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Donnerstag, 4. Februar 2021

Spielplan, Transferfrist, Länge der Drittelpausen... Anpassungen in der DEL2: Abstieg in die Oberliga wird einmalig ausgesetzt – Umstellung auf Zwei-Tages-Rhythmus in der Hauptrunde

Spielszene aus einem Derby zwischen Frankfurt und Kassel.
Foto: Hübner

Der Abstieg aus der DEL2 in die Oberliga wird doch einmalig ausgesetzt. Zudem werden Änderungen am Spielplan vorgenommen. Dies gab die Liga in einer Pressemitteilung am Donnerstag bekannt. „Die DEL2 befindet sich weiterhin auf einem guten Weg die 52 Hauptrunden-Spieltage, trotz der Pandemie und den coronabedingten Spielverlegungen, für alle Clubs zu ermöglichen. Damit dies auch weiterhin möglich und die DEL2 für alle Eventualitäten gerüstet ist, haben sich die Gesellschafter der Liga darauf verständigt, den Rahmenterminplan nachzujustieren.“

Somit werde der Spielbetrieb ab dem 18. Februar auf einen Zwei-Tages-Rhythmus umgestellt. Dieser weicht von den bekannten Spieltagen – Freitag, Sonntag und Dienstag – ab. Eine Aktualisierung des offiziellen Spielplans soll bis Montagabend, den 08. Februar, erfolgen. Zudem wurde der Beginn der Endrunde (20. April) noch einmal geringfügig verschoben. Durch diese Umstellung und die teilweise Intensivierung der Hauptrunden-Termine werden zusätzlich sieben Ausweichtermine geschaffen, die auch bei zukünftigen Quarantänemaßnahmen helfen sollen, alle Spiele bis zum Ende der Hauptrunde durchzuführen. Falls dies nicht gelingt wird der Punkteschnitt benutzt.

„Ziel ist von Anfang an, all unseren Clubs eine Hauptrunde mit 26 Heim- und 26 Auswärtsspielen zu ermöglichen. Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen dieses Ziel zu erreichen, haben wir uns gemeinsam entschieden, den Rahmenterminplan nochmals anzupassen," so DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch. In diesem Atemzug wurde auch die Länge der Drittelpausen ab 18.02. wieder auf 18 Minuten zurückgenommen.

DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch.
Foto: Hübner

Im Rahmen der Gesellschafterversammlung wurde außerdem entschieden, den Abstieg in die Oberliga für die Saison 2020/2021 einmalig auszusetzen. „Lange Zeit hat die DEL2 versucht, an den sportlichen Werten der Liga auch unter Corona-Bedingungen festzuhalten. Aufgrund von nochmaligen Anpassungen der Rahmentermine, der damit verbundenen Intensivierung und Veränderung des Spielbetriebs sowie den bereits erfolgten Terminverschiebungen bei einzelnen Teams, macht dies jedoch einen gleichmäßigen und fairen Wettbewerb nicht möglich“, lautet die Erklärung der der Liga.

Ein Aufsteiger aus der Oberliga soll, wie im Kooperationsvertrag mit dem DEB geregelt, ausgespielt werden. Sofern dieser für die zweite Liga lizenziert wird und keine DEL2-Mannschaft in die DEL aufsteigt, tritt der Club als 15. Team in der Saison 2021/2022 an. Wenn dieser Fall eintritt und die DEL2 in der kommenden Saison mit 15 Teams spielt, werden in den dann folgenden Endrunden zwei Absteiger in die Oberliga ausgespielt, um die Liga wieder auf die ursprüngliche Stärke von 14 Clubs zu bringen.

„Unser Fokus liegt auf der vollständigen Hauptrunde und auf Maßnahmen unsere Clubs in der aktuell schwierigen Zeit auch wirtschaftlich zu unterstützen. Mit dem einmaligen Aussetzen des Abstiegs reagieren wir auf die Abweichungen im Spielrhythmus und damit auf eine teilweise ungleiche Hauptrunde. Zudem wollen wir den DEL2-Clubs damit den sportlichen und wirtschaftlichen Druck eines Abstieges nehmen und vielmehr bereits jetzt schon an der Stabilität und den Planungen für die Saison 2021/2022 arbeiten," so Rudorisch.

„Wir sehen natürlich die vielfältigen Herausforderungen, die die Clubs in dieser schwierigen Zeit zu meistern haben. Die DEL2 hat alles dafür getan, den sportlichen Wettbewerb in der gewohnten Form mit einem Abstieg aufrechtzuerhalten und das ist letztlich auch der Grund, weshalb wir der Entscheidung zugestimmt haben. Für den DEB war ein zentraler Punkt in den Gesprächen, dass die Möglichkeit eines Aufstiegs aus der Oberliga unangetastet bleibt, dies ist gewährleistet. Unterm Strich ist schließlich zu konstatieren, dass wir nun im deutschen Profieishockey insgesamt einheitliche Regelungen haben, was das Aussetzen des Abstiegs angeht,“ erklärt der DEB-Vizepräsident Marc Hindelang.

Zuletzt wurde die Transferfrist in der laufenden Saison an die IIHF angepasst. Der internationale Verband hatte aufgrund der teilweise verschobenen Spielzeiten die internationale Transferfrist vom 15. Februar auf den 01. März verlegt. Insofern können auch die DEL2-Clubs bis einschließlich 01. März Spielertransfers tätigen.


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Notizen

  • vor 45 Minuten
  • Torhüter Sebastian Scherer, 20, hat sich mit den Selber Wölfen aus persönlichen Gründen auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Er bestritt in dieser Saison ein Oberliga-Spiel.
  • gestern
  • Mit André Schrader wird ein deutscher Schiedsrichter bei den Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina mit dabei sein. Der 36-Jährige wurde nach 2014 und 2022 bereits zum dritten Mal vom Eishockey-Weltverband IIHF für Olympische Winterspiele nominiert.
  • gestern
  • Bei der U18-Weltmeisterschaft (Division I, Gruppe A) der Frauen hat die deutsche Auswahl ihren zweiten Turniersieg gefeiert. Durch Doppelpacks von Alexandra Boico und Charleen Poindl sowie ein Tor von Annika Stephainski gelang ein 5:1 gegen Italien. Am Samstag trifft die DEB-Auswahl auf Japan.
  • gestern
  • Paul Vinzens von den Blue Devils Weiden wurde von der DEL2 als U21-Förderspieler des Monats Dezember 2025 ausgezeichnet. Der 20-jährige Stürmer erzielte im Monat Dezember sechs Punkte in acht Spielen (drei Tore, drei Assists) und hatte eine Plus/Minus-Bilanz von +6.
  • vor 2 Tagen
  • Stürmer Leon Tettenborn hat seinen Vertrag beim Nord-Oberligisten Herner EV aufgelöst. Der 20-Jährige war im Sommer aus Kassels Nachwuchs gekommen, blieb in 31 Punktspielen jedoch punktlos. Nun zieht es Tettenborn nach Angaben der Miners zu einem Regionalligisten.
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