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Montag, 17. Oktober 2022

Diskussion zwischen Sportchefs und SVE in Sackgasse Spielervereinigung SVE veröffentlicht erstmals Mitgliederzahlen: Diskussionen um Modifizierung der U23-Regel in der PENNY DEL

Der 22-jährige Dominik Bokk kommt in zehn Spielen für Frankfurt schon auf 13 Punkte. Er ist ein ehemaliger Erstrundenpick der St. Louis Blues, seine Rechte haben die Carolina Hurricanes.

Foto: City-Press

Lange hat es gedauert, nun hat die Spielervereinigung SVE auch eine konkrete Mitgliederzahl veröffentlicht. Rund 350 Mitglieder (darunter auch Spieler aus der DEL2, Fördermitglieder und Fans) hat die SVE mittlerweile. „Aus der DEL haben wir rund 70 bis 75 Prozent der Spieler, die bei uns Mitglied sind“, sagte Geschäftsführer Christopher Röder gegenüber Eishockey NEWS. „Zum Teil sind auch ganze Mannschaften bei uns Mitglied.“

Es gebe aber auch Teams, wo sich die SVE schwer tue, Mitglieder zu akquirieren. Konkrete Teams wollte er aber auf Nachfrage nicht nennen. „Wir sind aber stolz darauf, dass die komplette Nationalmannschaft Mitglied der SVE ist.“ Man sehe insgesamt weiter steigende Mitgliederzahlen. In der nun begonnenen Saison sei der Zuwachs wieder stärker als über den Sommer.

Es war zuletzt ruhig geworden um die Spielervereinigung. In der vergangenen Saison hatte Röder dann mit einem scharfen Interview in Richtung Gernot Tripcke und der DEL für Aufsehen gesorgt. Doch zuletzt gab es vermehrt Gespräche. Die verschiedenen Kommissionen der Liga und die Spielervereinigung waren mehrmals im Austausch.

Nun ist aber gerade die Diskussion zwischen den Sportchefs und der SVE in einer Sackgasse angelangt. Konkret geht es um die Zahl der U23- und der Importplätze. Letzteres haben die Manager angesprochen, ersteres die SVE. „Das ist momentan das heißeste Eisen“, sagt  Röder zu den U23-Stellen. Die Sichtweisen von Liga und Spielervereinigung, sie sind verschieden und auf den ersten Blick unvereinbar. Beide argumentieren auch mit dem Wohle der Nationalmannschaft.

„Es hat sich gezeigt, dass die U23-Regel das deutsche Eishockey nach vorne gebracht hat“, ist Tim Regan überzeugt. Der Sportdirektor des ERC Ingolstadt sitzt im Nachwuchsausschuss der DEL und fügt an: „Die U23-Regel öffnet jungen Spielern die Tür zur DEL und wir haben sogar Spieler aus dem U23-Bereich, die es in die Nationalmannschaft geschafft haben.“

Röder meint hingegen, die U23-Regel „sollte überdacht werden“. Die Position der SVE lautet, das mag erst mal überraschen: Reduktion der U23-Plätze von drei auf zwei Stellen. „Die Regelung sorgt dafür, dass viele der U23-Spieler mit dem 24. Lebensjahr die Liga wieder verlassen müssen oder ein anderer älterer Ü23-Spieler die Liga verlassen muss“, begründet Röder. „Laut Spielbericht dürfen nur 19 spielen. Neun Lizenzspieler plus drei U23-Spieler lassen insgesamt noch Platz für sieben deutsche Spieler, von denen oft einige eingedeutscht sind.“

Martin Wimösterer/Michael Bauer

Eine ausführliche Analyse der Situation finden Sie in der neuen Ausgabe von Eishockey NEWS


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Notizen

  • gestern
  • Stürmer Julian Chrobot muss für die weitere dritte Phase der WM-Vorbereitung passen. Grund dafür ist eine Fingerverletzung, teilt der Deutsche Eishockey-Bund mit.
  • vor 2 Tagen
  • Die Löwen Frankfurt aus der PENNY DEL haben mit Matthias Ott einen neuen Athletiktrainer präsentiert. Der 44-Jährige war zuletzt seit Sommer 2023 für den Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar tätig, sammelte beim EC Bad Nauheim (bis 2018) allerdings auch bereits Erfahrungen im Eishockey.
  • vor 2 Tagen
  • Erstmals seit 1983 wird der 16-malige Titelträger Team Canada in diesem Jahr nicht am Spengler Cup in Davos teilnehmen. Die Gastgeber und der kanadische Verband konnten sich nicht rechtzeitig auf eine Vertragsverlängerung einigen, Ziel beider Parteien sei indes eine Rückkehr in der Zukunft.
  • vor 3 Tagen
  • Der langjährige DEL-Spieler Matt Puempel, zuletzt im Dienst der Schwenninger Wild Wings, hat seinen ersten Job nach der Spielerlaufbahn ergriffen: Er wird Cheftrainer und General Manager des Juniorenteams Essex 73's in der Provincial Junior Hockey League.
  • vor 3 Tagen
  • Dominic Auger wird neuer Co-Trainer beim EC Bad Nauheim. Zuletzt sammelte der 49-Jährige erste Erfahrungen als Assistant-Coach bei denKSW IceFighters Leipzig in der Oberliga Nord.
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