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Mittwoch, 30. Oktober 2024

„Ivan Ivan Goal Goal Hat Hat“ Ivan Ivan schreibt NHL-Geschichte und begeistert Fans der Colorado Avalanche, Vater Marek spielte einst in Deutschland

Ivan Ivan und Joel Kiviranta feiern Ivans Treffer.
Foto: IMAGO/imagn images/Rob Gray

Er saß da in der Umkleidekabine, auf dem Kopf ein unhandliches und überdimensionales Cap und beantwortete die Fragen der Journalisten. Der junge Mann, dessen kurioser Name amerikanisiert in etwa „Ajvn Ajvn“ lautet, war der Star des Abends am 24. Oktober. Gerade hatte der 22-Jährige in seinem achten NHL-Spiel auch sein erstes Tor erzielt.

„Verrückt, ich kann mich eigentlich kaum mehr an viel von diesem Moment erinnern“, grinste Ivan dem riesigen Medienpulk nach dem 5:1-Sieg der Colorado Avalanche gegen Utah entgegen. Zuvor hatte er an der Seite von Mikko Rantanen, Cale Makar und Nathan MacKinnon im Powerplay gestanden. Plötzlich war ein kurzer Pass von MacKinnon bei Ivan gelandet, der direkt vom Bullykreis abzog und seinem tschechischen Landsmann Karel Vejmelka im Tor keine Zeit gab, überhaupt zu reagieren.

„So etwas habe ich mir eigentlich kaum vorstellen können, besonders nach der Saison während der Pandemie“, sagte Ivan danach. „Wenn mir das damals nach dieser Saison, in der ich nur fünf Spiele gemacht habe (2020/21 für AZ Havirov; ausgeliehen von Cape Breton aus der QMJHL, Anm. d. Aut.), jemand gesagt hätte, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Die vergangenen Wochen waren generell wirklich Wahnsinn.“

Gleichzeitig schrieb er noch Geschichte. Und zwar eine besondere. Er ist der erste Spieler in der NHL, dessen Vorname und Nachname genau gleichlauten. Das führt sogar so weit, dass Fans in Colorado damit begonnen haben, jedes Wort zu wiederholen, was damit anfing, als der Club Ivans Foto mit dem Puck seines ersten Tores mit der Bildunterschrift „Ivan Ivan Goal Goal Hat Hat“ versah. Ein Fan reimte auf Instagram: „Name so nice, you say it twice“, was bedeutet: Der Name ist so schön, also sagen wir ihn zweimal.

Natürlich galt sein Anruf nach dem Spiel sofort der Familie zu Hause. Vater Marek (45) ist in Deutschland durch kurze Auftritte in Heilbronn (2002) und Freiburg (2008/09 und 2009/10) jeweils in der 2. Liga bekannt. In seiner Heimat galt Marek Ivan, der erst 2023 seine Karriere in der vierten Liga beendete als Provokateur, der gerne auch mal die Fäuste fliegen ließ. Nun freut er sich, seinen Sohn in der besten Liga der Welt spielen zu sehen. „Er steht für jedes meiner Spiele in der Nacht auf und geht danach gleich zur Arbeit“, sagt Sohn Ivan. „Für mein erstes Spiel hat er sich sogar Urlaub genommen. Daher habe ich sofort meine Eltern angerufen. Meine Mutter schläft zwar manchmal während der Spiele, aber das macht nichts. Es ist zu dem Zeitpunkt ja vier oder fünf Uhr morgens.“

Der Start in die NHL-Karriere jedenfalls ist vielversprechend. Neben seinem Tor kommt er bisher auch auf zwei Vorlagen, für das AHL-Team der Colorado Eagles erzielte er in der vergangenen Saison in 70 Spielen 32 Punkte. Apropos AHL: Dort spielt derzeit für die Rockford IceHogs ein 20-jähriger Landsmann von Ivan Ivan. Sein Name: Marcel Marcel.

Matej Hejda


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Notizen

  • vor 13 Stunden
  • Stürmer Valentin Pfeifer fällt den Herne Miners (Oberliga Nord) zwei bis drei Wochen aus. Grund ist eine Unterkörperverletzung. Ob Stürmer Brad Snetsinger am Wochenende antreten kann, obliegt noch medizinischen Untersuchungen.
  • gestern
  • Brooklyn Beckers wechselt per Förderlizenz zu den Ratinger Ice Aliens in die Regionalliga. Die Ice Aliens verpflichten den 21-jährigen Stürmer von den Füchsen Duisburg aus der Oberliga Nord.
  • gestern
  • Patrik Rypar von den Höchstadt Alligators wurde neben einer Geldstrafe für vier Spiele gesperrt. Grund dafür war sein Check gegen den Kopf- und Nackenbereich gegen Jannik Hüserich im Spiel gegen Bayreuth. Dies veröffentlichte der DEB am 26. November.
  • gestern
  • Wolfsburgs Stürmer Sven Ziegler hat sich am Freitag eine schwere Oberkörperverletzung zugezogen. Der Grizzly muss operativ behandelt werden und wird dem Club mehrere Monate fehlen. Bislang verbuchte der 31-Jährige ein Tor und eine Vorlage.
  • gestern
  • Sebastian Ziener, Geschäftstellenleiter des SC Riessersee, verlässt nach rund sieben Jahren den Oberligisten zum 30. April 2026 auf eigenen Wunsch. In seiner Amtszeit trug er maßgeblich zur Modernisierung bei und auch der Gesellschafterkreis fand seine Leistungen „herausragend“.
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