Unerwarteter Held: Defender Isac Heens (26) erzielte beide Tore für Frölunda Göteborg im CHL-Halbfinalrückspiel gegen Brynäs – und das nach zuvor einem einzigen Saisontreffer in der SHL.
Foto: IMAGO/Bildbyrån/Michael Erichsen
Rekordsieger Frölunda Göteborg und Luleå Hockey bestreiten am 3. März das diesjährige Endspiel der Champions Hockey League. Der souveräne SHL-Spitzenreiter und der SHL-Titelverteidiger blieben am Dienstagabend nach ihren Hinspielerfolgen auch in den zweiten Duellen des Halbfinales ungeschlagen. Damit kommt es nicht nur zum zweiten Mal zu einem schwedischen Vergleich im Endspiel, sondern auch zu einer Neuauflage des ersten CHL-Finales überhaupt – im Jahr 2015 setzte sich Luleå mit 4:2 durch. Allerdings liegt das Heimrecht diesmal bei Frölunda, weil das Team von Head Coach Robert Ohlsson im Laufe der aktuellen CHL-Saison einen Punkt mehr sammelte als Luleå.
Diesen einen Zähler sammelte Frölunda am Dienstag mit einem 2:2 im rein schwedischen Halbfinale gegen Brynäs. Nach dem 2:0-Auswärtssieg vor einer Woche geriet Frölunda diesmal zwar zweimal in Rückstand, wirkte davon jedoch zu keinem Zeitpunkt beeindruckt und war – abgesehen von Strecken des Auftaktdrittels – die spielerisch reiferen Mannschaft. Der Held des Abends für Frölunda war Isac Heens, der beide Male den Ausgleich erzielte – und das, nachdem dem Verteidiger in der heimischen Liga im gesamten Saisonverlauf erst ein einziger Treffer gelungen war.
Im zweiten Halbfinale gewann Luleå Hockey auch das Rückspiel gegen den EV Zug mit 3:2. Die spielerisch starken Schweden führten durch sehenswert herauskombinierte Tore schnell mit 3:0, die in der National League zuletzt auf Platz neun abgestürzten Schweizer bewiesen jedoch Moral, kämpften sich noch im zweiten Durchgang bis auf einen Treffer heran und drängten im Schlussabschnitt sogar auf den Ausgleich, der mit Blick auf das Gesamtresultat zumindest für eine heiße Endphase gesorgt hätte. Die ganz große Torgefahr strahlte der EVZ bei seinem Anrennen allerdings nicht aus, Luleå konnte sich darüber hinaus auf den gut aufgelegten Keeper Joel Lassinantti verlassen.
Stefan Wasmer