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Freitag, 17. Mai 2024

Erster WM-Erfolg über Finnland überhaupt Österreichs Kapitän Schneider nach der Last-Second-Sensation gegen Finnland: „Das war eine Wahnsinnspartie von uns!“

Peter Schneider jubelt nach dem 3:2-Sieg Österreichs gegen Finnland.
Foto: IMAGO/gepa-pictures/Daniel Götzhaber

Eine denkbar unglückliche Niederlage gegen die Schweiz, eine sensationelle Aufholjagd gegen Kanada mit fünf Toren im Schlussdrittel und einem Punktgewinn und nun ein noch sensationellerer Sieg durch ein Last-Second-Tor von Benjamin Baumgartner gegen Finnland. Österreich ist bisher die große Überraschung bei der WM in Tschechien. Kapitän Peter Schneider spricht im Interview über den ersten WM-Sieg gegen Finnland überhaupt.

Herr Schneider, Sie haben gerade Finnland 3:2 geschlagen. Was geht durch Ihren Kopf?
Peter Schneider: „Das war eine Wahnsinnspartie von uns! Der David Kickert hat super gehalten! Wir haben das Glück, dass wir bei dieser WM echt tolle Torhüter haben. Wir kämpfen füreinander, wir blocken Schüsse, wir versuchen mit den großen Nationen mitzufahren, was nicht immer einfach ist, aber...“

Aber Sie schaffen es!
Schneider: „Ja, wenn wir einfach spielen, und das Spiel bis zum Schluss so eng wie möglich halten, dann ist immer alles möglich, aber gegen solche Nationen auch nicht immer alltäglich.“

Solch ich Sie mal kneifen, damit Sie sicher sind, dass das hier auch wirklich kein Traum ist?
Schneider: „Nein, das habe ich jetzt schon realisiert! Man muss schon im Hier und Jetzt bleiben. Man darf jetzt nicht wegen eines solchen Spiels überfliegen, man muss schon in der Mitte bleiben, nie zu hoch, nie zu tief – egal, was passiert. Das versuchen wir auch so weiterzumachen.“

Nach dem Spiel gegen Kanada hat man ja gesehen, dass das nun keine Eintagsfliege ist.
Schneider: „Ja, aber trotzdem glaube ich nicht, dass wir uns solche Ergebnisse einfach erwarten können. Wir müssen dafür sehr hart arbeiten, aber wenn wir einen solchen Gegner auf dem falschen Fuß erwischen, ist immer alles möglich.“

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach der schweren Partie gegen Kanada in das Spiel gegen Finnland gegangen?
Schneider: „Wir haben uns gesagt, dass wir aus solchen Spielen lernen wollen, wir wollen unser Bestes geben. Und wenn wir dann noch Punkte mitnehmen und sogar noch einen Sieg, ist das natürlich ein absoluter Bonus. Aber wir gehen auf keinen Fall mit solchen Erwartungen in diese Spiele.“

Sie haben Ihren Goalie schon sehr gelobt. Aber würden Sie sagen, dass es eine Mannschaftsleistung war?
Schneider: „Es war zu 100 Prozent eine Mannschaftsleistung. Es geht hier auf diesem Level für uns nicht ohne Mannschaft. Wir müssen zusammenarbeiten, jeden Abend macht jeder Einzelne von uns irgendein wichtiges Play, das uns dann zu Punkten oder gar zum Sieg verhilft. Wenn es dann bei einem einmal nicht so gut läuft, dann hilft der andere aus. Es geht einfach nicht anders!“

Das Selbstvertrauen müsste ja jetzt schon ganz weit oben sein, oder?
Schneider: „Ja, aber man muss schauen, dass es nicht zu hoch ist. Man muss immer am Boden bleiben. Wir wissen um die Qualitäten der anderen Mannschaften in dieser Gruppe. Wir müssen schauen, dass wir unseren Level halten, und zwar das Selbstvertrauen mitnehmen, aber gleichzeitig auch nicht überheblich werden.“

Haben Sie nach diesen Ergebnissen Ihre Ziele schon ein bisschen revidiert?
Schneider: „Nein, überhaupt nicht! Unser Ziel ist noch immer der Klassenerhalt. Wir wollen trotzdem in jedem Spiel unser Bestes geben und dann kommt am Ende raus, was rauskommt. Und so wie heute kann es manchmal passieren, dass man einen Sterntag hat und auch gegen eine solche Nation einen Sieg holen kann.“

Interview: Ivo Jaschick


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Notizen

  • vor einer Stunde
  • Mit 18 Stichen ist Linus Wernerson Libäck nach seiner foulbedingten Verletzung beim Spiel in Bad Tölz genäht worden. Es gehe ihm den Umständen entsprechend so weit gut, teilen die Hammer Eisbären mit. Der Stürmer muss sich nach der Rückkehr nach Hamm weiteren Untersuchungen unterziehen.
  • vor 2 Tagen
  • Jake Ustorf, Stürmer der Nürnberg Ice Tigers, fällt bis Saisonende aus. Grund ist eine Handverletzung.
  • vor 3 Tagen
  • Berlins Verteidiger Korbinian Geibel, der auch im Februar Olympia-Luft schnupperte, fällt aufgrund einer Schulterverletzung, die er sich am Mittwoch in Dresden zuzog, für den Rest der Saison aus. Der 23-Jährige wird zeitnah operiert.
  • vor 4 Tagen
  • Vorzeitiges Saisonende für Rourke Chartier: Der Stürmer der Dresdner Eislöwen (PENNY DEL) fällt mit einer Handverletzung aus.
  • vor 4 Tagen
  • Die Eisbären Regensburg (DEL2) verlängern die Verträge mit Co-Trainer Hugo Boisvert und Torwarttrainer Joey Vollmer.
 Beide bleiben auch in der Saison 2026/27 Teil des Trainerteams der Oberpfälzer.
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