Vor rund 60 anwesenden Unternehmern der Region erläuterten (von links) Deggendorfs Oberbürgermeister Christian Moser, DSC-Prokurist Stefan Liebergesell, Moderator Adrian Salmansberger, Stefan Schwanzer (Geschäftsführer des DSC-Hauptsponsors Iprona), Peter Holmgren (Geschäftsführer Eisbären Regensburg) und Franz Vodermeier (Geschäftsführer Blue Devils Weiden), wie der DSC und die Stadt vom Aufstieg in die DEL2 profitieren könnte.
Foto: Roland Rappel
Es gibt noch einige Hürden, aber der Deggendorfer SC hat am Dienstagabend eine klare Botschaft ausgesandt: Die Donaustädter wollen in die DEL2. Das sagten Prokurist Stefan Liebergesell, Hauptsponsor Stefan Schwanzer (Iprona) und Oberbürgermeister Christian Moser auf einer Podiumsdiskussion in der Hitzkopf-Arena offen und bestätigte die Mannschaft von Trainer Casey Fratkin im Anschluss beim 8:2-Sieg gegen die Heilbronner Falken.
Der DSC führt die Tabelle der Oberliga Süd nach 40 von 52 Hauptrundenspielen an und das Team leistete sich seit September kaum Schwächephasen. Darum, betonte Stefan Liebergesell, Prokurist der Spielbetriebs GmbH & Co. KG, sei es „notwendig, jetzt über den Aufstieg zu sprechen“.
Der 32-Jährige hat daher zur Podiumsdiskussion eingeladen, um das Szenario zu erläutern. Mit Peter Holmgren (Geschäftsführer Eisbären Regensburg) und Franz Vodermeier (Geschäftsführer Blue Devils Weiden) machten zwei Vertreter von Zweitligisten den rund 60 anwesenden Unternehmern aus der Region die DEL2 schmackhaft, indem sie berichteten, wie sich ihr Klub seit der Oberliga-Meisterschaft positiv entwickelte. „Vor Corona hatten wir einen Zuschauerschnitt von 2200, jetzt haben wir 2300 Dauerkarten verkauft und eine Stadionauslastung von 90 oder 91 Prozent“, sagte Holmgren und Vodermeier unterstrich die Attraktivität der DEL2, als er aus Deggendorfer Sicht benachbarte mögliche Gegner wie den EV Landshut, die Starbulls Rosenheim oder eben Regensburg und Weiden aufzählte
Überzeugungsarbeit scheint allerdings kaum nötig, selbst Oberbürgermeister Christian Moser formulierte den Wunsch, „Deggendorf in die nächsthöhere Liga zu heben“ deutlich. In der Saison 2018/19 spielte der DSC schon eine Saison in der DEL2, „daher kennen wir das Potenzial dieser Liga“, meinte Liebergesell. Natürlich funktioniert die Rückkehr nur über den sportlichen Erfolg, „aber wenn dieser Erfolgsfall eintritt, wollen wir vorbereitet sein“, betonte er.
Der gebürtige Oberpfälzer, seit 2019 beim DSC, schilderte, wo es strukturell noch hakt. In erster Linie braucht der Klub mehr finanzielle Mittel, der Etat müsste von rund zwei (bis 2,3) Millionen auf rund drei Millionen Euro erhöht werden. Deshalb erhofft sich der DSC „klare Signale und Bekenntnisse der Wirtschaft und der Fans“.
Damit werde man in den kommenden Wochen und Monaten – auch unabhängig von der Ligenzugehörigkeit – erforderliche Investitionen angehen: Die Geschäftsstelle des DSC müsse wachsen (aktuell drei Mitarbeiter), auch wolle man mehr Komfort in der Hitzkopf-Arena (mehr Sitzplätze, mehr Raum für VIP-Gäste) schaffen. „Wir müssen aufpassen, dass wir sportlich nicht schneller wachsen als strukturell“, kommentierte Liebergesell.
Aus diesem Grund macht der Prokurist Dampf in Sachen DEL2-Aufstieg. Die Mannschaft hat schließlich 33 der bisher 40 Partien gewonnen und die „luxuriöse Drucksituation“ heraufbeschworen: „Wir haben eine positive Grundstimmung und die wollen wir nutzen. Wenn es am Ende nicht klappt, dann arbeiten wir tagtäglich weiter, dass es in einem, zwei oder vielleicht drei Jahren klappt.“
Michael Duschl