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Freitag, 27. Mai 2022

Nach dem Viertelfinale gegen Tschechien Zu Beginn der Partie zu passiv und unorganisiert – Seider: „Das ist ein großer Punkt, den wir aufarbeiten müssen“

Die DEB-Auswahl nach dem Turnieraus in Helsinki.
Foto: imago imges/ActionPictures

Eigentlich wollten Marcel Noebels und die deutsche Eishockeynationalmannschaft im WM-Viertelfinale eine Rechnung begleichen. Doch nach 2019 in der Slowakei (1:5) scheiterte die DEB-Auswahl auch in Finnland in der Runde der letzten Acht an Tschechien. Am gestrigen Donnerstag schied die Mannschaft von Toni Söderholm mit einer 1:4-Niederlage aus dem Turnier aus. "Die ersten zehn, zwölf, 13, 14 Minuten waren von uns zu unorganisiert. Vom Timing und den Laufwegen her. Wir sind nicht ins Forechecking gekommen", resümierte der Finne, der den Tschechen Disziplin und Zweikampfhärte anerkannte.

Natürlich fokussierte sich Söderholm auch auf den Start der Partie. Immerhin lag das Team von Kari Jalonen durch zwei Powerplay-Erfolge schon nach rund zehn Minuten mit 2:0 in Führung. "Vielleicht haben wir schon nach dem ersten Tor etwas unsere Geduld verloren. Wir wollten direkt den Ausgleich erzielen, was auch logisch ist", meinte der 44-Jährige. "Aber wir haben das Spiel noch nicht aus der Hand gegeben und uns im Verlauf der Partie stetig verbessert."  Anschließend sprach Söderholm über die geringe offensive Ausbeute. Vor allem in der offensiven Zone müsse man in Zukunft mehr Zweikämpfe gewinnen. "Teilweise kommen wir in die Zone, versuchen einen Pass zu spielen und müssen wieder raus. Wir müssen Zeit gewinnen, ein bisschen mehr Power in unser Offensivspiel bringen und mehr kreieren. Aber man kann Torchancen nicht nur erzwingen", sagte der Head Coach. Dennoch dürfe man nicht vergessen, dass das Niveau des Turniers und besonders der K.o.-Spiele "unglaublich hoch" sei. Trotzdem blieb auch bei Söderholm das Gefühl, dass mehr drin war. Wie 2019.

"Wir waren einfach nicht gut genug. Wir haben dem Gegner zu viel Respekt gezollt, den man nicht zollen muss", fand Moritz Seider, der einzige Torschütze, klare Worte. "Wir haben im Turnier des Öfteren den Start verschlafen. Das ist ein großer Punkt, den wir aufarbeiten müssen", ergänzte der NHL-Verteidiger, der seinem Team insgesamt "ordentliches Eishockey über viele Tage" attestierte. "Ein paar Jungs, die vielleicht viele Menschen nicht auf dem Schirm hatten, sind über sich hinausgewachsen und haben Deutschland und uns Mitspieler begeistert. Es war eine Freude, mit den Jungs auf dem Eis zu stehen", betonte der 21-Jährige. Torhüter Philipp Grubauer sprach davon, dass man das Spiel in Unterzahl verloren habe. "Bei fünf-gegen-fünf standen wir gut und hatten sie unter Kontrolle", meinte der Rosenheimer, der die "junge und talentierte" Nationalmannschaft für die nächsten Jahre "gut aufgestellt" sieht.

Die 1:4-Niederlage verfolgten am Donnerstag 650.000 Zuschauer:innen ab drei Jahren (Z3+) im Schnitt auf SPORT1, das ist der Bestwert im bisherigen Turnierverlauf. In der Spitze waren 800.000 Zuschauer (Z3+) dabei. Dazu erzielte die Liveübertragung im Free-TV mit Moderatorin Jana Wosnitza, Kommentator Basti Schwele und Experte Rick Goldmann einen Gesamt-Marktanteil von 5,8 Prozent (Z3+).


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Notizen

  • vor einer Stunde
  • Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Frauen hat bei der Weltmeisterschaft im italienischen Ritten zum Auftakt mit 1:2 n.V. gegen Frankreich verloren, deutsche Torschützin war Alexandra Boico. Weiter geht es für Deutschland am Dienstag um 13 Uhr gegen Dänemark.
  • vor 5 Stunden
  • Elvis Gorontzy-Slack wird nun doch für die Stuttgart Rebels auflaufen. Der Vertrag mit dem Stürmer war wegen einer Knieverletzung im Sommer wieder aufgelöst worden. Doch nun wurde der Deutsch-Kanadiers (im Vorjahr 24 Punkte in zehn Spielen für den Regionalligisten Bremen) schneller fit als erwartet.
  • vor 9 Stunden
  • NHL am Sonntag: Boston - Pittsburgh 1:0 (Shutout Joonas Korpisalo), Nashville - Washington 3:2 (Alex Ovechkin knackt auch in 21. Saison die 20-Tore-Marke), Winnipeg - New Jersey 4:3, Utah - Columbus 2:3 n.V., San Jose - Vegas 2:7 (Tomas Hertl mit fünf Scorer-Punkten).
  • vor 2 Tagen
  • JJ Peterka erzielte in der Nacht auf Freitag beim 4:2 der Utah Mammoth gegen die St. Louis Blues seinen 30. Punkt in der laufenden Saison, eine Vorlage zum 4:2-Endstand. Weitere Ergebnisse: Chicago - Washington 1:5, Winnipeg - Los Angeles 5:1.
  • vor 3 Tagen
  • Der Herner EV, aktuell Tabellenneunter der Oberliga Nord, hat die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Sportlichen Leiter Björn Muthmann beendet. Die Trennung sei einvernehmlich erfolgt, heißt es in der Mitteilung des Clubs. Muthmanns Aufgaben werden vorerst vom Trainerteam um Dirk Schmitz übernommen.
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