Im Match zwischen Ingolstadt und Straubing wurde um jeden Zentimeter Eis gekämpft.
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Am 40. Spieltag der PENNY DEL konnte der ERC Ingolstadt dank eines späten Tores von Sam Ruopp die Straubing Tigers im Top-Spiel mit 5:4 niederringen. Unterdessen geht die schon unheimliche Serie der Kölner Haie weiter – das 4:2 in Bremerhaven war bereits der 13. Sieg in Serie für die Domstädter, die damit ihren Klubrekord einstellten. Die Nürnberg Ice Tigers entführten drei Zähler aus Mannheim und verbesserten sich dank des 4:2-Erfolgs auf Platz neun.
Das fast schon erwartete Torspektakel sahen die Zuschauer beim Top-Spiel zwischen Ingolstadt und Straubing. Es ging rauf und runter – nach zwei Dritteln hieß es bereits 4:4. Vier Mal waren die Tigers dabei in Führung gegangen, vier Mal glichen die Panther (die die Vertragsverlängerung mit Daniel Pietta bekannt gaben) aus. Eine Minute vor dem Ende spielte Peter Abbandonato dann einen Rückhand-Pass quer durchs Drittel auf Sam Ruopp und der Verteidiger jagte die Scheibe an Henrik Haukeland vorbei zum 5:4 für die Schanzer. Straubing, bei dem Mike Connolly nach langer Verletzungspause wieder mitwirken konnte, rannte danach noch einmal an – die Ingolstädter Verteidigung hielt jedoch. Kurios: Vor exakt einer Woche hatten die Panther an gleicher Stelle gegen Köln durch einen Treffer rund eine Minute vor dem Ende 4:5 verloren, nun gewannen sie 5:4 durch ein Tor in der Schlussminute.
In Bremerhaven überstand der Tabellenführer aus Köln zwei frühe Unterzahlspiele, um dann bei eigenem Powerplay eiskalt zuzuschlagen. Tanner Kero stocherte die Scheibe nach einem Kemiläinen-Schuss zum 1:0 über die Linie. Der zuletzt bereits überragende Oliwer Kaski erhöhte im Mittelabschnitt per Schlagschuss sogar auf 2:0 für die Haie. Dann jedoch sprachen die Unparteiischen den Gastgebern eine doppelte Überzahl zu – Phillip Bruggisser ließ sich nicht lange bitte und hämmerte die Scheibe zum Anschlusstreffer in die Maschen. So ging es auch ins Schlussdrittel – und da konnte Maxi Kammerer nach Tyrväinen-Pass aus kurzer Distanz zum 3:1 verwerten. Bremerhaven nicht geschockt: Alex Friesen überwand Janne Juvonen postwendend zum 2:3 im kurzen Eck. Es folgte ein genialer Moment von Haie-Spielmacher Gregor MacLeod. Mit der Rückhand chippte er einen Pass zu seinem kongenialen Sturmpartner Patrick Russell – und der Däne vollstreckte im Stile eines Torjägers zum 4:2. Fischtown warf nun alles nach vorne, ein Tor fiel jedoch nicht mehr.
Mit diesem nun 13. Sieg in Serie stellten die Haie damit den vereinseigenen Rekord aus den Jahren 1995 und 2005 ein. Schon am Sonntag können die Kölner nun einen neuen Clubrekord aufstellen. Voraussetzung: Ein Sieg gegen die Iserlohn Roosters. Bis zum Ligarekord der Adler Mannheim (15 Siege am Stück) wäre es dann auch nicht mehr weit.
Den Ligarekord halten unterdessen die Adler Mannheim mit 15 Siegen am Stück.
Owen Headrick brachte Nürnberg mit einem platzierten Schuss in Mannheim mit 1:0 in Front. Nach Sahnepass von Evan Barratt konnte Jakob Weber sogar auf 2:0 für die Franken stellen, doch im Gegenzug jagte Kris Bennett die Scheibe zum 1:2 aus Adler-Sicht ins Netz. Im Schlussabschnitt war Thomas Heigl im Nachschuss zur Stelle und erhöhte auf 3:1, doch Bennett sorgte mit seinem zweiten Tor kurz darauf wieder für Spannung. Die Ice Tigers hatten jedoch an diesem Abend den längeren Atem: Josef Eham machte mit dem 4:2 den Deckel drauf.
Schlusslicht Dresden schlug sich in München tapfer, eine 1:3-Niederlage konnten die Sachsen dennoch nicht verhindern. Der lange verletzt gewesene Tobi Rieder und Maxi Daubner - nach Zuckerpass von Brady Ferguson - stellten bis Hälfte des Spiels auf 2:0. Ville Pokka gelang mit dem 3:0 im letzten Drittel die Vorentscheidung, Tomás Andres konnte aber zumindest noch den Dresdner Ehrentreffer erzielen. München rückte mit dem Erfolg an Mannheim vorbei auf Rang zwei.
Einen 6:3-Heimsieg über Frankfurt feierten die Augsburger Panther. Sebastian Zwickl erzielte dabei sein allererstes DEL-Tor für die Fuggerstädter. Die Bayern, bei denen Alex Grenier gesperrt fehlte, pirschten sich damit bis auf drei Punkte an Schwenningen auf Platz zehn heran. Bei den Gästen verbuchte Jacob Lilja ein Drei-Punkte-Spiel.
Die Iserlohn Roosters konnten Wolfsburg am heimischen Seilersee erst in der Overtime in die Knie zwingen. Das 1:0 von Julian Napravnik hatte Gemel Smith für die Niedersachsen egalisieren können – in der Verlängerung ließ Kyle Wood dann aber die Sauerländer Fans mit seinem Treffer zum 2:1 jubeln.
André Schall