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Montag, 27. Juni 2022

Cale Makar gewinnt Conn Smythe Trophy 2:1 in Spiel 6 in Tampa: Colorado Avalanche erstmals seit 2001 wieder Stanley-Cup-Champion, Nico Sturm fünfter deutscher Gewinner

Gabriel Landeskog mit dem Stanley Cup

Foto: imago images/ZUMA Press/Dirk Shadd

Die Colorado Avalanche hat es geschafft: Die Franchise aus Denver hat durch einen 2:1-Sieg in Spiel 6 der Finalserie gegen Titelverteidiger Tampa Bay Lightning zum ersten Mal seit 2001 und zum insgesamt dritten Mal in der Franchise-Geschichte den Stanley Cup gewonnen.

Nico Sturm ist damit nach Uwe Krupp, Dennis Seidenberg, Tom Kühnhackl und Philipp Grubauer der fünfte deutsche Spieler, der den Titel gewonnen hat. Krupp hatte 1996 mit seinem Tor in der dritten Overtime von Spiel 4 gegen die Florida den ersten Titelgewinn der Avalanche perfekt gemacht.

Steven Stamkos hatte die Lightning in der vierten Minute bereits in Führung gebracht, Nathan MacKinnon glich in der 22. Minute bei einer angezeigten Strafe aus spitzem Winkel aus und Artturi Lehkonen gelang in der 33. Minute das Championship Winning Goal.

Colorados Verteidiger Cale Makar erhielt die Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs. Der 23-jährige Superstar, eben erst mit der Norris Trophy als bester Verteidiger ausgezeichnet, erzielte in den Playoffs 29 Punkte (acht Tore, 21 Vorlagen).

Gabriel Landeskog durfte danach den Stanley Cup aus den Händen von Deputy Commissioner Bill Daly entgegen nehmen. Chef Gary Bettman war aufgrund einer Corona-Erkrankung verhindert. Die Trophäe bekam dann schon nach wenigen Minuten eine Delle, denn sie schlug als sie von Nicolas Aube-Kubel zum Teamfoto gebracht wurde auf dem Eis auf. Der war zuvor ausgerutscht. Phil Pritchard, einer der Keeper of the Cup, sagte, es sei das erste Mal, dass der Cup schon auf dem Eis eine Delle bekommen habe.

Jubelnd hatte Sturm den Cup in die Höhe gestreckt, als er an der Reihe war und küsste den Silberpokal, bevor er ihn an seinen nächsten Teamkollegen weitergab. Für den 27-jährigen gebürtigen Augsburger erfüllte sich der Traum beinahe ähnlich schnell wie damals bei Tom Kühnhackl, der während der Saison 2016 aus der AHL kommend mit Pittsburgh seinen ersten von zwei Stanley Cups gewann. Sturm gab 2019 vom College kommend sein Debüt in der NHL für die Minnesota Wild und spielte nun erst seine zweite komplette NHL-Saison. Am 15. März dieses Jahres wurde er von den Wild nach Colorado getauscht, wo er als Rollenspieler in der dritten oder vierten Reihe eingesetzt wurde. Er bestritt alle Finalspiele und kam in insgesamt 13 Playoff-Spielen auf zwe Vorlagen und eine durschnittliche Eiszeit von 8:27 Minuten.

Bitte war die Niederlage für Tampas Corey Perry, der zum dritten Mal in Folge ein Finale verlor. In den beiden Vorjahren hatte er als Spieler der Montreal Canadiens und Dallas Stars jeweils zusehen müssen, wie die Lightning den Cup gewannen. 2007 war er ein wichtiger Bestandteil der Siegermannschaft der Anaheim Ducks.


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Notizen

  • vor 5 Stunden
  • DEL2-Stürmer Corey Mackin, Top-Scorer der Eispiraten Crimmitschau, fällt rund drei Wochen aus. Der 30-Jährige zog sich im Dienstagsspiel gegen die Ravensburg Towerstars bei einem ungeahndeten Crosscheck eine Oberkörperverletzung zu.
  • gestern
  • Für Bayreuths Stürmer Lennard Habeck (32 Einsätze, vier Tore, sechs Vorlagen in der Oberliga Süd) ist die Saison vorzeitig beendet. Der 20-Jährige muss sich aufgrund einer Schulterverletzung einer OP unterziehen.
  • gestern
  • Maximilian Söll fällt den Bietigheim Steelers (DEL2) mit einer Unterkörperverletzung in den kommenden Wochen aus. Brett Kemp (Oberkörperverletzung) könnte etwaig am Wochenende ins Aufgebot zurückkehren.
  • gestern
  • Die Eisbären Berlin (PENNY DEL) nehmen an der Jubiläumsausgabe des Dolomiten Cup teil. Sie treten vom 21. bis 23. August 2026 in Neumark/Südtirol zur 20. Ausgabe des Vorbereitungsturniers an. Die weiteren Teilnehmer sind noch nicht kommuniziert.
  • gestern
  • Neuer Co-Trainer für Leif Carlsson: Patric Wener (bis Ende November Cheftrainer des Oberligisten Leipzig) übernimmt die Rolle beim ESV Kaufbeuren. Nach Carlssons Berufung hatte Interimscheftrainer Andrew Donaldson (eingeplant als Co-Trainer) am Wochenende um Vertragsauflösung gebeten.
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