Düsseldorf siegte in Landshut dank einer offensiven Gangart mit 7:4.
Foto: Georg Gerleigner
Tore satt bot der 35. DEL2-Spieltag am Freitagabend: Die meisten erzielte die Düsseldorfer EG beim 7:4-Auswärtssieg in Landshut. Das Spitzenduo triumphierte jeweils mit 6:1: Krefeld ließ Freiburg keine Chance und Kassel spielte beim 80-jährigen Club-Jubiläum in Kaufbeuren den Party-Crasher. Der EC Bad Nauheim erlitt beim 4:5 in Weißwasser ein Last-Minute-K.o.. Ravensburg siegte im Verfolgerduell mit 3:1 in Rosenheim und die Bietigheim Steelers drehten ihr Match in Crimmitschau nach 2:4-Rückstand in einen 6:4-Auswärtserfolg. Das ausverkaufte Oberpfalzderby in Weiden ging an die Gäste aus Regensburg (2:3).
Auch das Jubiläumsspiel anlässlich des 80. Geburtstag des ESV Kaufbeuren konnten die Allgäuer nicht für eine Trendwende nutzen. Brent Raedeke glich den Eröffnungstreffer von Tyler Benson zwar noch aus, jedoch zogen die Kasseler dann davon und erarbeiteten sich einen Drei-Tore-Vorsprung, den Olympia-Teilnehmer Kaspars Daugavins ausbaute, ehe Doppelpacker Tyler Benson mit seinem 6:1 den Schlusspunkt hinter die Partie setzte. Ganz und gar keine Blöße gab sich Spitzenreiter Krefeld im Duell mit Kellerkind Freiburg. Bereits nach 40 Minuten war die Partie vor über 6.500 Zuschauern in der Seidenstadt beim Stand von 5:0 längst durch. Am Ende hieß es 6:1 für den Tabellenführer, bei dem Felix Bick in der Schlussminute noch einen Gegentreffer hinnehmen musste und so haarscharf am Shutout vorbei schrammte. Eine torreiche Begegnung lieferten sich der EV Landshut und die Düsseldorfer EG. Die Gäste verbuchten ganze sieben Treffer gegen den EVL und sorgten im Mittelabschnitt bei einem Zwischenstand von 5:3 für eine Vorentscheidung. Diese baute die DEG im Schlussabschnitt gnadenlos aus zu einem Endstand von 7:4 für die Düsseldorfer. Yushiroh Hirano feierte bei diesem torreichen Sieg einen Hattrick.
Die Partie im Crimmitschauer Sahnpark begann ein wenig später, da der Mannschaftsbus der Steelers eine Panne hatte und daher getauscht werden musste. Dennoch kamen die Gäste relativ gut ins Spiel und konnten die 1:0-Führung der Crimmitschauer wenige Minuten später ausgleichen. Mit Sebastian Streus Powerplay-Treffer ergatterten die Hausherren die erneute Führung und erhöhten nur 32 Sekunden später. Tyler McNeely brachte den SCB wieder heran mit seinem Anschlusstreffer. Ebenso Brett Kemp, nachdem Doppelpacker Streu (erneut in Überzahl) das Zwei-Tore-Polster der Westsachsen wieder hergestellt hatte. Und dann war es Kemp, der bei den Steelers den Umschalthebel einlegte, den Spielstand auf 5:4 für die Steelers drehte und dadurch einen Hattrick verzeichnete. Marek Racuk vollendete Kemps Too-Auftritt mit dem 6:4 in Powerplay.
Weiter im Aufwind befinden sich die Ravensburg Towerstars, die beim Tabellendritten in Rosenheim mi 3:1 triumphierten. Youngster Anselm Gerg brachte die Gäste mit seinem ersten DEL2-Treffer früh in Führung. Robbie Czarnik sorgte mit einem Doppelpack dafür, dass die drei Punkte mit in den Bus nach Oberschwaben gingen. Ilya Sharipov glänzte zwischen den Towerstars-Pfosten mit 35 Saves. Einen munteren Schlagabtausch lieferten sich die Lausitzer Füchse und der EC Bad Nauheim. 4:3 hieß es dabei nach 40 Minuten für den Gastgeber aus Ostsachsen. Und auch nach 60 Minuten hatten die Füchse die Nase vorn, wenn auch nur um Haaresbreite. Nach dem 4:4-Ausgleichstreffer durch Bad Nauheims Doppelpacker Jordan Hickmott gelang Weißwassers Defender Kyle Havlena elf Sekunden vor der Schlusssirene der Lucky Punch mit dem 5:4-Siegtreffer.
Das Oberpfalzderby verlief spannend und ausgeglichen. Alex-Olivier Voyer eröffnete mit seinem Tor für Weiden die Partie nach nur 44 Sekunden. Noch im ersten Durchgang egalisierte David Morley. Gleiches Bild ein Drittel später: Die Mannschaft von Sebastian Buchwieser ging in Front, ehe die Regensburger wieder ausglichen. Weidens Tom Schwarz erhielt in der 47. Minute eine fünfminütige Strafe plus Spieldauer-Disziplinarstrafe wegen Beinstellens. Rund eine Minute darauf erzielte David Morley den 3:2-Siegtreffer für die Gäste – und damit sein zweites Tor in diesem Derby. Die Blue Devils kamen nach diesem Tor nicht mehr aufs Scoreboard, sodass die Eisbären das Oberpfalzduell knapp gewannen.
Lisa Taduschewski/Sebastian Groß