Zu Gast in München: Einkleidungstage für die deutschen Eishockey-Nationalspieler und Nationalspielerinnen für Olympia 2026.
Es war schon mehr als ein Hauch von Olympia, der am Montag, dem ersten Einkleidungstag für die DEB-Männer und Frauen, die das deutsche Eishockey im Februar bei den Spielen in Mailand vertreten werden, durch München wehte. Den Spielern aus der PENNY DEL und DFEL war die Vorfreude auf das Turnier in Italien sichtlich anzusehen, für viele werden es die ersten Olympischen Spiele überhaupt sein.
So auch für Kai Wissmann von den Eisbären Berlin, der nach seiner Achillessehnenverletzung im August bisher noch ohne Saisoneinsatz war und am Montag über ein mögliches Comeback in der PENNY DEL noch vor der Turniervorbereitung sagte: „Ich bin nicht mehr weit weg.“ Für den Kapitän der Eisbären Berlin, der bei Weltmeisterschaften bereits mehrfach als Führungsfigur im deutschen Team mit starken Leistungen voranging, wird es in Mailand zur Olympia-Premiere kommen. „Olympia ist nur alle vier Jahre, schon allein deshalb ist es so besonders“, freut sich der 29-Jährige auf seine ersten Spiele.
„Ich wollte mir das auf keinen Fall nehmen lassen, hierher zu kommen“, sagte aber auch Routinier Moritz Müller (Kölner Haie) über die Einkleidung in München. Im Alter von 39 Jahren steht Müller vor seinem bereits dritten olympischem Turnier und ist einer der Silberhelden von Südkorea 2018. „Das ist für mich der erste Termin, bei dem es anfängt, zu kribbeln. Man merkt, es geht bald los. Das ist eine aufregende Zeit.“ Und der Führungsspieler im Kader der DEB-Männer ließ mit Blick auf das Eishockeyturnier in Mailand hören: „Möglich ist immer alles. Aber man weiß, dass das womöglich das bestbesetzte Turnier aller Zeiten sein wird. Wir müssen als Mannschaft sehr schnell zusammenfinden.“
Stürmer Freddy Tiffels (Eisbären Berlin) sagte, angesprochen auf das Turnier mit den besten Spielern der Welt: „Das wird eine große Herausforderung und gleichzeitig ein großer Spaß.“ Und wie viel die Reise nach Mailand den Athleten bedeutet, das konnte man bereits am Montag in München spüren, als unter anderem die Olympia-Fahrer von Red Bull München und der Eisbären Berlin vor Ort waren, aber auch diverse Spieler aus dem erweiterten Camp-Kader für das Testspiel am 4. Februar in Bozen gegen Italien, bei dem die NHL-Profis noch nicht dabei sein werden.
Unter diesen Camp-Spielern bei der Einkleidung befand sich auch Münchens Veit Oswald, der als Nachrücker für den am Unterkörper verletzten Danjo Leonhardt (Straubing Tigers) in den Camp-Kader gerückt ist, wie auch sein Club am Montag bestätigte. Oswald ist nun neben Yasin Ehliz und Maximilian Kastner einer von drei Münchener Stürmern, die die Olympia-Vorbereitung mitmachen dürfen, aber nicht für die Spiele selbst nominiert sind. In den kommenden beiden Tagen werden nun noch die restlichen DEB-Frauen und Männer, die es reisetechnisch einrichten können, zur Einkleidung erscheinen.
Sebastian Groß