Anzeige
Donnerstag, 18. Februar 2021

Der 33. DEL2-Spieltag am Donnerstag Überraschung in Landshut, bitterer Abend für Kaufbeuren, Bayreuth bringt Kassel in Bedrängnis

Bayreuth führte am Donnerstagabend zwischenzeitlich mit 3:1 gegen die Huskies. Doch Kassel wäre nicht Kassel, hätten die Schlittenhunde keine Antwort gehabt. Sie glichen noch aus, nach 60 Minuten stand es 4:4. Am Ende siegte Kassel im Penaltyschießen mit 5:4. Foto: Imago / Peter Kolb

Eine faustdicke Überraschung erlebten Beobachter der DEL2 am Donnerstagabend beim Spiel in Landshut. Die Bietigheim Steelers waren als klarer Favorit dorthin gereist, immerhin hatten sie zuletzt drei Matches in Folge gewonnen, während Landshut schon seit Wochen auf einen Sieg wartet. Am Donnerstag war es nun wieder so weit – und zwar mit einem weitaus deutlicheren Ergebnis als gedacht. Die Niederbayern, die schon im ersten Abschnitt klar überlegen waren, demonstrierten vor allem im Mitteldrittel große Überlegenheit und setzten sich am Ende mit 6:1 durch. Power und Zimmermann machten auf EVL-Seite jeweils drei Punkte.

Die Spiele im Stenogramm (7 Einträge)

 

Ähnlich zerknirscht wie die Steelers dürfte der ESV Kaufbeuren sein. Dieser hatte wegen mittlerweile drei verletzten Torhütern kurzerhand Benedikt Hötzinger (aus Füssen) verpflichtet, doch dieser erlebte keinen guten Einstand. Eigentlich war die Partie schon nach ein paar Minuten entschieden, mit 3:0 ging es zum ersten Pausentee. Gegner Frankfurt machte seine Sache offensiv sehr gut; Kaufbeuren waren hinten mitunter überfordert – den Ehrentreffer der Kaufbeurer erzielte Julian Eichinger in Überzahl, die Hessen nahmen beim 7:1 drei Punkte mit. Kein guter Abend war es für Sören Sturm, der nach den 60 Minuten eine Plus-Minus-Bilanz von -4 aufwies.

Ein enges Match lieferten sich Crimmitschau und Heilbronn – die Falken schienen zwischendrin deutlich wegzuziehen, doch die Eispiraten steckten nicht auf. Letztlich führten die Hausherren in diesem immer engen Spiel aber nie, weshalb drei Punkte und der 5:3-Sieg für die Falken in Ordnung geht. 

In Dresden erwischte Ravensburg einen guten Tag – schon im ersten Abschnitt zeigten Czarnik und Henrion, wo es lang geht. Durch Treffer von Filin und Huard kamen die Hausherren nach dem Seitenwechsel zwar nochmals heran, am Ende aber zog Ravensburg auf 5:2 davon. Erst spät entschieden wurde das Aufeinandertreffen zwischen den Lausitzer Füchsen und Freiburg. Die Füchse erwischten das besser erste Drittel, die Gäste waren im Mittelabschnitt überlegen. Beide nahmen nach 60 Minuten einen Zähler mit, über Sieg und Niederlage wurde aber erst im Penaltyschießen entschieden. Hier war es Scott Allen, der für die Wölfe den Unterschied ausmachte. Das Spiel endete 4:3.

Tabellenführer Kassel tat sich unterdessen bei den Tigern in Bayreuth ziemlich schwer. Die Hausherren führten schon nach gut zwölf Minuten ziemlich verdient mit 2:0 – und auch als die Schlittenhunde nach dem Seitenwechsel den Anschlusstreffer erzielten, dauerte es nicht allzu lange, ehe der alte Abstand wieder hergestellt war. Aber Kassel wäre eben nicht Tabellenführer, wenn sie keine Antwort parat gehabt hätten. Lois Spitzner nutzte eine Überzahl gut vier Minuten vor der zweiten Pause und sorgte somit für reichlich Spannung in den dritten 20 Minuten. Zwar legte Bayreuth nach, dann aber tauchte Brett Cameron auch positiv auf: Musste er im ersten Abschnitt noch wegen eines Checks gegen den Kopf für zwölf Minuten raus, schoss er Kassel jetzt binnen einer halben Minute vom 2:4 zum 4:4. Entschieden wurde dieses Spiel also im Penaltyschießen, wo eher Glück als Können Sieger und Verlierer bestimmte. Am Ende stand ein packendes Eishockeyerlebnis, in dem Kassel ein Zähler mehr vergönnt war. Die Schlittenhunde siegten 5:4.

In Bad Tölz nahm Bad Nauheim etwas zu spät im Spiel erst Fahrt auf – die Roten Teufel unterlagen mit 3:4, der Anschlusstreffer von Kelsey Tessier fiel erst wenige Sekunden vor der Schlusssirene, also zu spät. Somit verlief das Auftaktmatch von Ex-Co-Trainer Harry Lange als nun Hauptverantwortlicher nicht ganz wie gewünscht, aber durchaus ausbaufähig, während die Tölzer Löwen weiterhin oben mitmischen. 


Manuel Weis


Anzeige
Anzeige

Notizen

  • vor 15 Stunden
  • Die Chicago Blackhawks (NHL) haben General Manager Kyle Davidson mit einem Mehrjahresvertrag ausgestattet. Er ist seit 2022 im Amt. Der Club hat seither nie die Playoffs erreicht.
  • vor 2 Tagen
  • Der DEB beschreitet mit dem Jahrgang 2011 neue Wege in der Nachwuchsarbeit. Erstmals tritt eine U15-Perspektivmannschaft in einem internationalen Turnier an. Vom 15. bis 19. April 2026 messen sich die deutschen Nachwuchsspieler in Salzburg (Österreich) mit vier weiteren Teams.
  • vor 3 Tagen
  • Santeri Haarala, zweitbester Punktesammler des Nord-Oberligisten TecArt Black Dragons Erfurt, geht in den kommenden Monaten für die Newcastle Northstars in Australien auf Torejagd. Die Saison in Down Under startet am 17. April und endet am 30. August 2026.
  • vor 4 Tagen
  • Der EC Peiting kann weiter auf einen seiner wichtigsten Angreifer zählen: Thomas Heger verlängert seinen Vertrag beim Süd-Oberligisten für die kommende Spielzeit. Der 28-Jährige sammelte für Peiting 2025/26 in 55 Einsätzen 55 Punkte und erzielte insgesamt 29 Tore.
  • vor 5 Tagen
  • Der langjährige DEL-Verteidiger Dylan Yeo beendet seine Karriere. Sein letzter Club, die Dragons de Rouen (Frankreich), gaben dies in Folge ihres Halbfinal-Aus bekannt. Der 39-jährige Yeo hatte für die Straubing Tigers, die Iserlohn Roosters und die Schwenninger Wild Wings gespielt.
Anzeige

Die Eishockey NEWS-App

Lesen Sie jetzt alles über die schnellste Mannschaftssportart der Welt auf Ihrem Tablet oder Smartphone. Alle deutschen Ligen, die NHL und die europäischen Clubs finden Sie auf einen Klick. Mit allen Artikeln und Bildern.