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Mittwoch, 15. September 2021

Interview, Teil 2 Bundestrainer Toni Söderholm über die Planungen der Saison: „Es kann sein, dass wir mit fünf Reihen zum Deutschland Cup fahren“

Bundestrainer Toni Söderholm

Foto: imago images/Action Pictures

Bundestrainer Toni Söderholm hat in den vergangenen Tagen und Wochen einen Besuchsmarathon hinter sich. Mehrere Tausend Kilometer war er unterwegs, um Spieler und Clubverantwortliche zu treffen. Für die Nationalmannschaft steht ein hartes Jahr auf dem Programm. In Teil 1 des Interviews sprach er über cleveres Kadermanagement, in Teil 2 über Nationalspieler im europäischen Ausland, seinen Trainerstab und die Vorbereitung auf den Deutschland Cup und die Olympischen Spiele.

Es gibt jetzt wieder vermehrt Nationalspieler im europäischen Ausland. Wie stehen Sie mit diesen in Kontakt und besuchen Sie sie vielleicht?
Söderholm: „Die KHL steht nicht auf dem Plan. Vielleicht sehe ich aber das eine oder andere Spiel, wenn ich bei meiner Familie in Helsinki bin. Tom Kühnhackl und Stefan Loibl habe ich getroffen, als beide mit Skelleftea in Berlin CHL gespielt haben. Ich habe eine sehr guten Draht zum Trainer und der Sportlichen Leitung dort und kenne beide Spieler auch sehr gut. Gleiches gilt für Dominik Kahun in Bern, den ich wohl einmal besuchen werde. Und da ist ja noch Tobias Fohrler in Ambri-Piotta. Er ist bei der letzten Vorbereitung verletzt ausgeschieden, da war sehr schade für ihn, denn er macht sehr gute Fortschritte.“

Heißt das vielleicht auch, dass diese Spieler für den Deutschland Cup eher weniger infrage kommen, weil Sie sie schon kennen?
Söderholm: „Nein, sie kommen schon infrage. Wir werden auch mit dem bestmöglichen Kader spielen. Aber: Patrick Hager hat 2018 mehr als 90 Spiele gemacht. Ich denke, das ist die gesunde Grenze für europäische Verhältnisse. Man muss also die Sinnfrage stellen. Gerade im Februar finden entscheidende Spiele statt. Deshalb ist der gute Kontakt zu den Trainern so wichtig. Wir kündigen also vorher an, dass wir einen Spieler vielleicht nehmen, bitten aber darum, dass er vielleicht die eine oder andere Pause bekommt und mal nicht trainiert.“

Wie sieht ihr nächster Schritt in der Vorbereitung auf den Deutschland Cup aus?
Söderholm: „Spiele, Spiele, Spiele! An meiner Planung aus den Vorjahren wird sich nichts ändern. Es geht jetzt darum, Eindrücke zu sammeln, wo die Spieler stehen. Es kann sein, dass wir mit fünf Reihen zum Deutschland Cup fahren und dass der eine oder andere nur zwei Spiele macht.“

Wie wird Ihr Trainerstab in dieser Saison aussehen?
Söderholm: Ville Peltonen und Matt McIlvane sind jetzt nicht dabei. Cory Murphy und auch Ilpo Kauhanen werden das ganze Jahr über bei uns sein. Der zweite Co-Trainer ist noch offen.“

Wie wird die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele aussehen?
Söderholm: „Wir hatten einen Grundplan, aber der Rest war bis zur Entscheidung der NHL Anfang September auf Eis gelegt. In Nordamerika haben wir sechs bis zehn Spieler, die infrage kommen. Wir klären gerade, ob auch die AHL-Spieler teilnehmen können. Aber ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass Toronto Marc Michaelis in dieser Phase die Freigabe nicht erteilen würde. Dazu muss ich aber noch mit GM Kyle Dubas sprechen. Die NHL-Spieler werden am 6. Februar direkt nach Peking kommen. In Deutschland werden wir mit dem Kader und vielleicht einigen lokalen Spielern trainieren und zwei Tage vor den NHL-Spielern in Peking ankommen, ein Testspiel wird nicht möglich sein.“

Interview: Michael Bauer und Sebastian Groß


Kurznachrichtenticker

  • gestern
  • Die Kölner Haie aus der PENNY DEL dürfen am Sonntagabend gegen die Augsburger Panther bis zu 11.400 Zuschauer in der Lanxess Arena begrüßen. Dies sind rund 2.000 mehr als beim Liga-Auftakt gegen die Grizzlys Wolfsburg am vergangenen Freitag.
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  • Nach seiner Vertragsauflösung bei den Eisbären Regensburg wechselt Felix Schwarz innerhalb der Oberliga Süd zu den EHF Passau Black Hawks. Bei den Dreiflüssestädtern trifft der 24-jährige Angreifer auf seinen jüngeren Bruder Aron.
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  • Nächster Verletzungsrückschlag bei den Adlern aus Mannheim: Dennis Endras (36) fällt aufgrund einer Beinverletzung, die sich der Goalie ebenfalls beim Liga-Auftakt in Straubing zuzog, rund fünf Wochen lang aus. Als Backup von Felix Brückmann (30) wird in diesem Zeitraum Florian Mnich (21) fungieren.
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  • Die Adler Mannheim (PENNY DEL) müssen für drei bis vier Wochen auf Stürmer Ruslan Iskhakov (Fußverletzung) verzichten.
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  • Aufgrund der Coronafälle im Team der Löwen Frankfurt wurde das für kommenden Sonntag geplante Testspiel der Hessen beim DEL2-Konkurrenten aus Dresden abgesagt.
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