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Freitag, 10. September 2021

1. Spieltag in der PENNY DEL Aufsteiger Bietigheim feiert Auftaktsieg über Ingolstadt, Straubing schlägt Mannheim, DEG gewinnt torreiches Derby in Krefeld

Die Bietigheimer Stürmer Riley Sheen und Evan Jasper trafen beide in ihrem ersten DEL-Spiel. Am Ende überraschten die Steelers gegen Ingolstadt mit 5:4.
Foto: IMAGO / Eibner

Was für ein torreicher Auftakt in die Saison 2021/22 in der PENNY DEL! Die Fans sind zurück in den Stadien – und hatten jede Menge Grund zu feiern. Besonders die von Aufsteiger Bietigheim, der gleich im ersten Spiel der Saison den ersten Sieg verbuchen konnte. Gegen den klaren Favoriten aus Ingolstadt triumphierten die Schwaben mit 5:4! Ebenso groß war die Freude am Straubinger Pulverturm, wo die Hausherren mit 4:2 gegen die Adler Mannheim gewannen und so erfolgreich Revanche für die unglückliche Playoff-Niederlage im Frühjahr nehmen konnten. Einen 6:4-Derbysieg in Krefeld durften die Anhänger der Düsseldorfer EG feiern. Drei Zähler behielten die Iserlohn Roosters im Duell mit Nürnberg (4:1) am Seilersee. Overtimesiege feierten Köln gegen Wolfsburg und die Fischtown Pinguins beim Gastspiel in Schwenningen.

Einen Traumstart erwischte Aufsteiger Bietigheim: Die Neuzugänge Constantin Braun und Mitch Heard brachten die Steelers im ersten Spiel ihrer DEL-Historie mit zwei Powerplay-Treffern früh auf die Siegerstraße. Die Gäste aus Bayern zeigten sich von der Kaltschnäuzigkeit der Schwaben beeindruckt. Nach dem Anschlusstreffer von Ingolstadts Louis-Marc Aubry kurz vor Ende des ersten Drittels legten die Hausherren erneut zwei Tore vor. Evan Jasper mit einem wunderschönen Bauerntrick und Riley Sheen, beide maßgeblich am Aufstieg der Mannschaft von Trainer Daniel Naud beteiligt, erhöhten auf 4:1 für Bietigheim, ehe erneut Aubry Ingolstadt im Spiel hielt. Im Schlussdrittel drohten die Steelers den Überraschungssieg aber noch einmal aus der Hand zu geben. ERC-Verteidiger Ben Marshall stellte per Doppelschlag auf 4:4, ehe der Ingolstädter Hintermannschaft ein folgenschwerer Fehler in eigener Überzahl unterlief – den Bietigheim mit dem 5:4-Siegtreffer nutzte (52.). Der ehemalige Berliner Brendan Ranford ließ den insgesamt glücklosen Kevin Reich im Tor der Panther keine Chance und die knapp 3.000 Fans im Ellental jubeln.

Torreich verlief auch das Derby zwischen den Krefeld Pinguinen und der Düsseldorfer EG vor knapp 5.000 Zuschauern – mit dem besseren Ende für die Gäste, die bereits im ersten Abschnitt durch Treffer von Kapitän Alexander Barta und Neuzugang Carter Proft mit 2:0 in Führung gegangen waren und am Ende mit 6:4 ihren Zwei-Tore-Vorsprung behielten. In einem wilden zweiten Abschnitt war die DEG zwischenzeitlich schon auf 5:1 (!) davongezogen, ehe Krefeld doppelt verkürzte. Bereits nach dem vierten Düsseldorfer Treffer war der unglückliche Arbeitstag des jungen KEV-Torhüters Nikita Quapp beendet. Doch auch der eingewechselte Sergei Belov konnte der Partie keine Wende mehr geben und ausgerechnet Ex-Pinguin Brett Olson sorgte in der 55. Minute mit dem 6:3 für die DEG für die Vorentscheidung. Jeremy Braccos zweiter Treffer des Spiels leitete letztlich kein Comeback der Hausherren mehr ein.

