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Sonntag, 25. September 2022

Oberliga Nord am Sonntag 65 Tore in sechs Spielen – Krefeld siegt zweistellig, Essen und Herne drehen ihre Partien, Halle gewinnt gegen Tilburg

Insgesamt dreizehn Tore gab es in der Partie der Hammer Eisbären gegen die ESC Wohnbau Moskitos Essen zu sehen.

Foto: Unverferth

Beim Duell des amtierenden Nordmeisters gegen den Rekordchampion setzten sich die Saale Bulls dank ihrer Paradereihe mit 5:4 gegen die Tilburg Trappers durch. Matias Varttinen (zwei Tore, drei Beihilfen) und Dennis Schütt (vier Vorlagen) hatten den größten Anteil an einer siegreichen Partie, in der die Hausherren neun Minuten vor Ende mit 5:2 in Führung gingen. Die Niederländer erhöhten die Schlagzahl (Schussverhältnis 22:6 im letzten Drittel), setzen alles auf eine Karte und zogen früh den Goalie – doch der 4:5-Anschlusstreffer 22 Sekunde vor Abpfiff kam zu spät, um Zähler aus Halle zu entführen.

Rund 40 Kilometer südöstlich kam es zu einer Punkteteilung. Beim 2:1-Sieg nach Penalty-Schießen gegen die EXA IceFighters Leipzig sicherten sich die Crocodiles Hamburg den Zusatzpunkt und fuhren ihren zweiten Sieg des Wochenendes ein. Der zum Kapitän gewählte Dominik Lascheit brachte die Hanseaten kurz vor der ersten Pause in Führung, die Jonas Wolter postwendend vor der Sirene egalisierte. Im Anschluss mussten die 1.417 Besucher im Leipziger Kohlrabizirkus 45 Minuten warten, ehe wieder ein Puck die Torlinie überquerte. Nach den zwei folgenden, torlosen Dritteln konnten auch in der Verlängerung weder Patrick Glatzel noch Kai Kristian überwunden werden, erst im Penalty-Schießen sorgte Lascheit mit seinem zweiten Treffer des Abends für die Entscheidung zu Gunsten der Crocodiles.

Eine mehr als unterhaltsame und spannende Partie boten die gastgebenden Hammer Eisbären und die ESC Wohnbau Moskitos Essen den 768 Besuchern am Maxipark. Die frühe 1:0-Führung der Eisbären drehten die Stechmücken noch im ersten Drittel zu einer eigenen 3:1-Führung – um im weiteren Spielverlauf nach fünf weiteren Gegentreffern nach 42 Minuten mit 3:6 im Hintertreffen zu liegen. Ein Doppelpack von Aaron McLeod sowie der Ausgleichstreffer durch Robin Slanina stellten die Partie wieder auf Anfang, in der anschließenden Overtime avancierte Henry Martens zum Matchwinner für die Stechmücken.

Nicht minder verrückt die Partie am Pferdeturm in Hannover. Nach einer Viertelstunde lagen die gastgebenden Indians gegen den Herner EV bereits mit 0:3 im Hintertreffen, ehe man sich mit zwei Toren noch vor der ersten Pause ins Spiel zurückkämpfte. Nach Wiederanpfiff setzten die Niedersachsen mit einem Doppelschlag zur Spielmitte die Partie wieder auf Anfang – um nur 31 Sekunden später wieder im Hintertreffen zu liegen. Im Schlussabschnitten baute Nils Liesegang in doppelte Überzahl die Führung der Miners aus, den Schlusspunkt zum 6:4-Auswärtserfolg setzten HEV-Angreifer Braylon Shymr per Penalty (50.).

Spiel-Stenogramme (7 Einträge)

 

Nach dem Punktgewinn zum Saisonauftakt in Essen sind die Füchse Duisburg im Heimspiel gegen den Krefelder EV mit 2:10 böse unter die Kufen gekommen. Bereits nach zwanzig Minuten führten die Gäste mit 5:0 und beendeten den Arbeitstag von EVD-Goalie Niklas Lunemann. Der für ihn neu ins Spiel gekommene Linus Schwarte musste bis zur 49. Minute viermal hinter sich greifen, ehe es der Aufsteiger mit zwei Toren aufs Scoreboard schaffte und ein wenig Ergebniskorrektur betreiben konnte – ein zehnter Gegentreffer (54.) und somit eine zweistellige Niederlage blieb den Füchsen jedoch nicht erspart.

Mit einem 5:3-Erfolg gegen die TecArt Black Dragons Erfurt machten die Hannover Scorpions das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt. Die 2:0-Führung der Hausherren glichen die Gäste aus Thüringen im zweiten Spielabschnitt aus, ehe die Wedemarker unmittelbar nach Beginn des letzten Drittels erneut einen Zwei-Tore-Vorsprung herausspielten. Dem fünften Treffer der Scorpions ließ Erfurts Arnoldas Bosas mit seinen zweiten Shorthander des Abends das 3:5 folgen – bei jedoch nur noch 32 Sekunden auf der Uhr war die Messe für die Drachen gelesen, der zweite Saisonsieg für die Scorpions perfekt.

Aufgrund der verspäteten Anreise der Rostocker Piranhas begann die Partie beim Herforder EV mit einer 75-minütigen Verspätung. Die Gastgeber, von Beginn an hellwach, schossen bis zur 21. Minute eine 4:1-Führung heraus, ehe die Raubfische die Busbeine ablegten und mit drei Treffern im mittleren Spielabschnitt den Weg zurück in die Partie fanden. Im Schlussabschnitt sorgte Logan DeNoble mit dem fünften Tor der Ice Dragons für den Gamewinner zu Gunsten der Gastgeber, die mit einem Schuss ins verwaiste REC-Gehäuse eine Sekunde vor Abpfiff das halbe Dutzend Treffer vollmachten.

Mario Schoppa


Kurznachrichtenticker

  • vor einer Stunde
  • Verteidiger Markus Jänichen beendet mit sofortiger Wirkung sein Engagement bei den HC Landsberg Riverkings in der Oberliga Süd. "Der Zeitpunkt ist natürlich mehr als ungünstig, leider ging es nicht anders", sagt der Lehrer, bei dem sich eine neue berufliche Situation ergeben hat.
  • vor einer Stunde
  • Stürmer Jayden Schubert von den Hannover Indians wurde nachträglich für insgesamt drei Meisterschaftsspiele der Oberliga Nord vom DEB gesperrt.
  • vor 8 Stunden
  • Süd-Oberligist Passau Black Hawks hat die Verträge mit Levin Vöst und Jonas Franz aufgelöst. Für beide Spieler sei der Aufwand Oberliga-Eishockey zu spielen und gleichzeitig ihren Berufen nachzugehen, nicht mehr vereinbar gewesen, teilte der Club mit.
  • gestern
  • Bei Laura Kluge (ECDC Memmingen) ist eine alte Verletzung wieder aufgebrochen, weshalb sich die 26-jährige Angreiferin einer Operation unterziehen muss. Kluge wird rund sechs Monate ausfallen und damit auch der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Kanada im April fehlen.
  • gestern
  • Die Augsburger Panther (PENNY DEL) müssen nach eigenen Angaben vom Mittwoch „weiter auf unbestimmte Zeit“ auf Verteidiger David Warsofsky verzichten. Der US-Amerikaner zog sich bereits Mitte Oktober beim Gastspiel der Panther in Straubing eine Gehirnerschütterung zu.
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