Aufgrund eines defekten Torverankerung wurde die Partie am Herner Gysenberg zwischen den Miners und Tilburg abgebrochen.
Foto: Dirk Unverferth
Fünf Spiele standen auf dem Programm, nur vier wurden ausgetragen. In Herne sorgte ein Defekt auf dem Eis für ein frühzeitiges Ende der Partie gegen den Spitzenreiter aus Tilburg. Profiteur waren die Hannover Scorpions, die nach ihrem 5:1-Heimsieg gegen Leipzig die Tabellenführung übernahmen. Im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation sicherte sich Duisburg (3:1 in Erfurt) wichtige Punkte, während Hamm (2:3 bei den Hannover Indians) Federn ließ. Im Tabellenkeller verschaffte sich Rostock im direkten Duell gegen Schlusslicht Herford durch ein 6:1 etwas Luft.
Nach gerade einmal fünf Minuten musste die Partie zwischen den gastgebenden Miners vom Herner EV und den Tilburg Trappers abgebrochen werden, ohne das ein einziger Treffer gefallen war.. Grund war eine defekte Torverankerung, die ein Weiterspielen von den 1.427 Besuchern am Gysenberg unmöglich machte und sich in der Kürze der Zeit nicht reparieren ließ. Wie die Miners mitteilten, werden sich am Samstag "die Verantwortlichen beider Vereine austauschen, um eine mögliche Neuansetzung des Spiels zu besprechen."
Durch einen 5:1-Heimsieg gegen die KSW IceFighters Leipzig sicherten sich die Hannover Scorpions ihren 13. Dreier aus den zurückliegenden 15 Partien und schieben sich in der Tabelle an Tilburg vorbei auf Platz eins vorbei. Bis zur Mitte der Partie lag der neue Spitzenreiter gegen die Sachsen, die zuvor in den letzten sieben Spielen jeweils punkten konnten, mit 0:1 im Hintertreffen, ehe der Offensivturbo zündete. Fünf unterschiedliche Torschützen verewigten sich für die Niedersachsen vor 1.345 Besuchern im Spielbericht, für den Gamewinner zeichnete Lukas Kopietz verantwortlich.
Wichtige Zähler beim Kampf für die direkte Playoff-Qualifiaktion für die Füchse Duisburg. Bei den TecArt Black Dragons in Erfur setzte sich das Team von Head Coach Frank Petrozza mit 3:1 durch und feierte den vierten Erfolg in Serie. Philippe Sanche (31., in Überzahl) und Adam Kiedewicz (37.) drehten die Partie im zweiten Abschnitt, nachdem die Hausherren kurz vor der ersten Pause in Führung gegangen waren. Sandis Zolmanis machte 19 Sekunden vor dem Ende mit einem Schuss ins verwaiste Drachen-Gehäuse alles klar. Mit den drei Punkten überholten die Duisburger die spielfreien Saale Bulls und sind nun, mit drei Punkten Vorsprung, Tabellenvierter vor den Hallensern.
Knapper Heimsieg vor 4.179 Besuchern am Pferdeturm: Die gastgebenden Hannover Indians setzten sich mit 3:2 gegen Hamm durch. Während die Niedersachsen somit weiter im Rennen um die Nord-Meisterschaft sind, scheint den Eisbären beim Kampf um die Playoff-Plätze langsam die Puste auszugehen, mussten sich doch ihre siebte Niederlage nacheinander quittieren. Für das erste (10.) und letzte (45.) Tor der Partie waren die Gäste verantwortlich, doch zwei Treffer unmittelbar vor sowie ein Treffer unmittelbar nach der ersten Pause brachten die Hausherren frühzeitig auf die Siegerstraße. Für das Interims-Trainerduo Igor Bacek und Robin Thomson war es der zweite Sieg im dritten Spiel nach der Entlassung von Raphael Joly.
Big Points im Keller für die Rostock Piranhas, die als Vorletzter das direkte Duell gegen Schlusslicht Herford mit 6:1 für sich entscheiden konnten und nun sechs Zähler Vorsprung auf die Ostwestfalen haben. Kurz keimte für die Ice Dragons auf, als sie, mit 0:2 nach dem ersten Drittel in Rückstand liegend, nach Beginn des zweiten Abschnittes in Überzahl auf 1:2 verkürzen konnten. Doch im Anschluss legten die Hausherren zwei weitere Treffer nach und zogen auf 4:1 davon, ehe Reed Stark mit einem Doppelpack in den letzten beiden Spielminuten das Ergebnis vor 1.553 Besuchern auf 6:1 in die Höhe schraubte. Somit konnten die Piranhas zum ersten Mal im Saisonverlauf drei Partien in Serie für sich entscheiden, während Herford die vierte Niederlage im fünften Spiel des Jahres 2026 kassierte.
Mario Schoppa