Die Straubing Tigers konnten derweil erfolgreich Revanche nehmen für die Viertelfinal-Niederlage gegen Mannheim im Frühjahr und gewannen zum Saisonauftakt gegen auch coronabedingt dezimierte Adler mit 4:2. Zwar hatte Mannheims Kapitän Denis Reul seine Farben früh in Führung gebracht, doch in der Folge übernahmen die Hausherren vor knapp 4.000 Zuschauern das Kommando. Mike Connolly und Travis St. Denis mit seinem DEL-Premierentreffer drehten die Partie noch im ersten Abschnitt zu Gunsten der Tigers. Nach dem 2:2-Ausgleich von Nico Krämmer (30.) war es mit Talent Joshua Samanski (19) ein weiterer Tordebütant in der PENNY DEL, der den letztlich spielentscheidenden Treffer erzielte. Nach einem vergebenen Penalty von Krämmer im Schlussabschnitt war es Connolly, der elf Sekunden vor Spielende den Deckel auf die Partie machte – und mit seinem zweiten Treffer des Abends sogar seine Vorsaison-Ausbeute verdoppelte. Einen weiteren Ausfall mussten die Adler bereits in der 29. Minute verkraften. Torhüter Dennis Endras konnte die Partie verletzungsbedingt nicht fortsetzen und so kam Felix Brückmann ins Spiel.

Die Spiele in der Statistik (6 Einträge)

 

 

Mit einem Handgelenkschuss brachte Daniel Schmölz die Nürnberg Ice Tigers in Iserlohn bereits nach 39 Sekunden in Führung. Die Roosters antworteten aber umgehend: Der US-Amerikaner Nick Shilkey (2.) traf bei seinem ersten Einsatz auf europäischem Eis. Anschließend hatten die Sauerländer mehr vom Spiel. Top-Stürmer Joe Whitney (19.) und Kris Foucault (28.) schossen eine Zwei-Tore-Führung heraus. Eine fünfminütige Strafe gegen den 18-jährigen Fabrizio Pilu machte ein Comeback für die Franken im Schlussabschnitt dann zur Mammutaufgabe. Casey Bailey (52.) sorgte mit dem 4:1 schließlich für die Vorentscheidung. Für Nürnbergs Defender Blake Parlett war das Match nach einem Stockstich in der 18. Minute zudem vorzeitig beendet.

Per Rebound sorgte Wolfsburgs Kapitän Sebastian Furchner (3.) in Überzahl für das frühe 1:0 beim Gastspiel in Köln. Landon Ferraro (18.) egalisierte noch vor der ersten Pause. Im zweiten Abschnitt lieferten sich Haie-Youngster Maximilian Glötzl und Spencer Machacek einen Faustkampf. Auf der Anzeigetafel veränderte sich am Ergebnis hingegen lange nichts mehr. Erst in der Verlängerung konnten die Haie den gut aufgelegten Grizzlys-Torhüter Dustin Strahlmeier (33 Saves) zum zweiten Mal überwinden. Maury Edwards (61.) musste den Puck nach einem Zuspiel von Quinton Howden nur noch über die Linie drücken.

Fünf Tore sahen die 3.356 Zuschauer in Schwenningen im Mitteldrittel: Mit sehenswerten Schüssen von David Cerny (38.) und Max Görtz (40.) holten die Gastgeber einen zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand gegen Bremerhaven auf. Für die Pinguins waren Ziga Jeglic (14.), Ross Mauermann (30.) und Christian Vejse (37.) erfolgreich, der erste Wild Wings-Treffer ging auf das Konto von Tyson Spink (22.). Zur Entscheidung benötigte das Duell – nach dem torlosen letzten Abschnitt – eine Overtime. Dort sicherte der ehemalige NHL-Spieler Tye McGinn den Nordseestädtern 38 Sekunden vor Abpfiff den zweiten Zähler.

Sebastian Groß/Tim Heß


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