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Freitag, 16. Januar 2026

Auswertung: Deutschlands Zuschauerranking: Köln ist der Krösus, DEL2 auf Rekordkurs, Regionalligisten begeistern

Top in der Tabelle und top im Zuschauerranking: Die Kölner Haie.
Foto: City-Press

Die Kölner Haie führen nicht nur klar die Tabelle der DEL an, sie sind auch Deutschlands Zuschauerkrösus. Fast 18.000 Zuschauer sind bei jedem Heimspiel dabei. Dabei führen sie einmal mehr auch Europas Tabelle an – der SC Bern begrüßt 15.322 Fans im Schnitt. In St. Petersburg steht zwar seit 2023 die SKA Arena, die 22.500 Zuschauer fasst, allerdings ist SKA im Sommer wieder in den 12.300 Zuschauer fassenden Eispalast zurückgekehrt.

In Deutschland gibt es neben Köln mit Berlin und Mannheim noch drei weitere Clubs, die locker die Marke von 10.000 Fans reißen, München liegt mit dem neuen SAP Garden ebenfalls darüber. Der Schnitt vom alten Olympia-Eisstadion wurde verdoppelt. Schon auf Rang fünf folgt Zweitligist Düsseldorfer EG, der seit dem Abstieg zwar deutlich einbüßte (9.104 in der vergangenen Saison), dank des Derbys gegen die ebenfalls unter den Top Ten vertretenen Krefeld Pinguine aber einen neuen DEL2-Zuschauerrekord für Indoor-Spiele aufstellte. 13.102 Zuschauer sahen das Straßenbahn-Derby Ende November.

Die Top 60 der deutschen Zuschauerstatistik (7 Einträge)

 

Zwar wird die DEL im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Tauschs von Düsseldorf gegen Dresden (Kapazität 4.412 Zuschauer) ihren Wert nicht halten können, die DEL2 steuert dafür schon jetzt klar einem neuen Bestwert entgegen. Nach 3.284 Fans in der Vorsaison liegt der Schnitt aktuell bei 3.710 Fans. Gleich sechs Clubs haben Werte von 4.000 Zuschauern und höher, neben Düsseldorf und Krefeld sind dies auch Kassel, Regensburg, Landshut und Rosenheim.

Bester Oberligaclub sind die Hannover Indians, die mit mehr als 3.500 Fans auf Rang 21 der deutschlandweiten Statistik liegen und damit  gleich noch sieben DEL2-Clubs hinter sich lassen würden. Bester Süd-Club ist DEL2-Absteiger Selber Wölfe, der als einziger vor den Memminger Indians die Marke von 2.000 Fans überschreitet. Insgesamt ist das Gefälle in der Dritten Liga aber groß: Drei Clubs im Norden und gleich fünf im Süden haben nicht einmal vierstellige Werte.

Interessant sind die Zuschauerzahlen in den fünf Regionalligen, besonders im Westen, wo der Abstieg des insolventen Clubs aus Essen überall für einen großen Andrang sorgt. Nicht nur die neuen Eagles liegen bei 1.537 Fans im Schnitt, gerade in Dortmund boomt Eishockey regelrecht. Die Eisadler haben im Schnitt 2.170 Fans. Das wäre ebenso schon oberligareif wie auch in Adendorf, Hamburg, Braunlage (Regionalliga Nord), Landsberg, Schweinfurt (Bayernliga), die allesamt teils deutlich über 1.000 Fans im Schnitt haben. Die Nord-Regionalligisten spielen aber unter entschärften Kontingentspielerregelungen, was den Aufstieg schwerer macht. Und: Einige Viertligisten haben nicht einmal dreistellige Werte. 

Insgesamt haben 52 Standorte in Deutschland im Schnitt mehr als 1.000 Fans. Mit dem ehemaligen Süd-Oberligisten Sonthofen kratzt sogar ein bayerischer Landesligist knapp an dieser Marke. Mit Soest (NRW; 475) und Waltershausen (Thüringen, 457) sind zwei weitere Landesligisten unter den Top 100 zu finden.

Michael Bauer


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Notizen

  • vor 11 Stunden
  • Mit André Schrader wird ein deutscher Schiedsrichter bei den Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina mit dabei sein. Der 36-Jährige wurde nach 2014 und 2022 bereits zum dritten Mal vom Eishockey-Weltverband IIHF für Olympische Winterspiele nominiert.
  • vor 11 Stunden
  • Bei der U18-Weltmeisterschaft (Division I, Gruppe A) der Frauen hat die deutsche Auswahl ihren zweiten Turniersieg gefeiert. Durch Doppelpacks von Alexandra Boico und Charleen Poindl sowie ein Tor von Annika Stephainski gelang ein 5:1 gegen Italien. Am Samstag trifft die DEB-Auswahl auf Japan.
  • gestern
  • Paul Vinzens von den Blue Devils Weiden wurde von der DEL2 als U21-Förderspieler des Monats Dezember 2025 ausgezeichnet. Der 20-jährige Stürmer erzielte im Monat Dezember sechs Punkte in acht Spielen (drei Tore, drei Assists) und hatte eine Plus/Minus-Bilanz von +6.
  • gestern
  • Stürmer Leon Tettenborn hat seinen Vertrag beim Nord-Oberligisten Herner EV aufgelöst. Der 20-Jährige war im Sommer aus Kassels Nachwuchs gekommen, blieb in 31 Punktspielen jedoch punktlos. Nun zieht es Tettenborn nach Angaben der Miners zu einem Regionalligisten.
  • gestern
  • NHL am Mittwoch: Tim Stützle sorgte beim 8:4-Kantersieg Ottawas bei den New York Rangers per Empty-Net-Goal für den Endstand. Es war sein 20. Saisontor. Außerdem: New Jersey - Seattle 3:2 n.V. (23 Paraden von Philipp Grubauer für Seattle), Buffalo - Philadelphia 5:2, Los Angeles - Las Vegas 2:3 n.V.
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