Die Iserlohn Roosters kämpften sich im Schlussabschnitt zurück und holten gegen die Eisbären Berlin drei Punkte.
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Colin Ugbekile war mit zwei Treffern im dritten Abschnitt der gefeierte Mann am Seilersee: Mit einem starken Schlussspurt sicherten sich die Iserlohn Roosters am Donnerstagabend einen 4:3-Heimsieg über Meister Eisbären Berlin. Dabei hatten die Gäste per Dominanz im Mittelabschnitt zwischenzeitlich einen 0:2-Rückstand in eine Führung gedreht.
Während die Roosters grippegeschwächt und ohne drei Ausfälle (Julian Napravnik, Maximilian Eisenmenger, Macoy Erkamps) in die Partie gingen, feierte bei den verletzungsgeplagten Eisbären Stürmerstar Ty Ronning sein Comeback. Doch entgegen der Vorzeichen führte Iserlohn dank cleverer Defensive und Kaltschnäuzigkeit im Angriff nach 20 Minuten mit 2:0. Daniel Neumann hatte nach einem kombinationsreichen Umschaltspiel zum 1:0 abgestaubt (10.). Kurz nach einem Alleingang Jonas Müllers, den Goalie Andreas Jenike für die Iserlohner stoppte, legten die Roosters nach – per einstudiertem Spielzug nach einem Bully kam Anthony Camara zum 2:0 (17.).
Berlin drehte, nun klar auf dem Gaspedal, im Mittelabschnitt die Partie: Liam Kirk nutzte einen Alleingang und überwand Jenike (28.). Der Brite traf bereits in seinem achten Spiel in Folge. Die Eisbären drückten danach und trafen 95 Sekunden in Person von Blaine Byron aus zentraler Lage zum Ausgleich (30.). Jenike verhinderte gegen Comebacker Ronning vor dem Powerbreak noch Schlimmeres. Doch Kirk brachte die Eisbären mit einer sehenswerten Solofahrt samt Bauerntrick in der Schlussphase des Mittelabschnitts erstmals in Front.
Im Schlussabschnitt mühten sich die Roosters allen Vorzeichen zum Trotz um den Ausgleich. Richtig druckvoll, richtig gefährlich kamen die Gastgeber lange aber selten vor Jonas Stettmers Tor auf. Neun Minuten vor Ende traf aber Colin Ugbekile per Fernschuss – Berlin reklamierte, Eric Cornel habe Stettmer behindert. Die Schiedsrichter sahen sich die Videobilder an – und bestätigten den Treffer zum 3:3. Mit einem abgefälschten Schuss besorgte Ugbekile 87 Sekunden vor Ende den Sieg - der vierte Treffer im 18. Schuss.
Notiz: Korbinian Geibel, für den deutschen Olympia-Kader nominierter Verteidiger der Eisbären, beendete die Partie nicht. Nähere Informationen dazu standen zunächst aus.
Die Roosters, die erstmals seit über zwei Jahren gegen die Eisbären gewannen, treten am Sonntag (16.30 Uhr) beim EHC Red Bull München an. Sie haben nun in sechs der vorigen sieben Partien gepunktet und rücken mit diesem Sieg am 38. Spieltag immer mehr in den Kampf um die Playoff-Plätze hinein. Für die Eisbären geht es im Kampf um die Top-Sechs bereits am Samstag mit dem DEL Wintergame im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion weiter. Sie treffen dann auf die Dresdner Eislöwen (17 Uhr).