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Sonntag, 24. November 2024

Nach Insolvenz des Hauptsponsors Existenzbedrohende Lage und ein Finanzloch von 1,3 Millionen Euro: Eishockeystandort Weiden kämpft "ums Überleben"

Die Weidener Fankurve präsentierte vor dem Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse am Freitagabend die Blockfahne „Weidner geben niemals auf“ und das Spruchband „Der Verein lebt durch seine Fans! Damals, heute und für alle Zeit.“
Foto: Tobias Neubert

Die Nachricht über den Insolvenzantrag der Ziegler Holding am vergangenen Mittwoch (Eishockey NEWS berichtete) hat die Region Weiden erschüttert und bringt sowohl den Stammverein 1. EV Weiden als auch die Blue Devils Spielbetriebs GmbH (DEL2) in eine existenzbedrohende Lage. Das bestätigten die Blue Devils am Sonntagvormittag in einem erneuten Lagebericht zur Situation am Standort.

"Das Aus des Hauptsponsors hat sowohl für die Profimannschaft in der DEL2 als auch die Nachwuchsabteilung mit rund 200 Kindern und Jugendlichen dramatische Folgen. Die Zeit, das entstandene Finanzloch in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro zu schließen, drängt", heißt es von den Blue Devils. In einem gemeinsamen Kraftakt soll nun die Rettung des Eishockeystandorts Weiden gelingen, so der Club. Den Blue Devils war nach zwölf Jahren in der Oberliga erst in diesem Frühjahr der Aufstieg in die DEL2 gelungen. Aktuell stehen die Oberpfälzer in der DEL2 auf Platz zehn und hätten damit sportlich am Saisonende sogar den Klassenerhalt in der DEL2 sicher. "Doch finanziell kämpft die Blue Devils Spielbetriebs GmbH jetzt ums Überleben", wie der Club am Sonntag bestätigte.

Besonders dramatisch stellt sich die Situation auch für die Nachwuchsabteilung des 1. EV Weiden als Stammverein der GmbH dar. Auch hier war die Ziegler Group als Hauptsponsor und wichtigster Geldgeber involviert. Seit dem Wochenende arbeitet nun eine Taskforce im Hintergrund an der Rettung des Vereins und der GmbH. Es gibt auch schon zarte Erfolge zu verzeichnen, wie die Blue Devils mitteilen: Erste Sponsoren haben über ihr bisheriges Engagement hinaus ihre finanzielle und personelle Unterstützung zugesagt. Mit zahlreichen Maßnahmen soll nichts unversucht bleiben, um das enorme Finanzloch zu stopfen und damit den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten.

"Das ist einerseits ein Aufruf an die regionale und überregionale Wirtschaft, aber auch ein Appell an die große, wunderbare Eishockeyfamilie in ganz Deutschland, dabei zu helfen, Weiden als Eishockeystandort zu erhalten. Es geht um nichts weniger als einen wichtigen Lebensmittelpunkt vieler Menschen in und rund um Weiden. Die Zeit drängt, aber die Hoffnung bleibt ungebrochen. Jetzt ist der Moment, zusammenzustehen. Unter anderem befindet sich eine Spenden-Aktion in Planung", so der Appell des angeschlagenen DEL2-Clubs.


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Notizen

  • gestern
  • Von den Heilbronner Falken wechselt Stürmer Luis Ludin zu den Bietigheim Steelers. Aus dem eigenen Nachwuchs wurde mit Philipp Nuss ein weiterer Stürmer lizenziert.
  • vor 2 Tagen
  • Der DEL-Disziplinarausschuss hat Ty Glover für zwei Spiele gesperrt. Zudem muss er eine nicht weitere präzisierte Geldstrafe zahlen. Der Frankfurter Stürmer leistete sich im Spiel gegen Wolfsburg einen Check gegen den Kopf- und Nackenbereich.
  • vor 2 Tagen
  • Der Einsatz von Daria Gleißner, Kapitänin des DFEL-Titelverteidigers ECDC Memmingen, ist am kommenden Wochenende ungewiss. Die Verteidigerin zog sich laut Verein am ersten Halbfinalwochenende eine leichte Oberkörperverletzung zu.
  • vor 2 Tagen
  • Maximilian Daubner vom EHC Red Bull München geht es „den Umständen entsprechend gut. Er wurde mit mehreren Stichen genäht", gab Manager Christian Winkler bekannt. Daubner hatte sich am Sonntag zu Beginn des DEL-Spitzenspiels gegen die Kölner Haie einen Cut im Gesicht zugezogen.
  • vor 2 Tagen
  • NHL-Ergebnisse am Sonntag: Pittsburgh - Vegas 5:0, San Jose - Winnipeg 2:1 n.V., Utah (mit JJ Peterka: 18:10 Minuten Eiszeit) - Chicago 0:4, Minnesota (mit Nico Sturm: 9:05 Minuten Einsatzzeit) - St. Louis 1:3, N.Y. Islanders - Florida 5:4, Anaheim - Calgary 3:2 n.P.
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