Ehrung: Leon Draisaitl wurde von Oilers-Präsident Jeff Jackson ein Schläger aus Silber für den 1.000. Punkt überreicht.
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Es war ein denkwürdiger Samstagnachmittag für Marco Sturms Boston Bruins. Das Team des einzigen deutschen NHL-Trainers fertigte die New York Rangers mit 10:2 ab. Marat Khusnutdinov erzielte vier Tore und bereitete einen Treffer vor, Pavel Zacha gelang der erste Hattrick seiner Karriere und David Pastrnak stellte mit sechs Vorlagen den Clubrekord für die meisten Vorlagen in einem Spiel ein. Erstmals seit 1964 erzielten zwei Bruins-Spieler in einer Partie mindestens drei Tore. Um zum ersten Mal in der über 100-jährigen Geschichte des Clubs passierte das vor eigenem Publikum. Während Pastrnak später von einem „schönen Nachmittag“ sprach, war die Stimmung bei den Rangers im Keller. „Peinlich. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was ich sonst noch sagen soll“, meinte Stürmer Mika Zibanejad, während Rangers-Coach Mike Sullivan das Debakel als eine „demütigende Erfahrung“ bezeichnete.
Zumindest ein weiterer deutsche NHL-Legionär hatte auch Spaß. Im Top-Spiel der Eastern Conference setzte sich Detroit mit 4:0 in Montreal durch und übernahm so die Spitze in der Atlantic Division. Moritz Seider verbuchte beim dritten Sieg seiner Red WIngs in Serie seine 25. Vorlage der Spielzeit, Torhüter John Gibson gelang mit 27 Paraden sein drittes Shutout.
Ein Doppelpack von Leon Draisaitl genügte Edmonton dagegen nicht zum Sieg gegen Los Angeles. Die Kings setzten sich am Ende im Penalty-Schießen mit 4:3 durch. Vor dem Spiel wurde Draisaitl vor den Augen seiner in Edmonton weilenden Familie für seinen 1.000. Scorer-Punkt geehrt. Superstar Connor McDavid punktete auch im 18. Spiel in Folge und steht nun bei 42 Zählern während des Laufs. Ebenfalls mit einem Punkt zufrieden geben mussten sich Nico Sturm und Minnesota. Die Wild unterlagen zu Hause den New York Islanders mit 3:4 nach Verlängerung. Sturm blieb ohne Torbeteiligung.
Die vierte Niederlage in Folge kassierten Tim Stützle und Ottawa beim 2:3 gegen Titelverteidiger Florida. Der deutsche Nationalstürmer blieb zum dritten Mal in Folge ohne Punkt, nachdem er zuvor in 13 Partien in Folge gescort hatte. Ebenfalls mit 2:3 mussten sich Philipp Grubauers Seattle Kraken in Carolina geschlagen geben. Der Nationalkeeper sah die Begegnung aber nur als Backup von der Bank. Zwei Tore in den letzten zehn Minuten brachten die Wende zugunsten der Hurricanes.
Die heißesten Mannschaften der Liga sind weiter nicht zu stoppen. Liga-Primus Colorado feierte beim 4:0 gegen Columbus den 17. Heimsieg nacheinander und Erfolg Nummer 33 im 44. Saisonspiel. Tampa Bay gelang beim 7:2 in Philadelphia der neunte Sieg in Serie, während Buffalo beim 5:3 gegen Anaheim zum 13. Mal in den vergangenen 14 Partien das Eis als Gewinner verließ.
Die Ergebnisse im Überblick:
Boston - N.Y. Rangers 10:2 (3:1, 4:1, 3:0)
Pittsburgh - Calgary 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)
Colorado - Columbus 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)
San Jose - Dallas 5:4 n.V. (0:2, 2:1, 2:1, 1:0)
Buffalo - Anaheim 5:3 (1:0, 1:0, 3:3)
Toronto - Vancouver 5:0 (3:0, 1:0, 1:0)
Montreal - Detroit 0:4 (0:0, 0:2, 0:2)
Ottawa - Florida 2:3 (1:1, 0:1, 1:1)
Philadelphia - Tampa Bay 2:7 (1:2, 0:1, 1:4)
Carolina - Seattle 3:2 (1:1, 0:0, 2:1)
Nashville - Chicago 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)
Minnesota - N.Y. Islanders 3:4 n.V. (2:1, 1:2, 0:0, 0:1)
Edmonton - Los Angeles 3:4 n.P. (1:1, 1:1, 1:1, 0:0, 0:1)
Vegas - St. Louis 4:2 (1:1, 2:0, 1:1)