 den Kürzeren zog, schloss der DEB-Nachwuchs die Gruppe A auf Rang drei ab. Matchwinner in der Partie gegen die Eidgenossen waren einmal mehr John Jason Peterka, der drei Treffer erzielte, sowie Doppeltorschütze Tim Stützle.

Zum vierten und letzten Vorrundenspiel konnte U20-Bundestrainer Tobias Abstreiter mit Lucas Flade, Maksymilian Szuber, Filip Reisnecker, Markus Schweiger und Joshua Samanski nach deren Corona-Zwangspausen gleich fünf Rückkehrer ins Lineup begrüßen. Damit standen sieben Verteidiger sowie zwölf Angreifer zur Verfügung. Im Tor bekam wie schon beim Sieg gegen die Slowakei Florian Bugl das Vertrauen des Trainerteams.

Die deutsche Mannschaft erwischte dann auch einen Start nach Maß. Nach einer überstandenen Unterzahlsituation in den ersten Spielminuten brachte John Jason Peterka den deutschen Nachwuchs via Bauerntrick in Führung. Ein starker Alleingang von Kapitän Tim Stützle sowie ein weiterer Peterka-Treffer in doppelter Überzahl sorgten für weitere Freude beim DEB-Team.

Auch im Mittelabschnitt war die deutsche Mannschaft stets Herr der Lage und erhöhte durch die nächste Kombination von Peterka und Stützle gar auf 4:0. Die Eidgenossen verbuchten zwar ein Plus an Torschüssen, die meisten davon waren jedoch harmlos. Und wenn doch ein Abschluss in Richtung des deutschen Gehäuses kam, war Goalie Bugl in seinem zweiten WM-Spiel jeweils der Sieger.

Das Spiel im Stenogramm (1 Einträge)

 

Auch im Schlussabschnitt schien der deutsche Sieg lange sicher. Doch mit einem Doppelschlag zehn Minuten vor dem Ende keimte bei der Schweiz nochmals Hoffnung auf. Diese zerstörte Peterka mit seinem dritten Treffer ins verwaiste Tor der Eidgenossen knapp drei Minuten vor der Schlusssirene. Nach einer Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Justin Volek kamen die Eidgenossen mit zwei weiteren Toren sogar noch auf 4:5 heran. Letztendlich retten Stützle & Co. den Erfolg für den DEB-Nachwuchs aber über die Zeit.

U20-Bundestrainer Tobias Abstreiter sagte nach der Partie: „Es war eine unglaubliche Leistung, die Jungs haben sich wahnsinnig gut verhalten auf dem Eis. Klar, am Schluss haben wir es uns selbst nochmal schwer gemacht, aber unterm Strich war es eine ganz tolle Mannschaftsleistung, die mit dem Einzug ins Viertelfinale belohnt wurde. Das ist für mich ein historisches Ereignis, was hier passiert ist. Mit diesen Umständen, die wir erlebt haben, jetzt im Viertelfinale zu stehen, das ist eigentlich unfassbar. Jeder der Jungs kann stolz sein auf das, was er gezeigt hat und wie sie als Mannschaft agiert haben.“

Nach zwei freien Tagen geht es damit für die deutsche U20 in der Nacht zum Sonntag gegen den Zweiten der Gruppe B weiter. Der Gegner steht dabei erst in der Nacht zum Freitag nach Abschluss der Gruppenspiele fest. Für die Eidgenossen ist die WM hingegen beendet.

Sebastian Saradeth


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Notizen

  • gestern
  • Der HC Davos hat sich als erstes Team für die Champions Hockey League 2026/27 qualifiziert. Der Traditionsclub kann seit Samstag nicht mehr von den ersten beiden Plätzen in der Hauptrunde der National League in der Schweiz verdrängt werden.
  • vor 2 Tagen
  • Pavel Avdeev, vor der Saison ein Neuzugang des Herforder EV (Oberliga Nord), hat seinen deutschen Pass erhalten und kann daher ab sofort für die Ice Dragons spielen. Der 23-jährige Stürmer hatte sich bei Regionalligist Eisadler Dortmund (18 Spiele, 27 Punkte) fit gehalten.
  • vor 2 Tagen
  • Das NHL-Ergebnis am Freitag: Chicago – Columbus 2:4.
  • vor 3 Tagen
  • Die Hammer Eisbären haben den Vertrag mit Ugnius Cizas aufgelöst. Der Litauer kam in 38 Einsätzen auf zwölf Tore und sieben Assists für den Nord-Oberligisten. „Wir beobachten den Markt, werden aber keine voreiligen Schlüsse ziehen“, so Geschäftsführer Martin Köchling über eine Nachverpflichtung.
  • vor 4 Tagen
  • Die Adler Mannheim (PENNY DEL) haben die Arbeitspapiere mit Co-Trainer Curt Fraser und Torwarttrainer Petri Vehanen verlängert. Der 68-jährige US-Amerikaner Fraser kam 2023 aus der KHL nach Mannheim. Vehanen gehört indes schon seit der Spielzeit 2021/22 zum Trainerteam der Adler.
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