Rosenheims Teemu Pulkkinen (links) weist die Rassismusvorwürfe aus dem Spiel in Düsseldorf zurück.
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Die Starbulls Rosenheim und Teemu Pulkkinen wehren sich gegen die erhobenen Rassismusvorwürfe aus dem Spiel am vergangenen Sonntag bei der Düsseldorfer EG. DEG-Spieler Yushiroh Hirano hatte sich während einer verbalen Auseinandersetzung mit dem Finnen einen Schlittschuhtritt geleistet, für den er von der DEL2 für ein Spiel gesperrt wurde. Die DEG erklärte im Anschluss, dass Hirano vor dem Tritt rassistisch beleidigt worden sei und fertigte einen Zusatzbericht an. Am Mittwoch veröffentlichten die Starbulls nun eine Stellungnahme. Der Wortlaut:
„Vor dem Hintergrund der aktuellen Berichterstattung rund um den Spieler Teemu Pulkkinen und der Szene aus dem Spiel gegen die Düsseldorfer EG nimmt der Starbulls Rosenheim e.V. wie folgt Stellung:
Die Starbulls Rosenheim nehmen die im Raum stehenden Vorwürfe sehr ernst, weisen diese jedoch nachdrücklich zurück. Nach den aktuell vorliegenden Informationen gibt es keinen begründeten Anlass für die erhobenen Anschuldigungen. Zur Klarstellung: Seitens der Ligagesellschaft gab es zu keinem Zeitpunkt eine Anschuldigung für rassistisches Verhalten des Spielers.
Kritisch wird insbesondere gesehen, dass der Spieler bereits öffentlich über verschiedenste Medien angeprangert wurde, bevor eine umfassende und sachliche Klärung unter Einbeziehung aller Beteiligten und Stellungnahmen beider Seiten erfolgen konnte. Eine solche öffentliche Vorverurteilung wird diesem sensiblen Thema nicht gerecht und widerspricht den Grundsätzen eines fairen und sportlichen Umgangs.
Teemu Pulkkinen hat am heutigen Tag ein persönliches Statement abgegeben, welches durch den Verein ordnungsgemäß an die Liga übermittelt wurde. Der Spieler weist sämtliche Vorwürfe entschieden zurück. Unabhängig vom aktuellen Sachverhalt sprechen sich die Starbulls Rosenheim sowie Teemu Pulkkinen ausdrücklich und uneingeschränkt gegen jegliche Form von Rassismus aus.
Aufgrund der öffentlichen Anschuldigungen und den möglichen daraus entstandenen Schäden für Spieler und Verein wird derzeit geprüft, rechtlich gegen unberechtigte Anschuldigungen vorzugehen.“